https://queer.de/?16617
Prozess in Norwegen
Bekannter hielt Anders Breivik für schwul
- 30. Mai 2012 2 Min.

Anders Breivik muss sich wegen Mordes an 77 Menschen verantworten
Beim Prozess gegen den norwegischen Attentäter Anders Breivik sagten am Dienstag Bekannte aus, dass sich der heute 33-Jährige häufig als metrosexuell bezeichnete. Einer glaubte, er sei depressiv gewesen, weil er seine Homosexualität versteckte - für Breivik war das offenbar Kalkül.
Breivik ist wegen Mordes an 77 Menschen in Oslo und auf der Insel Utøya angeklagt. Am Dienstag hörte das Gericht vier nahe Bekannte des Angeklagten. Einer der Zeugen, ein Jurist im Dienste des Verteidigungsministeriums, sagte aus, dass er kurz nach der Jahrtausendwende geglaubt habe, Breivik kämpfe mit seiner Homosexualität und ziehe sich deshalb von seinen Freunden zurück. "Ich dachte, er wäre entweder tief depressiv oder homosexuell und wollte nicht, dass das rauskommt", erinnerte sich der Zeuge nach Angaben des norwegischen Fernsehsenders NRK. Er zweifelte an der Sexualität Breiviks, weil dieser sehr auf sein Äußeres achtete und auch Puder und Schminke trug. Breivik habe damals erklärt, er sei metrosexuell wie der englische Fußballstar David Beckham.
Das äußere Erscheinungsbild nutzte Breivik offenbar als Tarnung, wie er auch in einem nach dem Attentat am 22. Juli 2011 bekannt gewordenen Manifest niedergeschrieben hatte (queer.de berichtete). Darin empfiehlt er Terroristen unter anderem, Make-up zu tragen oder sich als schwul auszugeben, um sich nicht verdächtig zu machen.
Bei Mutter eingezogen
Im Prozess erklärten weitere Bekannte, dass sich Breivik 2006 zurückgezogen habe, nachdem er wieder bei seiner Mutter eingezogen war. In dieser Zeit habe er auch immer mehr gegen Ausländer polemisiert und insbesondere Stimmung gegen den Islam gemacht. Zudem habe sich der spätere Attentäter seine Nase operieren lassen, um "arischer" zu wirken.
Breivik gab nach der Tat an, er wolle sich mit seinem Anschlag gegen den Islam und den "Kulturmarxismus" in Europa auflehnen. Ihm drohen 21 Jahre Haft mit anschließender Sicherheitsverwahrung oder Einweisung in eine psychiatrische Klinik. (dk)















Medien und Journalisten haben bei solchen "durchgeknallten" Massenmördern die Aufgabe, dass solchen Typen keine/ wenig mediale Aufmerksamkeit zukommt.
Das ist nämlich genau jetzt sein Ziel, dass er starke mediale Aufmerksamkeit erhält. Und genau das sollten Journalisten diesem Massenmörder nicht derzeit geben.