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Kommentare zu:
Schwulenzentrum: Homo-Diskriminierung ist Vergangenheit


#1 SveniAnonym
  • 11.05.2012, 15:36h
  • Aha, selbstverständliche und gedankenlose Übergriffe auf Homosexuelle sind also keine Homophobie?
    Ja was denn dann? Ein Lottogewinn???

    Ich kenne das KCM und fand es auch ganz nett. Wahrscheinlich hat sich da irgendein dummdödel einfach verquatscht, weil er gegen die Grünen ist.
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#2 PrekariatAnonym
  • 11.05.2012, 15:46h
  • „Brüder und Schwestern, warm oder nicht, Kapitalismus bekämpfen ist unsere Pflicht“.
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#3 FX23Anonym
  • 11.05.2012, 15:49h
  • Ach Gottchen: Das KCM! Gibts das noch?

    Im erzkonservativen Münster werden schonmal gerne die Wahrheiten unter den Tisch gekehrt. Wenn man dort beim "schwulen Stammtisch" scherzeshalber jemanden nach dem letzten Sex befragt, wird man gleich wie ein Ketzer in der katholischen Kirche behandelt. Genauso zugekniffen ist die gesamte Szene in Münster. Selbst der CSD (das sog. "Stand-Fest") in Münster ist so spektakulär wie ne drei Wochen offene Flasche Selters.

    Da wundert mich die dumme Aussage des KCM-Vorstandes gar nicht. Das die sich jetzt auch noch für den konservativen Wahlkampf instrumentalisieren lassen ist echt beschämend. Im Münsterland bekommt die CDU regelmässig Wahlergebnisse mit bis zu 92% der Stimmen. Das hat sonst nur Herr Honecker mit seiner SED geschafft...

    Achja: die zahlreichen Mitgliederzahlen erzeugen die nur dadurch, dass man bei Partys im KCM keine Eintrittskarte kauft, sondern eine einmonatige Vereinsmitgliedschaft... Somit hat man eigentlich keine Vereinsmitglieder sondern nur Partygäste...
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#4 Fiete_Jansen
  • 11.05.2012, 16:09h
  • Gegen die olivGrünen zu sein ist legitim. Dass sie den queeren Bereich gern für sich vereinnamen ist lange bekannt.

    Was aber die Demo von 1972 mit dieser Partei zu tun hat???
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#5 le_waldsterbenProfil
  • 11.05.2012, 16:36hBerlin
  • Münster ist eine Akademikerstadt und gilt als Geheimtipp in NRW. Die Stadt wurde vor einigen Jahren in einem weltweiten Ranking als die lebenswerteste Stadt der Welt bezeichnet.
    In Münster ist man viel zu fein, um irgendwelche Leute zu diskriminieren, auch keine Schwulen.
    Die Prolls und HartzIV-Leute wurden an den Stadtrand gedrängt, weil sie sich die teure Innenstadt nicht leisten können. Die dortige CDU ist im Kern liberaler als die SPD im Ruhrgebiet. Schwule gehören ganz normal zur dortigen Gesellschaft, allerdings sieht man dort mehr oder weniger nur bürgerliche Schwule, also ohne Nasenring und Chaps. Am Wochenende kommen zahlreiche Schwule aus dem Ruhrgebiet, aus den Niederlanden und aus Ostwestfalen nach Münster, um dort einen der vielen netten, blonden Studenten kennenzulernen, die es in dieser Vielfalt in anderen Städten gleicher Größenordnung nicht gibt.
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#6 userer
  • 11.05.2012, 16:38h
  • Da kann man mal sehen, wie die katholische Kirche im Münsterland sogar den KCMlern das Gehirn gewaschen hat!
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#7 RemidemmiAnonym
#8 le_waldsterbenProfil
#9 RemidemmiAnonym
  • 11.05.2012, 17:08h
  • Antwort auf #8 von le_waldsterben
  • Wie wäre es einen Kompromiss finden und ihm z.B. erstmal für 5 Jahre ein Radfahrverbot zu erteilen und ihn nach den 5 Jahren psycholigisch begutachten lassen ob er wieder fahrtauglich ist oder noch weiter eine Gefahr im Strassenverkehr abgibt. Vielleicht macht er ja irgendwann eine Drogentherapie und bessert sich?

