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Kommentare zu:
CSD Duisburg sagt Auftritt von "Die Bandbreite" ab


#1 AlbertAnonym
#2 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 09.07.2012, 20:12h
  • Kulturbashing ist widerlich
    Die Bandbreite als Aids-Leugner oder gar homophob zu verleumden ist natürlich hochnotpeinlich, weil das ja genau jener Akt des Dissens ist, dem Kunst normalerweise aus erzkonservativen Kreisen ausgesetzt ist. Fakt ist: Die Bandbreite ist eine anspruchsvolle HipHop-Band, die lediglich unter anderem auch Verschwörungstheorien in ihre Texte künstlerisch mit einfließen lässt.
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#4 abcdAnonym
#6 abcdAnonym
  • 09.07.2012, 20:39h
  • p.s. würden fast nackte männer einen kleinen jungen betatschen und um ihn tanzen wäre der geschrei von wegen kindesmissbrauch groß. aber bei weibern ist es natürlich voll witzig
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#7 MarekAnonym
  • 09.07.2012, 20:42h
  • Bravo!

    Homophobe Acts haben auf CSDs nichts zu suchen - nur damit sie ihren Bekanntheitsgrad erweitern können und so mehr verkaufen...

    Ich wünschte nur, dass man das bei Paradenteilnehmern genauso macht und nicht vor Parteien kuscht.

    Wenn man homophobe Musikacts rauswirft, würde ich mir auch wünschen, dass man homophobe Parteien wie CDU/CSU und FDP auch von CSDs ausschließt. Sowohl von der Teilnahme an Paraden als auch deren Propaganda-Stände bei den Straßenfesten.

    Wer regelmäßig dafür sorgt, dass wir Menschen 2. Klasse bleiben, hat auch auf CSDs nichts zu suchen!!!
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#8 AlbertAnonym
#9 alexander
#10 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 10.07.2012, 00:05h
  • Antwort auf #7 von Marek
  • Salve Marek, alter Kamerad von der Kulturpolizei, schön dich hier wieder zu treffen.... ;-) (Nein,, reine Rhetorik, ich kenne Marek nicht)
    Ansonsten fiel mir ja heute wieder das böse Wort Gaystapo ein, sei es in Sachen Hamburg Pride oder der kunstfeindlichen Kampagne gegen Die Bandbreite...
    Hab' dann mal gegoogelt, viel Spaß ;-)
    www.viceland.com/germany/v1n0/htdocs/schwule.php

    Ich meine, man bewegt sich bei der Hatz gegen Kunst auf dünnem Eis und braunem Grund, auch wenn man sich selbstgerecht auf Seite der Guten wähnt, aber nichts anderes als Rufmord betreibt, wenn man die Band Die Bandbreite als homophob, antisemitisch oder Aidsleugner verleumdet.
    P.S.
    Und natürlich denke ich bei beiden Themen (Hamburg und Duisburg) an diese schöne Textzeile (Bitte selbst mal googlen, die Band kommt aus Düsseldorf): "die merken nicht, dass sie selber stinken, vor lauter Selbstzufriedenheit..."
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#11 sanscapote
  • 10.07.2012, 06:59h
  • Antwort auf #7 von Marek
  • Meine Rede, hinaus mit dem verlogenen rom-christ-heuchlerischen schwarz-gelben Gesindel.

    Ausschluss von allen CSD- und anderen Aktionen!

    Was wuerdet ihr in Deutschland sagen, wenn hier in Frankreich die UMP und Konsorten bei den Gay Prides einen Platz bekaemen?
    In Frankreich ist dies voellig undenkbar.

    Schliesslich feiern wir nicht umsonst am 14. Juli

    Liberté - Freiheit fuer alle
    Égalité - Gleichheit fuer alle
    Fraternité - Bruederlichkeit fuer alle

    Gruesse an alle Schwulen und Lesben in Deutschland und Russland sowie der ganzen Welt!

    Grosses bisssssses baveuses, hihi
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#12 ereinion
  • 10.07.2012, 11:28h
  • Ich warte ja nur noch darauf, dass demnächst die Meldung kommt:

    "Teile der Szene werfen den anderen Teilen der Szene Homophobie vor, während die anderen Teile der Szene den einen Teilen der Szene Intoleranz vorwerfen.

    Beide Teile fordern von den Veranstaltern des CSDs in XY die Ausladung und Sperrung des jeweiligen anderen Teils..."

