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Manny Pacquiao
Box-Weltmeister: Homos sollen "mit Tod bestraft" werden
- 16. Mai 2012 2 Min.

Manny Pacquiao: Gewalt gegen Schwule und Lesben wird von der Bibel vorgeschrieben (Bild: Wiki Commons / Gdon123 / CC-BY-SA-3.0)
Der siebenfache Boxweltmeister und Multimillionär Manny Pacquiao hat die gleichgeschlechtliche Ehe kritisiert und einen Bibelvers zitiert, in dem die Todesstrafe gefordert wird.
Der philippinische Sportler, der derzeit in Los Angeles trainiert, kritisierte im Interview mit dem "Conservative Examiner" US-Präsident Barack Obama, weil dieser sich unlängst für die Öffnung der Ehe ausgesprochen hatte (queer.de berichtete). "Gottes Worte müssen Vorrang haben, noch vor den Gesetzen der Menschen", sagte Pacquiao, der in den letzten Jahren mit bis zu 30 Millionen Dollar pro Boxkampf entlohnt wurde. Er zitierte daraufhin das biblische Buch Levitikus (Kapitel 20, Vers 13): "Schläft einer mit einem Mann, wie man mit einer Frau schläft, dann haben sie eine Gräueltat begangen; beide werden mit dem Tod bestraft".
Pacquiao erklärte weiter, Gott erwarte von den Menschen, dass nur verschiedengeschlechtliche Paare heiraten dürften, wenn Mann und Frau sich liebten. "Das darf nicht gleichgeschlechtlichen Paaren erlaubt werden, weil sonst das Ehebündnis verunreinigt wird", erklärte der Boxer. Man dürfe nicht in die Zeit von "Sodom und Gomorrha" zurückkehren. Die Vereinigten Staaten hätten als christliches Land die Aufgabe, ein moralisches Vorbild zu sein. Sie hätten die Verantwortung, der Bibel in ihren Gesetzen nicht zu widersprechen.
Reaktion: Pacquiao aus TV-Sendung ausgeladen
Kurz nach Veröffentlichung des Interviews wurde Pacquiao am Dienstagabend aus der TV-Talkshow "Extra" ausgeladen. Die Sendung sollte im Einkaufszentrum "The Grove" in Los Angeles aufgezeichnet werden. Auch "The Grove" gab in einer Pressemitteilung bekannt, dass der Boxer nicht willkommen sei: "Wir sind ein Ort für alle Menschen aus Los Angeles. Es gibt bei uns keinen Platz für Intoleranz", erklärte das Shopping-Center. Bislang sind noch keine weiteren Konsequenzen für Pacquiao bekannt. Der Sportler hat Sponsorenabkommen mit vielen bekannten Unternehmen. So wirbt er nicht nur für Hewlett-Packard, sondern hat vor wenigen Monaten auch einen Werbevertrag über eine Million Dollar mit dem französischen Cognac-Hersteller Hennessy unterschrieben.
In seiner Heimat ist Pacquiao auch als Politiker aktiv. Er wurde 2009 erstmals in den philippinischen Kongress gewählt. Dort vertritt er die Provinz Sarangani.
Pacquiao hat seinen nächsten Kampf am 9. Juni, wenn er in Las Vegas gegen den Amerikaner Timothy Bradley antritt. (dk)















Das nur als ersten und offensichtlichen Verstoß gegen die Gebote von Levitikus. Bei weiterer Recherche ließe sich da aber wohl eine ganze Liste erstellen.