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  • 27. Juni 2012 7 2 Min.

Während Präsident Barack Obama in Washington inzwischen die vollständige Gleichstellung von Schwulen und Lesben fordert, laufen die Uhren in Texas noch anders. Die republikanische Partei des 26 Millionen Einwohner zählenden Bundesstaates beschreibt in ihrem neuen Wahlprogramm Homosexuelle als Gefahr für die Gesellschaft. Zu Erinnerung: Die Republikaner stellen in Texas den Gouverneur sowie die Mehrheit in beiden Parlamentskammern (im Haus verfügen sie sogar über eine Zweidrittelmehrheit). Hier der Abschnitt im Wahlprogramm, der sich mit "homosexuality" beschäftigt:

Wir bekräftigen, dass die homosexuelle Praxis an den Grundfesten der Gesellschaft rüttelt und dazu beiträgt, dass die traditionelle Familie zusammenbricht. Homosexuelles Verhalten widerspricht den grundsätzlich unveränderlichen Wahrheiten, die uns von Gott gegeben wurden. Sie wurden von den Gründern dieses Landes anerkannt und werden von einer Mehrheit der Texaner geteilt. Homosexualität darf in den Gesetzen nicht als akzeptabler, "alternativer" Lebensstil dargestellt werden. Zudem sollte der Begriff "Familie" nicht neu definiert werden, dass er homosexuelle "Paare" mit einschließt. Wir glauben, dass es in den Vereinigten Staaten keine Sonderrechte oder keinen Sonderstatus für homosexuelles Verhalten geben sollte. Außerdem lehnen wir jegliche Strafverfolgung oder Benachteiligung von Menschen ab, die Homosexualität wegen ihres religiösen Glaubens oder wegen ihrer Überzeugungen, die auf traditionellen Werten beruhen, ablehnen.

Die Texas-Republikaner sprechen sich im Kapitel "Familie und die Verteidigung der Ehe" außerdem dafür aus, dass im ganzen Land nur heterosexuelle Ehe-Schließungen legal sein sollten (derzeit haben sechs der 50 US-Bundesstaaten die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet). Dabei gelingt ihnen noch ein kleiner Seitenhieb gegen Transsexuelle: "Wir unterstützen die Definition der Ehe als gottgegebenes, rechtliches und moralisches Versprechen, das nur zwischen einem natürlichen Mann und einer natürlichen Frau möglich ist". Die "natürliche" Hetero-Familie ist nach Ansicht der Republikaner der Grundbaustein einer "gesunden Gesellschaft".

Der harsche Ton überraschte sogar schwule-lesbische Aktivisten, die aus den Südstaaten bereits einiges gewöhnt sind. Der Blog Towleroad schreibt: "Die hassen uns, die hassen uns wirklich!". Der linksliberale Blog Think Progress spricht von "konservativen Gräueltaten".

Auch die anderen Prioritäten der texansichen Republikaner scheinen - zumindest aus der Ferne - ein wenig eigenartig: So pocht die Partei zum Beispiel darauf, verurteilten Straftätern das Wahlrecht zu entziehen, das Verbrennen der US-Flagge zur Straftat zu machen und Blitzer an Ampeln zu verbieten. (dk)

-w-

#1 Katrin
  • 27.06.2012, 17:28h
  • Das ist mal wieder typisch religiöse und konservative Denkweise: Erst die Blitzer an den Ampeln installieren und abkassieren und dann im Wahlprogramm Wähler locken wollen mit der Forderung die Dinger wieder abzubauen.
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#2 finkAnonym
  • 27.06.2012, 19:16h
  • "Wir glauben, dass es in den Vereinigten Staaten keine Sonderrechte oder keinen Sonderstatus für homosexuelles Verhalten geben sollte."

    komisch. genau das fordern sie aber mit jedem einzelnen satz im restlichen text: eine sonderbehandlung und sonderrechte.

    gottheiten und ihre zwangsneurotischen regeln, zerstörung der familien, recht auf hassrede, täter-opfer-umkehr... wieder mal der ganze eintopf aus homophob-paranoider soße. es ist mir jetzt zu doof, da jeden einzelnen satz vom kopf auf die füße zu stellen.

    in einer besseren welt gehörte sowas auf die couch und nicht in ein wahlprogramm.
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 27.06.2012, 19:29h
  • Seit heute ist das Adjektiv "dumm" um eine neue Steigerung reicher:

    dumm - dümmer - am dümmsten - Republikaner!
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