    An sich finde ich es auch richtig ihn zu bestrafen, aber das lebenslang ist schon etwas heftig.
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#10 goddamn liberalAnonym
  • 11.05.2012, 17:19h
  • Antwort auf #5 von le_waldsterben
  • "Die Prolls und HartzIV-Leute wurden an den Stadtrand gedrängt, weil sie sich die teure Innenstadt nicht leisten können. Die dortige CDU ist im Kern liberaler als die SPD im Ruhrgebiet."

    Erstaunlich, dass man gleichzeitig sozialdarwinistisch und schönfärberisch sein kann!

    Hut ab!

    Und ansonsten: Münster ist putzig herausgeputzt, todlangweilig und tiefklerikal. Ich kenne die Stadt seit meiner Kindheit...

    Fein ist nicht piefig!
    Bürgerlich ist nicht betriebsblind!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #5 springen »
#11 mer malAnonym
#12 was wäre wennAnonym
  • 11.05.2012, 17:37h
  • Antwort auf #2 von Prekariat
  • "...Sie antworteten auf die Unterdrückung und Diskriminierung mit einer fundamentalen Gesellschaftskritik. Sie revoltierten mit einer Verbalattacke gegen den Staat, dessen kapitalistische Formationen bezwungen werden sollten, weil sie verantwortlich für Unterdrückung und Unfreiheit seien. Jenes Plakat, das Martin Dannecker 1972 auf einer Schwulen-Demo durchs katholische Universitätsstädtchen Münster trug - "Brüder und Schwestern, warm oder nicht, Kapitalismus bekämpfen ist unsere Pflicht" - veranschaulicht diese Kampfansage..."

    1972

    de.wikipedia.org/wiki/Volker_Beck

    "Nach dem Abitur 1980 in Sindelfingen und folgendem Zivildienst studierte Beck Kunstgeschichte, Geschichte und Germanistik an der Universität Stuttgart, allerdings ohne einen Abschluss zu erlangen."

    Wäre heute Prekariat? Wäre heute bei den Präkariat-Catchern? (Piraten)
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#13 felix-cgnAnonym
  • 11.05.2012, 17:49h
  • Jetzt seid doch nicht so gemein zu Volker Wittig.

    Denn egal, wie es am Sonntag bei der NRW-Wahl ausgeht:
    er ist für das KCM sowieso nicht mehr zu tragen und muss als Chef gehen.

    Schade, wie viele Leute sich im Wahlkampf vor einen Karren (einer konservativen Presse) spannen lassen. Auch wenn ich Volker Wittig nicht kenne: wenn ich davon ausgehe, dass er schon länger KCM-Chef ist, dann ist er selbst schuld.

    Wer einen (vermeintlich erreichten) rechtlichen Status mit der gesellschaftlichen ("Nicht"-Diskriminierungs-) Situation gleichsetzt, diskreditiert sich für das Beratungszentrum.
  • Antworten » | Direktlink »
#14 le_waldsterbenProfil
  • 11.05.2012, 17:56hBerlin
  • Antwort auf #13 von felix-cgn
  • Warum diskreditiert sich jemand, der feststellt, dass es so gut wie keine Diskriminierung gegenüber Schwulen mehr gibt?
    Vielleicht weil er damit die gutbezahlten Posten und Pöstchen von Berufsschwulen ohne sonstige Berufsausbildung a la Volker Beck gefährdet?
    Damit diese Leute ihren Quasi-Beamtenstatus behalten können, muss das Thema Diskriminierung ständig am Köcheln gehalten werden.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #13 springen »
#15 finkAnonym
#16 felix-cgnAnonym
#17 goddamn liberalAnonym
#18 felix-cgnAnonym
  • 11.05.2012, 19:23h
  • Antwort auf #17 von goddamn liberal
  • genau! Schöne heile Welt, die wir alle wollen! ;-)

    So wie "le Waldsterben" in Kommentar Nr.5 schon schreibt:

