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Griechenland
Gewalt beim CSD Thessaloniki
- 25. Juni 2012 2 Min.

Die erste CSD-Parade in Thessaloniki wurde von der orthodoxen Kirche als "inakzeptabel" abgelehnt
Beim ersten CSD in Thessaloniki, der zweitgrößten Stadt Griechenlands, kam es am Samstag zu Ausschreitungen, nachdem der orthodoxe Bischof die Parade als "inakzeptabel" bezeichnet hatte.
Die zirka 400 Teilnehmer der einstündigen Parade wurden von 50 Gegendemonstranten mit Eiern, Plastikflaschen und anderen Gegenständen beworfen. Nach Berichten der Nachrichtenagentur AP hat die Polizei die Gegendemonstranten abgedrängt. Es wurden keine Verletzungen gemeldet.
Im Vorfeld hatte die griechisch-orthodoxe Kirche Stimmung gegen den CSD gemacht. So erklärte Bischof Anthimos die Parade sei "eine inakzeptable Veranstaltung, die unsere Stadt beschädigt". In einer Mitteilung an die Gläubigen erklärte er: "Wir sind verwirrt und traurig über die Parade und werden dagegen demonstrieren", so Anthimos. Er begrüßte, dass bereits viele Personen angekündigt hätten, gegen die "unmoralische Parade" vorzugehen. "Wir müssen insbesondere deshalb reagieren, weil die Parade vor unseren beiden großen Kirchen, St. Grigorius und St. Katharina, vorbeiführt."
In der griechischen Hauptstadt Athen finden seit 2005 jährlich CSD-Paraden statt. Hier gab es in der Vergangenheit bereits mehrfach gewalttätige Ausschreitungen - so griffen Rechtsextremisten 2008 die CSD-Teilnehmer mit Eiern und Steinen an (queer.de berichtete).
Griechenland bei Homo-Rechten ganz hinten
Im orthodox geprägten Griechenland ist Homosexualität zwar bereits seit 1951 legal, allerdings hinkt es anderen europäischen Ländern in Sachen schwul-lesbische Rechte hinterher: So ist das Schutzalter für Homosexuelle mit 17 Jahren zwei Jahre höher als bei Heterosexuellen. Zudem werden Homo-Paare derzeit rechtlich nicht anerkannt. Zwar prüft die sozialdemokratische Regierungspartei PASOK seit 2010 die Einführung von eingetragenen Partnerschaften, allerdings liegt der Plan wegen der Finanzkrise gegenwärtig auf Eis.
In der griechischen Bevölkerung gibt es einer Umfrage der Zeitung "Ta Nea" aus dem Jahr 2010 zufolge eine Mehrheit für eingetragene Partnerschaften: Damals sprachen sich 64 Prozent für die Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Paaren aus, nur 24 Prozent waren dagegen. Bei der Frage der Ehe-Öffnung sieht die Lage allerdings anders aus: Hier stimmten nur 39 Prozent zu, 51 Prozent lehnten die Gleichstellung jedoch ab. (dk)















Ja, da hat er sowas von Recht :-D
Leg Eure Wirrungen also ab und kommt zu uns ans warme Ufer :-)