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  • 12. Juni 2012 9 2 Min.

Peter M. droht eine lebenslange Haft

Ein 27-Jähriger hat im US-Bundesstaat North Carolina zugegeben, dass er ein Kind umgebracht hat, weil er es für schwul gehalten hatte.

Der Beschuldigte Peter M. war ein Anführer der extremistischen "Black Hebrew"-Sekte und steht derzeit in Durham wegen zweifachen Mordes vor Gericht, berichtet der Lokalsender WRAL. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, neben dem vierjährigen Jadon auch eine 28-jährige Frau umgebracht zu haben.

M. soll das Kind im Oktober 2010 in seiner Garage erschossen haben, weil er Anzeichen für dessen Homosexualität sah. Wie ein Informant berichtet, habe der Sektenführer beobachtet, wie der Junge einen Gleichaltrigen einen Klaps auf den Hintern gegeben hatte. Ferner verdächtigte er den Vater des Vierjährigen, homo­sexuell zu sein und diese Orientierung vererbt zu haben.

Zwei Monate nach dieser Tat soll M. ein weibliches Sektenmitglied getötet haben, weil sie keine Kinder kriegen konnte und offenbar die Gruppe verlassen wollte.

Die Staatsanwaltschaft hat mit M. einen Deal ausgehandelt: Demnach soll sich M. schuldig bekennen und gegen andere Sektenmitglieder aussagen. Im Gegenzug fordern die Ankläger nicht die Todesstrafe, sondern "lediglich" lebenslange Haft ohne Chance auf eine vorzeitige Entlassung. Der Vater des getöteten Vierjährigen ist über diesen Deal entrüstet: "Ich und meine Familie haben gehofft, dass er zum Tode verurteilt wird", erklärte er in den Lokalnachrichten.

In den USA gibt es immer wieder Berichte von Übergriffen auf Kinder, die für homosexuell gehalten werden. So tötete 2010 ein damals 20-jähriger Mann aus dem Bundesstaat New York einen 17 Monate alten Jungen, weil dieser sich zu sehr wie ein Mädchen verhalten habe (queer.de berichtete). Der Mann wurde im März diesen Jahres zu einer Haftstrafe von 16 Jahren bis lebenslänglich verurteilt. (dk)

#1 PanneAnonym
  • 12.06.2012, 14:29h
  • "Der Vater des getöteten Vierjährigen ist über diesen Deal entrüstet: "Ich und meine Familie haben gehofft, dass er zum Tode verurteilt wird", erklärte er in den Lokalnachrichten."

    Lebenslang in einem amerikanischen Knast ist wohl schlimmer als es kurz und schmerzlos hinter sich zu haben.

    Aber auch das es mal wieder ein weiteres Argument, weswegen Homophobie gefährlich ist. Selbst wenn sie nicht den Tod fordret sondern "nur", sagt dass Homosexuelle irgendwie schlechter sind, werden solche Sachen immer wieder passieren.
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#2 MarcAnonym
  • 12.06.2012, 17:02h
  • Was für ein Wahnsinniger. Da sieht man wieder mal, wohin Dummheit führt.
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#3 Soleil
  • 12.06.2012, 19:19hBerlin
  • Religiöser und politischer Fanatismus ist unerträglich !
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