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- 01. Juli 2012 1 Min.

Haupttor zum ehemaligen Konzentrationslager Sachsenhausen (Bild: Wiki Commons / Ciell / PD-user)
Oranienburg. Im ehemaligen Konzentrationslager Sachsenhausen haben am Sonntag rund 100 Menschen einer Mordaktion gegen homosexuelle Häftlinge vor 70 Jahren gedacht. Eingeladen hatten die Gedenkstätte Sachsenhausen und der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD).
Im Juni 1942 wurden fast alle Rosa-Winkel-Häftlinge aus dem Hauptlager des KZ Sachenhausen ins nahe gelegene Außenlager Klinkerwerk verlegt. Damit begann eine Mordaktion gegen Homosexuelle, die mehrere Monate andauerte. Bis zum September 1942 wurden etwa 200 Häftlinge von der SS getötet: durch sadistische Misshandlungen und absichtlich herbeigeführte Unfälle oder durch Erschießung "auf der Flucht".
In Reden erinnerten Prof. Dr. Günter Morsch (Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten), Alexander Zinn (Mitglied im Beirat der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten), Dilek Kolat (Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen des Landes Berlin) und Martin Gorholt (Staatssekretär für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg) an das Schicksal der Häftlinge. Unter dem Titel "Es war die Hölle" folgte eine Lesung aus Erinnerungen von Zeitzeugen. Musikalisch wurde die Veranstaltung durch den Männerchor "RosaCavaliere" begleitet. (cw)














