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- 14. September 2004 1 Min.
London Die jamaikanische Polizei hat der britischen Homo-Organisation Outrage zufolge Berichte bestätigt, wonach sie den Reggea-Sänger Buju Banton per Haftbefehl suche. Banton bzw. Mark Myrie wird dringend verdächtigt, an einer Gewalttat gegen zwei schwule Männer aus Kingston beteiligt gewesen zu sein. Outrage versucht derzeit, Konzerte des homophoben Sängers in England zu verhindern. Laut der britischen Organisation war Banton bereits wegen des Besitzes und Anbaus von Marihuana in Jamaika verurteilt worden, was nach Einschätzung von Outrage eine Einreise verhindern könnte. Der Haftbefehl sei von Supt Thompson von der jamaikanischen Polizei einer BBC-Journalisten und einem Redakteur der "Hamburger Morgenpost" unabhängig voneinander bestätigt worden, auch eines der Opfer des Überfalls habe Outrage diese Information bestätigt, so Sprecher Peter Tatchell in einer Mitteilung vom Montag. Auch habe Banton das Lied "Boom boom bye", in dem er zum Mord an Schwulen aufruft, nach Outrage-Informationen zuletzt am 8. August 2004 beim Smirnoff-Festival in Negril auf Jamaika bei einem Konzert gesungen. Banton hatte in letzter Zeit angesichts von Konzertabsagen unter anderem in Deutschland wiederholt behauptet, er habe das Lied seit Jahren nicht mehr gesungen. (nb)
Links zum Thema:
» Outrage-Statement bei UK Gay News














