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Evangelische Kirche
Jepsen: Homo-Pfarrer gute Vorbilder für Jugendliche
- 29. April 2012 1 Min.

Maria Jepsen, ehemalige ev. Blschöfin von Hamburg, hier bei einer anderen Veranstaltung (Bild: Presse Nordelbien / flickr / by 2.0)
Bei einer Diskussion in Ludwigsburg plädierte die ehemalige evangelische Hamburger Bischöfin für mehr Akzeptanz.
Von Carsten Weidemann
Die ehemalige Bundesministerin Herta Däubler-Gmelin als Moderatorin sowie Maria Jepsen, ehemalige Bischöfin von Hamburg, und LSVD-Vorstand Manfred Bruns als Gäste: Es war eine illustre Runde, die am vergangenen Freitag zum Thema Diskriminierung von Homosexuellen auf Einladung der evangelischen Hochschule in Ludwigsburg zusammenkam. Die Vertreter der Amtskirche - sowohl der evangelischen wie der katholischen - sagten kurzfristig ab. Wegen "bedauerlicher Irritationen", wie die Ludwigsburger Kreiszeitung berichtet.
So blieb man unter sich, erfuhr aber durchaus Neues. Jepsen erzählte, sie habe in der Vergangenheit Morddrohungen erhalten. Auch der ehemalige Bundesanwalt Bruns, der zunächst mit einer Frau verheiratet war, kennt Anfeindungen zur Genüge. Die Diskriminierung per E-Mail käme in unterschiedlicher Härte, aber besonders schlimm seien Katholiken und Evangelikale.
Während Bruns die vollständige Gleichstellung bei Ehe und Adoption forderte, will Jepsen von ihrer Kirche Aktionspläne gegen Homophobie umgesetzt sehen. Die Sichtbarkeit Homosexueller in kirchlichen Strukturen will sie Alltag werden lassen: "Homosexuelle Pastoren können sehr gute Vorbilder für Jugendliche sein", meinte sie. Nämlich dann, wenn sie ihr Leben verantwortlich führen. In vielen Gemeinden gebe es schwule Pastoren, ohne dass dies jemanden störe.
Links zum Thema:
» Der komplette Bericht der Ludwigsburger Kreiszeitung















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