    "Die dortige CDU [in Münster] ist im Kern liberaler als die SPD im Ruhrgebiet. Schwule gehören ganz normal zur dortigen Gesellschaft, allerdings sieht man dort mehr oder weniger nur bürgerliche Schwule, also ohne Nasenring und Chaps."
  • Antworten » | Direktlink » | zu #17 springen »
#19 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 11.05.2012, 19:51h
  • Da hat wohl jemand die Grünen und Volker Beck so ein bißchen entzaubert! Der Schuß geht aber nach hinten los. Münster ist Universitätsstadt und dort wird schon seit Jahren mehrheitlich grün gewählt!
  • Antworten » | Direktlink »
#20 FriedaAnonym
  • 11.05.2012, 20:55h
  • Die hier eingestreuten Klischees bezüglich Münster von wegen erzkatholisch, langweilig, provinziell, etc. könnt ihr komplett in die Tonne kloppen!!!
    Im Vergleich stehen (Metropolen) wie z.B. Duisburg, Bochum, Essen, Dortmund oder gar Gelsenkirchen nicht wirklich besser da, ganz im Gegenteil...
    Diese Klischees stimmen schon seit Jahren nicht mehr. MS hat z.B. seit Jahrzehnten zweistellige Wahlergebnisse für die Grünen.
    Münster ist für viele Schwule und Lesben ein Ziel, dass im Regionalen Umfeld die Flucht aus der dörflichen Idylle ermöglicht!

    Zum Thema:
    >>>>>"Münster ist offenbar eine glückliche Stadt, wo Schwule und Lesben mit gleichen Rechten heiraten, gemeinsam Kinder adoptieren können und auch niemand angefeindet oder verprügelt wird, weil er oder sie homosexuell ist. Ich gratuliere dem KCM zu so erfolgreicher Arbeit!", erklärte Beck gegenüber queer.de
  • Antworten » | Direktlink »
#21 autschAnonym
  • 11.05.2012, 20:56h
  • Antwort auf #7 von Remidemmi
  • "zumindest die Strafen sind drakonisch"

    Mal abgesehen von der wohl kaum vorhandenen Überprüfbarkeit des Verbots:

    Drakonisch? Findest du das auch noch, wenn du von einem Besoffenen (mit egal welchem Fahrzeug) auf dem Bürgersteig umgenietet wirst?



    Was Herrn Beck angeht: Manche Leute merken halt nicht, dass die Welt noch aus anderen Dingen besteht als schwul zu sein. Herr Beck kann dank dieser Leute gut leben. Ich sehe da übrigens eine ganz deutliche Klientelpolitik...
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#22 herve64Ehemaliges Profil
  • 11.05.2012, 21:04h
  • "Auf seiner Website erklärt das KCM, dass es "auch in Münster fast täglich Beispiele für die Diskriminierung Homosexueller [gebe], selten vorsätzlich oder böswillig, sehr oft jedoch gedankenlos oder selbstverständlich.":

    Als Diskriminierungsopfer ist mir die Intention, die dazu führte herzlich egal. Fakt ist, ich wurde davon getroffen, und da interessiert es mich nicht die Bohne, ob dies gedankenlos oder gar selbstverständlich (! - Also, genau dieses Attribut sollte man sich mal auf der Zunge zergehen lassen!) oder vorsätzlich oder böswillig erfolgt ist.

    Den Todesopfer ist es auch egal, ob es fahrlässig getötet oder vorsätzlich ermordet wurde: das Resultat ist das selbe.

    Im Übrigen bezweifle ich, dass die Verhältnisse für Schwule in Münster soooooo friedfertig und soooo toll sind wie behauptet wird.
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#23 alexander
  • 11.05.2012, 21:29h
  • Antwort auf #5 von le_waldsterben
  • [Am Wochenende kommen zahlreiche Schwule aus dem Ruhrgebiet, aus den Niederlanden und aus Ostwestfalen nach Münster, um dort einen der vielen netten, blonden Studenten kennenzulernen, die es in dieser Vielfalt in anderen Städten gleicher Größenordnung nicht gibt.] ????????????????????????????
    kreischhhhhhhhhh !!!!!!!!
    gibt es da noch die NAPOLA ???
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#24 Bauer EwaldAnonym
  • 11.05.2012, 22:07h
  • Dann soll der Volker Wittig mal erzählen, warum sein Zentrum als anerkannte Beratungsstelle noch Staatsknete für immerhin eine halbe Stelle in Anspruch nimmt? Wenn das alles so toll ist, dann braucht es die Landesförderung ja nicht mehr. Andere Einrichtungen könnten die Kohle für ihre Antidiskriminierungsarbeit oder für die Aufklärung an Schulen gut gebrauchen.
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#25 le_waldsterbenProfil
  • 12.05.2012, 09:17hBerlin
  • Antwort auf #24 von Bauer Ewald
  • Ich habe es in meinem ganzen Leben noch NIE erlebt, dass jemand gesagt hat: "Wir haben unser Ziel erreicht. Unsere Arbeit ist getan. Unsere Organisation kann sich auflösen. Wir brauchen keine staatlichen Zuschüsse mehr!"
    Im Gegenteil: Es werden in fast allen Fällen neue Gründe gesucht, warum die staatlichen Zuschüsse weiter fließen müssen.
    Wenn Volker Wittig jetzt zum ersten Mal als Vertreter des KCMs zugibt, dass es in Münster keine Diskrimierung mehr gibt und deswegen auf die halbe Stelle verzichtet werden kann, so kann man vor dieser Aussage nur Respekt haben!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #24 springen »
#26 finkAnonym
  • 12.05.2012, 10:04h
  • Antwort auf #25 von le_waldsterben
  • "Wenn Volker Wittig jetzt zum ersten Mal als Vertreter des KCMs zugibt, dass es in Münster keine Diskrimierung mehr gibt und deswegen auf die halbe Stelle verzichtet werden kann, so kann man vor dieser Aussage nur Respekt haben!"

