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  • 29. April 2012 12 2 Min.

Einer der Protestler gegen das "Side by Side"-Filmfestival

Der Schauspieler Lukas Steltner berichtet von den Umständen, unter denen das Event in der russischen Hauptstadt ablief.

Von Carsten Weidemann

In Russland ein schwul-lesbisches Filmfestival zu besuchen, das ist nicht so wie beim "Verzaubert"-Filmfestival: Tickets und Popcorn kaufen, reinsetzen und genießen. In Moskau ist der Gang in einen schwul-lesbischen Film ein politisches Statement und eine riskante Angelegenheit zugleich.

Denn russisch-orthodoxe Christen und Rechtsextreme haben sich nicht nur CSDs zum Feinbild ausgesucht, sondern demonstrierten am Donnerstag vor dem Eingang des Kinos "Fitil". Die Polizei schützte letztlich die Teilnehmer.

Von dieser "befremdlichen" Atmosphäre hat der Berliner Schauspieler Lukas Steltner der Nachrichtenagentur dpa berichtet. Er war als Gast eingeladen, um den Spielfilm "Stadt Land Fluss" vorzustellen. Ein Liebesfilm über einen Stadtmenschen, der als Praktikant auf einem Bauernhof landet und sich in einen Bauernburschen verliebt.


Lukas Steltner (links) fand die Situation in Moskau "befremdlich" (Bild: Salzgeber Medien)

Der heterosexuelle Darsteller zeigte sich solidarisch gegenüber den Veranstaltern, kritisierte vor allem dass in mehreren russischen Städten erlassene Verbot von "Homopropaganda" gegenüber Jugendlichen. "Man darf nicht einfach die Augen zumachen, wenn es solche Ungerechtigkeiten gibt", sagte Steltner der Agentur.

Das "Side by Side"-Festival findet seit dem 26. April bis diesen Sonntag in Moskau statt und wird von mehreren europäischen Botschaften sowie dem Goethe-Institut gesponsert; es läuft bereits seit mehreren Jahren erfolgreich in St. Petersburg.

Zum nächsten Aufeinandertreffen von Schwulen und Lesben, Polizisten sowie religiösen Fundamentalisten und Rechtsradikalen wird es am 27. Mai beim diesjährigen Moskauer CSD kommen.

Youtube | Das Brandenburger Landleben ist eine Idylle gegenüber den russischen Problemen

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#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 29.04.2012, 14:28h
  • "Man darf nicht einfach die Augen zumachen, wenn es solche Ungerechtigkeiten gibt", sagte Steltner der Agentur.

    Uneingeschränkte Zustimmung! Leider handeln die Politiker gar nicht nach dieser Devise!
  • Direktlink »
#3 SebiAnonym
  • 29.04.2012, 16:31h
  • Eigentlich ist es Aufgabe eines Außenministers in solchen Fällen aktiv zu werden. Wenn er schon keine Maßnahmen wie wirtschaftliche und politische Sanktionen ergreift, so sollte er dennoch deutliche Worte finden.

    Aber unser FDP-Spaßkanzler Guido Westerwelle ist wohl mehr darauf bedacht, seine Kontakte ins Ausland zu nutzen, damit sein Freund gute Geschäfte machen kann, statt seine Aufgabe zu erfüllen.

    Und das findet die ganze FDP (inkl. Michael Kauch) auch gut so.

    Und dann wagen die es noch, sich als Partei hinzustellen, die sich angeblich für Homorechte einsetzt.

    Diese Versuche der Wählerverarsche sind das Perverseste an dieser Partei.
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