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"Falsch zitiert"
Pacquiao entschuldigt sich
- 18. Mai 2012 2 Min.

Manny Pacquiao beharrt darauf, dass die Homo-Ehe unchristlich ist, zieht aber umstrittene Aussagen zurück
Box-Weltmeister Manny Pacquiao hat sich bei der "Gay Community" für homofeindliche Äußerungen entschuldigt und erklärt, er sei teilweise falsch zitiert worden. So habe er nicht die Todesstrafe für Schwule gefordert.
Auf seiner persönlichen Website und in Interviews entschuldigte sich der 33-Jährige und erklärte, dass er nicht die Hinrichtung von Schwulen und Lesben gefordert hätte. Der aus philippinische Boxer wurde am Dienstag vom "Conservative Examiner" nach seiner Meinung zur Ehe-Öffnung gefragt und war dort mit den Worten zitiert worden: "Gottes Worte müssen Vorrang haben, noch vor den Gesetzen der Menschen". Außerdem soll er laut ersten Berichten den Bibelvers von Levitikus 20,13 zitiert haben, in dem die Todesstrafe für gleichgeschlechtlichen Sex gefordert wird (queer.de berichtete). Später erklärte der verantwortliche Journalist jedoch, diesen Satz habe er selbst eingefügt.
Im Interview mit dem TV-Magazin "Extra", das ihn zunächst ausladen wollte, sagte Pacquiao: "Der Reporter hat mich nach meiner Meinung zu Homo-Ehen gefragt, weil Obama diese legalisieren will. Ich sagte daraufhin nur meine Meinung dazu: Ich bin gegen gleichgeschlechtliche Ehen". Falls er etwas Falsches gesagt habe, entschuldigte er sich dafür. "Ich bin gegen die Homo-Ehe, aber ich verurteile Schwule nicht", so Pacquiao. Wie bei derartigen Entschuldigungen üblich, sprach er auch davon, dass er selbst natürlich hervorragend mit Schwulen auskomme. Auf seiner Website schreibt er: "In meiner Familie habe ich einen Vetter, der schwul ist, und auch schwule Freunde. Ich bin aber gegen die Homo-Ehe. Ich will darüber nicht einmal reden, aber ich wurde danach gefragt und habe eben meine Meinung gesagt."
Homo-Aktivisten forderten Konsequenzen von Sponsoren
Die Entschuldigung Pacquiaos könnte Druck von den Sponsoren des Sportlers nehmen, die von Homo-Aktivisten aufgefordert worden waren, den Boxer nicht mehr zu unterstützen. So haben rund 5.000 Menschen innerhalb eines Tages eine Petition unterschrieben, in der die US-Firma Nike aufgefordert wird, Pacquiao nicht mehr zu unterstützen. Zu den Sponsoren des Sportlers gehören auch HP, Mc Donald's und der Pay-TV-Sender HBO.
Die Aussagen des Profisportlers haben auch zu Reaktion im Boxsport geführt. So sprach sich etwa Floyd Mayweather, der als derzeit bester amerikanischer Boxer in 43 Kämpfen ungeschlagen ist, für die Ehe-Öffnung aus. Via Twitter teilte er mit: "Ich stehe hinter Präsident Obama und unterstütze die gleichgeschlechtliche Ehe. Ich bin amerikanische Bürger und glaube, dass jeder sein Leben so leben sollte, wie er es für richtig hält." Bislang gibt es zu dieser Aussage noch keine Reaktion aus dem Lager von Pacquiao. (dk)














