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- 03. Mai 2012 2 Min.
Wenn das nicht mal Ärger mit dem Gesetz gibt: Die Kopenhagener Gay-Bar "Never mind" geht gegen heterosexuelle Gäste vor, wenn zuviele von ihnen Einlass begehren. Oder wenn diese sich küssen wollen.

Entsprechende Clubregeln wurden durch eine eMail bekannt, die der Besitzer der Bar an das Portal "Homotropolis" schickte. Vorausgegangen war ein Vorfall, in der ein Mitarbeiter einem heterosexuellem Paar das Küssen verbat. Nach einer anschließenden Diskussion des Mitarbeiters mit dem Paar und dessen teils schwulen Freunden, darunter ein aufgebrachter Homo-Aktivist, wurde die ganze Gruppe aus dem "Never mind" geworfen.
Dessen Manager schrieb nun, Heteros dürften in seinem Laden Händchen halten - aber sich weder küssen noch eine Stripperstange benutzen. Es sei auch ok, als Schwuler heterosexuelle Freunde mitzubringen, so Christian Carlsen. "Aber wenn du mit 3, 4 oder 5 Freunden kommst, passt Du nicht länger in eine Gay Bar". Hintergrund sei, dass gerade am späteren Abend Heterosexuelle auftauchten und etwa mit Anmachen nicht zurecht kämen - dabei sei eine Gay Bar dafür da, dass man jemand ansprechen könne, ohne sich Gedanken zu machen, ob der Ansprechtpartner wirklich schwul ist. Auch sei die Szene mittlerweile von Heteros überrannt.
Der Aktivist Jobbe Joller, der sich über die Behandlung seiner Freunde aufregte, sieht auch das Problem: In der Cosy Bar stünden am Wochenende oft Schwule und Lesben vor der Tür Schlange, während drinnen hauptsächlich Heterosexuelle tanzten. Aber die Diskriminierung einzelner und oft wohlwollender und unproblematischer Gäste könne keine Lösung sein. So sieht es auch der von "Homotropolis" befragte Boss des "Club Kristopher": Wer die anderen Gäste respektiere und mitfeiere, sei willkommen, egal ob schwul oder hetero. Man solle aber nicht in einer Ecke sitzen und die "Show betrachten", auch sollte man als Hetero locker mit einem schwulen Flirtversuch umgehen können. (nb)
Soweit die Kurzfassung. Man kann es auch lang fassen.