    nein, man kann auch weiterhin sagen: das ist natürlich quatsch.

    ein auch nur flüchtiger blick auf die aktuelle rechtslage in deutschland, viele politische diskussionen, die nach wie vor akute verbale, psychische und physische gewalt gegen schwule, lesben und transgender, die immer noch erhöhte selbstmordrate unter jungen schwulen und lesben und alle statistiken beweisen es.

    jeder hat das recht, mit seiner privaten scheuklappe durch die welt zu torkeln. aber blindheit mit wahrheitsfindung zu verwechseln, das hat schon was tragisches.
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#27 saltgay
  • 12.05.2012, 10:20h
  • In welcher Welt lebt der KCM eigentlich? Natürlich habe ich in NRW in Bonn im Schwulen- und Lesbenzentrum keine Diskriminierung Homosexueller erlebt. Darum gibt es so etwas in NRW nicht. Sehr logisch, besonders apart der weitflächige Wahrnehmungshorizont. Nur, sobald man den Laden verließ, traf man auf Nazis, die zu gern auch in das Zentrum wollten, allerdings nur um ein wenig dort aufzuräumen. Das war bei der Unordnung gewiss keine schlechte Idee.

    Der KCM - Vorsitzende sollte vielleicht einfach mal das Kneipenviertel in MS verlassen und mit einem Überlandbus in die idyllischen Käfter des Regierungsbezirks reisen. Da merkt er, was die Steigerung des Adjektivs "schwarz" bedeutet. Aber ich wette, dort gibt er dann die Zwangshete vom heimatlichen Schützenverein ab. Prost, Zivilcourage!
  • Antworten » | Direktlink »
#28 godddamn liberalAnonym
  • 12.05.2012, 10:27h
  • Antwort auf #21 von autsch
  • "Ich sehe da übrigens eine ganz deutliche Klientelpolitik..."

    Wow! Ich gratuliere zu diesem Scharfblick!

    Abgesehen davon, dass die (manchmal auch nicht unproblematische) Klientelpolitik des Herrn Beck bis nach Tibet reicht. Da geht es dann NICHT um Schwule.

    Wer sich wie Volker Beck für seine Klientel blutige Nasen holt, bekommt auf diese Weise bestätigt, dass eine Menschen- und Bürgerrechtspolitik für diese Klientel (also unsereinen) bitter nötig ist. Global und hierzulande.

    Wer dagegen Diskriminierung verdängt, weil er ansonsten die Feindlichkeit, der er permanent ausgesetzt ist, nicht verarbeiten kann, unterstützt sie. Er ist sich eben selbst ein Feind.
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#29 PetterAnonym
  • 12.05.2012, 10:49h
  • Dass ein angebliches Schwulenzentrum jetzt Diskriminierungen leugnet wundert mich schon sehr. Das kennt man sonst nur von Union und FDP. Wahrscheinlich stecken da auch parteipolitische Interessen dahinter.

    Die alltäglichen Diskriminierungen sind aber nun mal leider Fakt. Nur mal ein Beispiel: vor wenigen Tagen stand hier auf queer.de der Fall eines Lehrers, der trotz bester Eignung nicht Direktor einer Schule werden durfte, weil er schwul ist.

