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- 22. Juni 2012 2 Min.
Die Liberalen sind ja als größte Kumpels der privaten Krankenversicherung bekannt: So gab die FDP bei der letzten Bundestagswahl als Ziel vor, die gesetzlichen Versicherungen abzuschaffen. Die privaten Versicherungen bedankten sich mit Rabatten für Parteimitglieder – und mit 100.000 Kondomen, die die Partei nun auf CSDs verteilen will. Der FDP-Abgeordnete Michael Kauch jubelt:
Die Liberalen sind in diesem Sommer auf etwa 30 Christopher Street Days und schwul-lesbischen Straßenfesten präsent. Unsere Teams verteilen dabei 100.000 Kondome, die der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) als der größte nicht-staatliche Unterstützer der Aids-Prävention kostenlos zur Verfügung stellt… Unser Anliegen ist es, durch Aufklärung die Ansteckung mit HIV und anderen sexuell-übertragbaren Krankheiten zu minimieren.
Gerade junge schwule Männer bleiben als Zielgruppe für die HIV-Prävention zentral.
Zum CSD Berlin hat auch die lokale Aids-Hilfe angekündigt, Kondome verteilen zu wollen (queer.de berichtete), wie sicher weitere Gruppen. Deren Motive könnten aber im Vergleich mit den Liberalen nicht unterschiedlicher sein: Die Aids-Aktivisten verbinden die Verteilaktion nämlich mit dem Aufruf, eine "solidarische Krankenversicherung für Alle" einzuführen. Sie wollen nicht, dass HIV-Positive unter den horrend steigenden Gebühren der privaten Krankenversicherung leiden müssen:
Gesundheit ist ein hohes Gut und darf nicht nur denjenigen vorbehalten sein, die über ein entsprechend hohes Einkommen zur umfassenden Absicherung des Krankheitsfalles verfügen. Die Krankenversicherung muss solidarisch ausgerichtet und für jede/n ArbeitnehmerIn zur Pflicht werden.
Am Ende ist es den meisten aber egal, ob ihnen ein privates oder solidarisches Gummi an den Kopf geworfen wird – kostenlose Kondome sind auf CSDs immer willkommen. (dk)















Nichts wesentliches haben sie für uns durchgesetzt, von wegen Gleichstellung. Ich glaub denen kein Wort mehr.
Erinnert ihr euch noch gegen was die alles gestimmt haben: zuerst gegen die eingetragene Partnerschaft, dann gegen das Antidiskriminierungsgesetz, gegen die Grundgesetzerweiterung um das Merkmal sexuelle Identität und zum wiederholtem Mal gegen die Eheöffnung. Da nützt es auch nicht, wenn die Eheöffnung mittlerweile in ihrem Programm steht. Macht ist ihnen immer noch wichtiger als irgendwelche "Randgruppen" die man mit Kondomen und Versprechungen klein hält.