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  • 25. Juni 2012 6 2 Min.

Anja Pärson dominierte über Jahre den alpinen Ski-Rennzirkus (Bild: Wiki Commons / Christian Jansky / CC-BY-SA-3.0)

Die im März zurückgetretene schwedische Skifahrerin Anja Pärson hat am Samstag in einem Radiointerview erklärt, sie sei seit fünf Jahren mit ihrer Freundin Filippa liiert, mit der sie ein Kind erwarte.

Im Radiosender SR-P1 sprach die 31-Jährige erstmals über ihre Homosexualität. Sie erklärte, sie wolle den Gerüchten ein Ende machen, die ihre Karriere begleitet hätten: "Ich bin es leid, eine Rolle zu spielen und mich als jemand anders auszugeben. Ich möchte jetzt die Wahrheit sagen - das schulde ich mir selbst und insbesondere Filippa", so Pärson. "Jetzt haben die Gerüchte endlich ein Ende".

Als sie im März ihre Karriere beendete, habe sie bereits die Mutterschaft geplant: "Ich wusste das schon lange, habe aber auf Fragen nicht ehrlich geantwortet. Ich wusste aber eines schon genau: Ich werde eine Mutter sein." Im Interview verriet sie nicht, ob sie selbst oder ihre Freundin das Kind austragen wird.

Pärson erklärte, dass ihr das Coming-out schwer gefallen sei, da sie sich früher nie eine lesbische Beziehung habe vorstellen können. Sie sei aufgewachsen mit dem bürgerlichen Traum, einmal an der Seite ihres Ehemannes in einem Einfamilienhaus Kinder groß zu ziehen. Dann traf sie 2005 Filippa in deren Bekleidungsgeschäft, als Pärson gerade ein Outfit für einen Auftritt im amerikanischen Fernsehen brauchte. Ihre Beziehung zu Filippa entwickelte sich seit ihrem ersten Treffen "Schritt für Schritt".

Pärson: Bin kein Homo-Idol

Im Interview lehnte es Pärson allerdings ab, ein Homo-Vorbild zu werden: "Es wird von einem erwartet, dass man Meinungen vertritt und zum CSD geht. Ich will das aber nicht."

Anja Pärson gehörte über Jahre zu den besten Ski-Rennläuferinnen. Sie gewann sieben Weltmeistertitel - als bislang einzige Sportlerin konnte sie Weltmeisterin in allen Disziplinen werden. Außerdem gewann sie 42 Weltcup-Rennen, sowie zwei Mal den Gesamt-Weltcup und wurde bei den Olympischen Spielen in Turin im Jahr 2006 mit einer Goldmedaille im Slalom ausgezeichnet. Pärsons Spitzname während ihrer aktiven Laufbahn lautete "Schwedenbombe". (dk)

Youtube | Sportliche Höhepunkte aus Pärsons Karriere

#1 RaffaelAnonym
  • 25.06.2012, 13:48h
  • Schön, je mehr sich outen, desto besser.

    Ich finde es nur schade, dass sie sich erst geoutet hat, nachdem sie ihre Karriere beendet hat.
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#2 oesterreichrAnonym
  • 25.06.2012, 13:51h
  • Endlich jemanden, den man kennt!
    (Soll jetzt keine Kritik sein; es ist einfach so, dass (zumindest mir) die meisten geouteten Schwulen/Lesben mir nichts sagten)
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#3 sanscapote
  • 25.06.2012, 14:20h
  • Antwort auf #1 von Raffael
  • Stellung beziehen zur eigenen sexuellen Befindlichkeit wenn in Rente, ist wahrlich keine Kunst.

    Aber immerhin etwas mehr als gar nichts!

    Ihr werdet sehen Freunde, nach und nach kommen immer mehr dazu, das krank machende Versteckspiel aufzugeben - auch vermeintlich aktive Macho-Sportler sowohl aus den Fussball- als auch aus den Motorrad-, Formel-1- und Motocross-Lagern und die Anhaenger des Papstes und seiner Gegenreligionen (z.B. die Lutherischen).
    Auch vor den Politkern wird dieser Trend nicht haltmachen.

    Einfach an den 100sten Affen denken!!!und dieser Gesetzmaessigkeit vertrauen.
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