    Oder es sei auch an die lesbische Putzfrau erinnert, die an einem katholischen Kindergarten fristlos entlassen wurde.

    Etc. etc. etc.

    Von der rechtlichen Lage mal ganz zu schweigen: Diskriminierung schon im Grundgesetz, keine Ehe für Schwule und Lesben, etc. etc.

    Jeder, der behauptet, es gäbe keine Diskriminierung mehr, ist entweder sehr dumm oder parteipolitisch geprägt. Und das gilt auch, wenn diese Äußerungen von einem Schwulenzentrum kommen. (Darauf kommen 1000 andere Schwulenzentren, die es anders sehen.)
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#30 Bauer EwaldAnonym
  • 12.05.2012, 11:16h
  • Antwort auf #25 von le_waldsterben
  • le_waldsterben, genau das tut er ja nicht! er sagt nur, dass es in münster keine diskriminierung mehr gibt. deshalb hatte ich kritisch hinterfragt, ob dann eine landesförderung für das zentrum noch notwendig ist.
    wenn es keine diskriminierung mehr gibt, wäre für mich die logische konsequenz, dass auch die landesförderung eingestellt werden kann.

    aber natürlich kriegt das KCM auch künftig steuergelder für die förderung einer halben stelle. darauf wird eben NICHT verzichtet!

    und das ist für mich ein großer widerspruch: ich kann einerseits nicht erklären, dass jetzt in meiner stadt alles ganz toll ist für schwule und für lesben, andererseits ziehe ich mir staatskohle rein für mein zentrum, damit ich antidiskriminierungs-, beratungs- und emanzipatorische arbeit machen kann.
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#32 Knueppel
  • 12.05.2012, 16:56h
  • „(…) KCM-Chef Volker Wittig (…) sagte weiter, nur noch die Grünen würden behaupteten, dass Schwule und Lesben in Nordrhein-Westfalen noch immer diskriminiert werden würden …“

    Herr Wittig,
    mal ganz ehrlich, haben Sie noch alle Zapfen an der Tanne?

    Von Jugendlichen, die während des Coming Out derart angefeindet werden, dass sie keinen anderen Ausweg mehr sehen, als sich umzubringen, über Karriere-Bremse Homosexualität, bis zu vorenthaltenen Gleichbehandlungen im Ehe-, Steuer-, Adoptionsrecht, ist Diskriminierung auch in der Bischofsstadt Münster noch immer Realität und allgegenwärtig.

    Wenn Sie Ihre vorgeführte Ignoranz ein wenig abbauen möchten, ich stehe Ihnen gern zu einem informativen Gespräch zur Verfügung (Kontaktaufnahme gern über Kommentar).

    Früher hätte ich gesagt: "Den Kerl sollte man aus der 'Innung' schmeißen, weil er uns bewusst schadet ..." Heute bin ich etwas umgänglicher, weil ich - auch Leuten wie Ihnen - einen gewissen Lernprozess zutraue.

    Gruß
    Knueppel
  • Antworten » | Direktlink »
#33 le_waldsterbenProfil
  • 12.05.2012, 19:06hBerlin
  • Antwort auf #32 von Knueppel
  • Warum wird jetzt wieder eine Diskriminierung herbei geredet, die es in Münster gar nicht mehr gibt? Hier geht es um Münster und nicht um den Bayrischen Wald oder um das Sauerland. Weder gibt es in dieser niveauvollen Universitätsstadt Neonazis noch kämpferische Evangelikale noch dumpfe Prolls. Ein Zentrum, das gegen die Diskriminierung von Schwulen in Münster(!) kämpfen will, ist höchst überflüssig. Nicht umsonst ist deshalb auch das KCM zu einer unpolitischen Partystätte mutiert. Dafür aber braucht man keine von unseren Steuergeldern subventionierten Homo-Beamten.
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#34 goddamn liberalAnonym
  • 13.05.2012, 01:05h
  • Antwort auf #33 von le_waldsterben
  • "MÜNSTER Homophobie an Schulen ist ein Problem, auch in Münster. homosexuelle Jugendliche stehen unter enormem Druck, werden gemobbt und ausgegrenzt. Die Selbstmordrate unter lesbischen, schwulen, bisexuellen und transgender Jugendlichen ist bis zu sieben Mal höher als unter ihren heterosexuellen Altersgenossen." (Münstersche Zeitung 2011)

    www.astafh.de/2011/11/17/veranstaltung-was-ist-eigentlich-ho
    mophobie/


    www.westline.de/lokales/muenster/nachrichten/ln/Neues-Netzwe
    rk-gegen-Homophobie-gegruendet;art1191,510832


