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Einzelkommentar zu:
EU-Parlament verurteilt Homo-Diskriminierung in Europa


#10 Big pictureAnonym
  • 25.05.2012, 12:33h
  • Bildet sich nach der x-ten solchen "Erklärung" wirklich noch jemand ein, dass die Herrschaftsverhältnisse in der (Klassen-!) Gesellschaft durch ein paar nette Worthülsen der Kapital-Marionetten in irgendeiner Weise überwunden oder auch nur angekratzt werden?

    Nein, das geht nur mit einer grundlegenden Umwälzung der Produktionsverhältnisse der kapitalistischen Klassengesellschaft, die direkt mit allen weiteren Unterdrückungsverhältnissen in dieser Gesellschaft verknüpft sind.

    Insbesondere bedarf es dazu umfassender Bestimmungs-, Kontroll- und Vetorechte bislang mehrfach unterdrückter und diskriminierter Gruppen in allen gesellschaftlichen Bereichen. Und ausdrücklich keiner privilegierten, opportunistischen Vollstrecker des Diktats der herrschenden Kartelle des Kapitals.

    Nur so können die Konstrukte Geschlecht, Hetero-Norm, Familie, Religion, Nation, Rasse aufgelöst werden, die untrennbar mit der Klassenherrschaft der Kapitalisten verbunden sind. Mit den Verwertungs- und Profitzwängen des Kapitals, zumal in der sich vertiefenden Dauerkrise, ist diese Überwindung von Unterdrückungsverhältnissen völlig unvereinbar.

    Vielmehr braucht die herrschende Klasse die konstruierte Geschlechterordnung Mann/Frau, die herrschenden Sexismen, "Erziehung" und Reproduktion als Aufgabe der "Familie", eine auf Fortpflanzung ausgerichtete sexuelle Norm, allgemein die Spaltung der Lohnabhängigen nach diesen und anderen Konstrukten (Religion, Nation, Rasse etc.) wie die Luft zum Atmen. Und (wieder) immer aggressiver.

    Wenn der deutsche Imperialismus, das dominierende deutsche Monopolkapital, in der EU angesichts der unauflöslichen* Krise des Kapitalismus Millionen von lohnabhängigen Menschen in Armut und Elend treiben, wenn Nationalismus, Chauvinismus und Faschismus wieder die entscheidenden Säulen zur gewaltsamen Aufrechterhaltung der Klassenunterdrückung stellen, dann sind Phrasen wie "Wir bedauern zutiefst..." endgültig nur noch Hohn und Spott in den Ohren der Unterdrückten.

    Daher nicht nach den Handlangern der herrschenden Klasse der Kapitalisten schielen, sondern sich an der Organisation der Arbeiterklasse für den Kampf Klasse gegen Klasse und für eine klassenlose Gesellschaft aktiv beteiligen!

    *es sei denn im Rahmen einer noch gigantischeren Kapitalvernichtung als durch den Zweiten Weltkrieg, der genau dieses "Reset" des Kapitalismus nach der letzten großen Systemkrise "ermöglichte"
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