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  • 26. April 2012 23 2 Min.

Die katholische Kirche sieht die staatliche Ehe nicht als politische, sondern als religiöse Frage

Staatlich unterstützte katholische Schulen in England und Wales fordern ihre größtenteils minderjährigen Schüler auf, eine Petition gegen die Ehe-Öffnung zu unterschreiben.

Die katholische Kirche verschärft ihren Widerstand gegen die von der konservativ-liberalen Regierung geplanten Ehe-Öffnung für Lesben und Schwule: Sie ruft elf- bis 18-jährige Schüler an 385 weiterführenden katholischen Schulen auf, die Gleichstellung im Ehe-Recht zu bekämpfen. Insbesondere sollten die Schüler eine Online-Petition der "Coalition für Marriage" unterzeichnen, die bereits von rund einer halben Million Menschen unterstützt wird. "Wenn die Ehe neu definiert wird, werden diejenigen, die an die traditionelle Ehe glauben, ausgebootet", warnen die Autoren der Petition.

Zwar ist nach einem Gesetz aus dem Jahr 1996 die politische Indoktrination von Schülern verboten. Eine Sprecherin des Katholischen Bildungsdienstes (CES) erklärte jedoch gegenüber der Tageszeitung "Guardian", dass die Homo-Ehe nichts mit Politik zu tun habe: "Schulen mit einem religiösen Charakter dürfen Unterricht zum Thema Sex und Beziehungen und Schülerversammlungen abhalten, die die religiösen Ansichten der Schule weitergeben. Die katholische Sicht auf die Ehe ist nicht politisch, sondern religiös begründet".

Hirtenbrief gegen Homo-Rechte

Im März ließen die Vorsitzenden der Bischofskonferenz in über 2.500 Gemeinden bereits einen Hirtenbrief verlesen, der auf die Bedeutung der Ehe als Verbindung von Mann und Frau hinwies. Man habe gegenüber Eheleuten die Verpflichtung, die Gesellschaft vor dem "radikalen Schritt" zu bewahren, der die Definition der Ehe verändere, ließen die Pfarrer die Gläubigen wissen.

Die katholische Kirche ruft ihre Anhänger auch in anderen Ländern auf, sich gegen Homo-Rechte zu wehren: So appelliert etwa ein amerikanischer Erzbischof im US-Bundesstaat Washington an seine Anhänger, sich für ein Referendum zur Abschaffung der Ehe-Gleichstellung einzusetzen. Allerdings spricht sich in den USA eine Mehrheit der Katholiken für die Gleichbehandlung aus und mehrere Pfarrer verweigern sich inzwischen der homofeindlichen Haltung ihrer Kirche (queer.de berichtete). (dk)

-w-

#1 LeserAnonym
  • 26.04.2012, 13:34h

  • Schüler benutzen um gegen Rechte einer Minderheit zu kämpfen... Dieses Menschen haben keine Hobbys als sich nur mit sowas zu beschäftigen... Krank ist sowas
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#2 SarkastAnonym
  • 26.04.2012, 13:39h
  • Bin mal gespannt wann der erste wieder mit dem "Missbrauchs-Totschlag-Argument" kommt um die
    Kirche zu kritisieren... Ring Frei...
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#3 GeorgB
  • 26.04.2012, 14:52h
  • Antwort auf #2 von Sarkast
  • Bin mal gespannt, wann der erste Gottesanbeter wieder mit einem Kirchenkritik-Verhinderungs-Modul kommt, um den widerlichen Laden bloß nicht noch mehr bloßstellen zu lassen...

    Oooops, da war er ja schon
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