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- 14. Mai 2012 2 Min.

Nach China exekutiert kein Land mehr als der Iran. Die Islamische Republik gehört zu einem von sieben Ländern, in denen auch Homosexuelle mit dem Tod bedroht werden. Aber auch andere "Verbrechen" wie Gotteslästerung oder der "Abfall vom islamischen Glauben" werden mit dem Tod bestraft
In einer westiranischen Provinz sind nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten vier Männer wegen Homosexualität zum Tode verurteilt worden.
Wie die Human Rights Activist News Agency (HRANA) meldet, hat ein Gericht in der Provinz Kohkiluyeh und Buyer Ahmad die Männer wegen "Lavat" für schuldig befunden. Nach Angaben der Agentur sollen Saadat Arefi, Vahid Akbari, Javid Akbari und Houshmand Akbari nach der Bestätigung des Urteils gehängt werden.
Die staatlichen iranischen Nachrichtenagenturen geben nur selten bekannt, wenn ein Mann wegen Homosexualität hingerichtet wird - sondern umschreiben die "Tat" oft als Vergewaltigung. Menschenrechtsorganisationen schätzen, dass seit der Machtübernahme der Mullahs 4.000 bis 6.000 Schwule und Lesben wegen Homosexualität hingerichtet wurden. Das iranische Strafgesetzbuch beschreibt "Lavat" als eine "sexuelle Handlung zwischen Männern, entweder mit Eindringen oder in Form von Tafkhiz" (Aneinanderreiben von Oberschenkel und Penis). In Paragraf 110 heißt es: "Die Bestrafung von Lavat mit Eindringen ist die Todesstrafe, und die Exekutionsart obliegt dem Scharia-Richter."
Angeklagte: Keine Chance auf Verteidigung
Der in London ansässige iranische Menschenrechtler Mehri Jafari beschreibt die Provinz Kohkiluyeh und Buyer Ahmad als eine der rückständigsten und ländlichsten, wodurch die Angeklagten wahrscheinlich keinen Zugang zu Anwälten haben. In dieser Region werde das Scharia-Gesetz besonders mitleidlos angewandt: "Nach der Ankündigung ist es sehr wahrscheinlich, dass die Exekution bald durchgeführt wird. Die Abgelegenheit macht es schwierig, dort Einfluss auszuüben."
Der iranische Präsident Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat in den letzten Jahren immer wieder die Verfolgung von Schwulen verteidigt. Vor wenigen Monaten nannte er Homosexualität eine "sexuelle Krankheit" (queer.de berichtete). Zuletzt machten Geistliche auch gegen das Nachbarland Aserbaidschan mobil, weil dort mit dem Eurovision Song Contest eine Tanzparty für "Perverse" und eine Homo-Demo abgehalten werden solle (queer.de berichtete). Letzte Woche protestierten daher radikale Muslime nach dem Freitagsgebet vor aserbaidschanischen Einrichtungen (siehe Eurovision-Liveblog). (dk)















Warum gibt es keinen Aufschrei der europäischen und amerikanischen Schwulenverbände?
Wo bleibt die Solidarität mit diesen bedauernswerten Menschen?
Wann endlich hören die deutschen Gutmenschen auf, alles, was im Islam passiert, zu beschönigen bzw tot zu schweigen?
Merke: Es gibt nur einen einzigen Islam, keinen "europäischen Islam", "iranischen Islam" oder "salafistischen Islam".
Warten wir die Entwicklung in den Ländern des "arabischen Frühlings" ab. Ich sage voraus, dass auch in Ägypten, in Tunesien, in Libyen und in Syrien in den nächsten Jahren Schwule zum Tode verurteilt werden!