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Aktionärsversammlung
ExxonMobil lehnt Homo-Schutz ab
- 01. Juni 2012 2 Min.

Esso-Tankstelle in Norwegen (Bild: Masz/PD)
Der Mineralölkonzern ExxonMobil hat auf seiner Aktionärsversammlung in Dallas mit großer Mehrheit einen Diskriminierungsschutz für schwule und lesbische Mitarbeiter abgelehnt.
78 Prozent der Aktionäre stimmten am Mittwoch gegen die Aufnahme der Merkmale "sexuelle Orientierung" und "Geschlechtsidentität" in die Antidiskriminierungsrichtlinien der Firma. Damit setzt der texanische Mutterkonzern der europäischen "Esso"-Tankstellen seine homofeindliche Haltung fort. Laut Homo-Aktivisten lehnt ExxonMobil seit Jahren Antidiskriminierungsrichtlinien für sexuelle Minderheiten ab. Dabei hatten die Mitarbeiter von Mobil Oil bereits in den 1990er Jahren einen Diskriminierungsschutz für Schwule und Lesben durchgesetzt - nach der Fusion mit Exxon 1999 wurde dieser aber wieder abgeschafft.
"Als einer der größten Konzerne im Land hat ExxonMobil die Pflicht, auch gesellschaftlich ein Vorbild zu sein. Dem ist aber nicht so", erklärte Joe Solomonese, der Chef der Homo-Gruppe Human Rights Campaign. Er forderte die Konzernleitung auf, die Entscheidung der Aktionäre zu überstimmen.
Mit einem Umsatz von rund einer halben Billion US-Dollar und einem Gewinn von über 40 Milliarden Dollar steht der Konzern derzeit auf Rang drei der "Fortune Global 500", der größten Unternehmen der Welt. Nur der Einzelhändler Wal-Mart und der niederländisch-britische Mineralölkonzern Royal Dutch Shell sind mächtiger.
Schon im Dezember 2011 musste ExxonMobil Kritik von Homo-Gruppen einstecken, als es im jährlich von der Human Rights Campaign erstellten Corporate Equality Index, eine negative Punktzahl erhielt - als erstes Unternehmen in der Geschichte des Index. Darin wird anhand verschiedener Kriterien gemessen, wie homofreundlich große Firmen sind. ExxonMobil erhielt minus 25 Punkte. Andere große in den USA tätige Unternehmen - wie die Autobauer Chevron und Ford, die Computerriesen IBM und HP oder die Kreditinistitute Deutsche Bank und ING - konnten dagegen mit plus 100 Punkten die Bestnote erzielen. (dk)














Solche Firmen können nur mit finanziellen Argumenten zur Räson gebracht werden.
! ! ! NICHT MEHR BEI ESSO TANKEN ! ! ! !