    "Gerade in NRW sind die „Christdemokraten für das Leben“ aktiv. In Münster befindet sich ihre Bundesgeschäftsstelle, Ehrenvorsitzende ist Johanna Gräfin von Westphalen, die 18 Jahre lang Mitglied im CDU-Landesvorstand Nordrhein-Westfalen war und erst kürzlich erklärte, dass die Behauptung, Kondome seien sinnvoll im Kampf gegen AIDS, unwahr und reine „Propaganda der Homosexuellen-Lobby“ sei. ."

    de.wikipedia.org/wiki/Johanna_Gr%C3%A4fin_von_Westphalen

    Ist Johanna Gräfin von Westphalen nun

    1. ein Proll

    2. eine Hartz IV-Bezieherin

    3. Neonazi

    4. eine Evangelikale?

    "Sie hat bei dem LSVD für Aufsehen geregt, da sie die Benutzung von Kondomen als "Homo-Propaganda" bezeichnete.[2] Sie unterschrieb auch die Marburger Erklärung „Für Freiheit und Selbstbestimmung – gegen totalitäre Bestrebungen der Lesben- und Schwulenverbände“, die die „Veränderung einer homosexuellen Neigung“ als möglich darstellt und „Menschen, die unter ihrer sexuellen Orientierung leiden und therapeutische Hilfe suchen“, eine Therapie anzubieten sei."
    (wiki)
  • Antworten » | Direktlink » | zu #33 springen »
#35 goddamn liberalAnonym
  • 13.05.2012, 01:21h
  • Antwort auf #31 von -hw-
  • Ja, das war mal gut von Leyendecker u. Co.

    Wichtig, dass es bei 'BILD' nicht um eine reine 'Niveau'-Diskussion gehen sollte.

    Boulevard ist auch Queer.de und man kann einem Schlager nicht vorwerfen, dass er keine Symphonie ist.

    Wichtiger ist, der Frage nachzugehen, wer die deutschen Medien heute so 'gut orchestriert' (Moshe Zuckermann). Und in diesem Gleichklang-Orchester spielen auch vermeintliche (Fleischhauer, di Lorenzo) und tatsächliche (Tilman Krause) Edelfedern mit...

    Wer traut sich dran?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #31 springen »
#36 sorbet_lemonAnonym
  • 13.05.2012, 12:08h
  • Na, dann hat es das KCM doch noch mal geschafft, für Aufsehen zu sorgen. Ich finde das vor allem aus dem Gesichtspunkt interessant, da sich das Schwulenzentrum - wohl nicht nur gefühlt - mittlerweile selbst überlebt hat. Das Angebot ist auf ein Minimum geschrumpft. Immerhin hat man inzwischen die Karteileichen (z.B. Brunch, Filmabend, Sonntagscafé etc.) von der Internetseite entfernt - Veranstaltungen, die es schon seit Jahren nicht mehr gibt. Auch im schwul-lesbischen Partyleben in Münster spielt das KCM nur noch eine unbedeutende Rolle. Das ist alles kein Verbrechen, gerade wenn man bedenkt, dass sich die Zeiten und somit auch die Ansprüche der "Kunden" geändert haben. Wenn man aber sieht, dass sich durch persönliches Engagement doch noch so einiges bewegen lässt (gutes Beispiel ist das WuF-Zentrum im halb so großen Würzburg), habe ich schon das Gefühl, dass im KCM die Resignation und Stagnation regiert.

    Vielleicht ist das auch die Grundlage, auf der die Meinung von Herr Wittig entstanden ist? Verstehen kann ich diese nicht so wirklich. Wenn man das ganze pragmatisch betrachtet, sind wir sicherlich deutlich weiter als zum Beispiel in Russland oder in Afrika. Aber zu behaupten, dass es gar keine Diskirminierung mehr gäbe, ist schon sehr mutig. Genauso wie sich beispielsweise Rechtsradikalismus wohl nie völlig eliminieren lässt, wird es auch bedauerlicherweise immer Menschen geben, die mit dem Thema Homosexualität ihr Problem haben. Und muss wirklich erst ein Schwuler oder eine Lesbe aufgrund ihrer Sexualität in Münster zusammengeschlagen werden, damit es eine Berechtigung gibt, von Diskriminierung zu sprechen?

