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- 04. Mai 2012 2 Min.

Fragt man den Kalifornier Henry Wolf, ist das überhaupt keine lustige Geschichte. Befragt man die schwule Community, könnte dies womöglich die perfekte Zielgruppenansprache in der Werbung sein. Es geht um ein Motorrad, einen besonders bequemen Sitz und einen Dauerständer (beim Fahrer).
Wolf klagte dem Fernsehsender CBS sein Leid, dass mit dem Kauf eines Motorrads von BMW und einem besonderen Sitz beim Hersteller Corbin-Pacific seinen Lauf genommen haben soll. Der Sattel-Spezialist verschafft dem PS-starken Motorrad aus bayerischer Produktion einen erhöhten Komfort. Wolf bestieg das so ausgestattete Bike und spielte vier Stunden lang den Easy Rider. Dann – so sagt er – begann die Erektion, die er seitdem nicht mehr loswird. 20 Monate plagt ihn bereits der Dauerständer, was natürlich jeden noch so potenten Mann auf die Palme bringt.
Jetzt will der Biker Schmerzensgeld und verklagte laut CBS den US-Ableger der Bayerischen Motorenwerke-Firma und den Sitz-Hersteller. In der Nachrichtensendung kam auch ein Mediziner zu Wort, der das grundsätzliche Problem einer Blutunterversorgung im Beckenboden bei Fahrad- und Motorrad-Satteln bestätigte, aber nicht sagen konnte, ob Wolfs Problem tatsächlich von dessen Trip herrührt. Jeder, der zum Beispiel eine längere Fahrradtour auf einem harten Sattel hinter sich hat, kennt die vorübergehende Taubheit zwischen den Beinen und den Muskelkater am nächsten Tag.
Die Richter müssen nun prüfen lassen, ob es eventuelle medizinische Argumente gibt, die Wolfs These unterstützen, um dann zu entscheiden, ob sie die Klage des Mannes zulassen. Er fordert nun Ersatz für Verdienstausfälle, Arztrechnungen, emotionales Leid und "allgemeinen Schaden". BMW wollte gegenüber dem Online-Portal der "Süddeutschen Zeitung" keine Stellungnahme abgeben. (cw)
Sujetfoto: djimison / flickr / cc by-sa 2.0















de.wikipedia.org/wiki/Dauererektion
Die Klage wird keinen Erfolg haben!