    Übrigens, die meisten Meinungen zu Münster hier treffen nicht zu. Es ist sicherlich nicht das deutsche San Francisco, aber jetzt auch nicht die Hochburg des Erzkonservatismus
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#37 le_waldsterbenProfil
#38 goddamn liberalAnonym
#39 le_waldsterbenProfil
  • 13.05.2012, 13:44hBerlin
  • Fürst zu Castell-Castell ist nicht klerikal, sondern evangelikal! Das ist ein Unterschied.
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#40 Ralf WalterAnonym
  • 15.05.2012, 13:38h
  • Ich bin nun fast 25 Jahre Mitglied im KCM, und muß mich schon ein wenig über den Beitrag von Volker wundern, denn wir haben noch lange nicht alles erreicht.

    Schauen wir in die Kirchen, da gibt es immer noch Diskriminierung von Mitarbeitern. Dann hat es sicher immer noch jeder Jugendliche schwer sein ComingOut zu finden und zu gehen.

    Es ist sicherlich wahr, die Zeiten haben sich geändert, die Diskriminierung ist nicht mehr so stark wie früher, aber unser Ziel haben wir nicht erreicht.

    Es ist fast sogar so, dass wir Schwule uns nun untereinander diskriminieren, denn da heißt es leicht, "So ein ... wie Du möchte ich nicht sein, hau blos ab damit ich Dich nicht sehen muß... oder wie ist es mir passiert: Im KCM bin ich nur mit Niveau gern gesehen, wenn ich mal nur einfach ich bin dann schaut man mich nur doof an und sagt, so wollen wir Dich hier nicht. Muß ich nun nach außen immer etwas wonach mir nicht immer zu Mute ist, kann ich nicht so sein wie gerade meine Stimmung ist? Nein, da wird man oft schon unter uns ausgerenzt, der Wert des Menschen richtet sich...wonach eigentlich?

    Das KCM war mal ein KommunikationsCentrumMünsterland, da wurde miteinander geredet und für ein Ziel gekämpft. Heute müssen wir unsere Aufgabe neu finden, vielleicht an damals zurückdenken und genau das wieder werden, ein Centrum, wo man sich unterhalten kann sich treffen kann. Partys können mittlerweile woanders besser organisiert werden, denn da ist die Erwartungshaltung der Gäste imens gestiegen, es muß eine perfekte Suondanlage und Lightshow sein! Früher reichte eine einfache Anlage ein paar gute CDs und etwas zu trinken, heute nicht mehr.

    Ein Beispiel noch dazu, der CSD-Verein in Münster, wird die CSD Party lieber in schicken Räumen stattfinden lassen wor es saftige Eintrits- und Getränkepreise gibt. Aber der Schwule von heute hat ja Geld genug. Was ist das (Kapitalismus?)?

    Das Internet hat uns leider nicht nur geholfen, denn nun sitzt jeder daheim am PC uns will seinen Traumboy per GayQYC nach Hause bestellen.

    Wir das KCM sollten uns darauf zurückbesinnen, die Grupierungen in Münster wieder zu vereinen, im Moment käpft jeder für sich, vielleicht um Ansehen und Finanzzuschüsse zu bekommen.

    In Münster ist es leichter als woanders sein Schwulsein zu leben, denn Münster war schon immer etwas liberaler, es gibt hier viele Studenten, die die konservative Bevölkerung durchmischt. In Münster sind viele Bürger besonnen, denn es wird nie öffentlich über den anderen geschimpft, nur hinter der Hand wird getuschelt, ob das Tolleranz ist?

    Das SCHWULSEIN, gehört nicht EINER Partei, da gebe ich Volker recht, SCHWULSEIN gehört den SCHWULEN, und wenn da dann einer in der Partei ist, dann ist das gut so. Denn den Hamburger OB oder den in Berlin, die gehören anderen Parteien an, und unser Außenminister einer weitern, es sind nicht nur die Grünen, die uns nach außen vertreten!

    Warum ziehen wir nicht alle an einem Strang und versuchen wieder zuenander zu finden? Warum bekriegen wir Schwule uns untereinander?

    Das KCM hat seine Bedeutung, gerade bei der Beratung im ComingOut Bereich. Das RosaTelefon ist nach wir vor im KCM angegliedert, und immer noch so wichtig wie früher! Die Jugendarbeit muß wieder stärker aufgegriffen werden. Das wir die Gruppen in Münster wieder zusammenführen ist wichtig, und dafür brauchen wir die halbe Stelle und ein wenig Unterstützung von der Stadt, denn wir sind irgendwo Sozialarbeiter, die viele Stunden ehrenamtlich arbeiten. Gemeinsam arbeiten ist übrigens eine schöne Sache! Das sollten wir alle wieder hier in Münster tun.

    Münster ist eine besondere Stadt da ist viele möglich, also lassu uns doch zusammen halten!
  • Antworten » | Direktlink »
#41 Ralf WalterAnonym
  • 15.05.2012, 13:55h
  • Hab da wohl ein paar Tippfelher, ich hoffe das was ich sagen wollte kommt trotzdem rüber
  • Antworten » | Direktlink »
#42 FriedhelmAnonym
  • 18.05.2012, 01:07h
  • Aha, da nun ja offenbar die totale Gleichberechtigung erreicht ist, sollte konsequenterweise auch die finanzielle Unterstützung derart überflüssig gewordener Vereine wie des KCMs seitens der Stadt Münster oder gar des Landes NRW schnellstens entfallen. Zumal NRW bald ähnlich pleite ist wie Griechenland ;-)
    Siehe diesen Spiegel-Online Artikel :

    www.spiegel.de/politik/deutschland/jan-fleischhauer-kolumne-
    unsere-griechen-a-833673.html


    Auf diesen Emanzipierungs-Erfolg einen Ouzo !!!

    Na ja, mal ehrlich, wenn sich endlich auch im gemäß meiner Erdkundekenntnisse zu NRW gehörenden Dortmund die schwulen Türken in der Nordstadt ohne Angst zu ihrem Schwulsein bekennen können, mögen solche Spacken Aussagen wie von Volker Wittig ihre Berechtigung haben. Diskriminierung alleinig auf die Situation in Recht und Gesetz zu beschränken, ist doch sehr arm im Geiste. Und das KCM trägt diesem Ziele wohl mit dieser Denke wohl kaum mehr Rechnung.

    Gruß aus Münster
  • Antworten » | Direktlink »
#43 WilmersWittweAnonym
#44 stromboliProfil
  • 25.05.2012, 05:56hberlin
  • Antwort auf #43 von WilmersWittwe
  • ja was denn.., enteignen ist auch schwerstarbeit!
    Das müssen witwen-renten bezieherinnen erst mal lernen.

    Zum thema:
    mir kommts so vor, als müssten sich die schwulen "sachverwalter " selbst bestätigen... Entweder in ihren euphorismus, des alles geschafft , alles im griff habens, der davon ablenken soll , dass es einen mindestens 10-15 jährigen emanzipationsstop gibt der die fundamentalen bedürfnisse nicht mehr erreicht.
    Es sei denn , eine proforma partnerschaft ist ziel aller anstrengungen.
    Hingegen auf die entwicklung einer orginär sich entwickelnde eigenschaft des schwulen ICH's zu vertrauen, wird die assimilierung ins "normale" gepriesen.
    Deshalb auch das wohlwollende seitens "aufgeklärter" konservativer eben auch in cdu oder fdp.. wir passen in ihre (sic) vorstellung von resozialisierten aussenseitern und beenden (?) somit deren konflikt mit dem eckelhaften.. schmutzigen, der nach ihrer vorstellung im gleichgeschlechtlichen sex zwangsläufig inne wohnt. Ihnen so so bei ihrer homopobie entgegenkommend iust natürlich auch ein "erfolg", besonders wenn dabei für den anstrengend arbeitenden lob und ein bundesverdienstkreuz winkt!

    So eingelullt in zusprechenden lob betreiben wir DEREN vorstellung von eingliederung einer minderheit in die restgesellschaft! Wieso fragen wir uns eigentlich nicht , warum "unsere bemühungen so scheinbar wiederstandlos durchgewinkt werden...? Dass mal zu hinterfragen, würfe eine menge fragen auf!

    Na ja, wir wissens ja,nun wird nur noch die steuererklärung zum zankapfel..;
    auf in den heldenhaften , selbstgerechten und gewinn erbringenden kampf.

    Ps.: beschwerttz euch nicht über nichts, wo doch alles erreicht ist
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