    DIE Szene insgesamt ist doch nur noch peinlich, als ob es nichts anderes gäbe, für das man sich einsetzen könnte!
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#13 LorenProfil
  • 10.07.2012, 15:03hGreifswald
  • Antwort auf #10 von reiserobby
  • Wer sich im öffentlichen Raum äußert (in diesem Fall via Songtexte), wird damit konfrontiert, dass sich Teile der Öffentlichkeit mit diesen Äußerungen auch kritisch beschäftigen. Kunst hat nie im diskursfreien Raum stattgefunden, sie sucht häufig den öffentlichen Diskurs. Wer sich mal die Zeit nimmt und einige Texte dieser Band durchliest, kann durchaus zu der Überzeugung kommen, dass auch "Die Bandbreite" einem öffentlichen Diskurs nicht abgeneigt ist. Diesen Diskurs mit verallgemeinernden Begriffen wie "Kulturbashing" (#2), "der kunstfeindlichen Kampagne gegen Die Bandbreite" oder "Hatz gegen Kunst" (beide #10) zu desavouieren kann weder im Interesse der Kunst noch von Künstlern liegen, ganz sicher entspricht es nicht einer wünschenswerten Kunstrezeption in der Demokratie. Wer Kritiker mit Verbalkeulen dieser Art mundtot machen will und diskreditiert, negiert im schlimmsten Fall ihr Recht auf Meinungsfreiheit. Der Künstler -Die Bandbreite- kann sich übrigens an diesem Diskurs beteiligen oder -wie in diesem Fall- es bleiben lassen. Er kann widersprechen, zurechtrücken oder -wie in diesem Fall- schweigen.

    P.S. Wer Kritik nicht inhaltlich begegnet oder sie gar widerlegt, sondern mit Begriffen wie "Gaystapo" (#10) zu diffamieren versucht, begibt sich m.E. weit außerhalb des Akzeptablen, wurde doch die Gestapo in den Nürnberger Prozessen zu einer verbrecherischen Organisation erklärt. Wer anderen "Rufmord" unterstellt, sollte m.E. selbst seine Sprachverwendung dahingehend überprüfen, ob er nicht selbiges im Schilde führt.
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#14 Mister_Jackpot
  • 10.07.2012, 15:20h
  • Also auch auf die Gefahr hin, dass ich mich jetzt unbeliebt mache und ne Menge roter Kästchen sammele, aber ich muss einfach sagen, dass ich diese Textzeile, von der da die Rede war, nicht für homophob oder antisemitisch halte. Eher verstehe ich diese Zeile in diesem Zusammenhang ironisch, um die Homophobie der Nazis ad absurdum zu führen. Die, die Schwule am meisten hassen, sinds meistens selbst...mehr sagt die Zeile doch gar nicht aus. Ich finde echt man kanns auch übertreiben. Eine FDP darf reihenweise an den CSDs teilnehmen, obwohl sie sogar realpolitisch gegen schwulesbische Gleichstellung gestimmt haben und eine Hip Hop Combo, wegen einer solchen Textzeile nicht? Ich denke eher, dass die Leute sich mal eher mit verschiedenen Stilformen von Musik auseinadersetzen sollten. Mir sind auf jeden Fall solche Künstler lieber, als so scheinheilige Schlagerstars wie Helene Fischer, die immer von der heilen Welt singen. Es muss möglich sein auch endlich mal Gesellschaftskritisches auf einem CSD zu präsentieren und grad von der Linken hätte ich mehr Kulturverständnis erwartet! Und was dann auch noch hinzukommt ist, dass grad Jugendliche, die gern mal solche Mucke hören jetzt sagen werden:" Guck mal die scheiss Schwuchteln diskriminieren jetzt auch noch solche coolen Künstler! "....dass dann der Hass auf Schwule steigt im Umkehrschluss und wir wieder mehr Homophobie grad unter Jugendlichen erleben werden ist eine logische Folge über die wir uns hinterher dann nicht beschweren dürfen. Ich würd mir im Gegenteil mehr Vermischung der verschiedenen Kunstszenen, Musikszenen etc. grad auf einem CSD wünschen, anstatt diese nervige Kommerzveranstaltung jedes Jahr! Nur eine Vermischung wird am Ende die Unterschiede aufheben und dann zur Gleichstellung von Schwulen und Lesben auch in den Köpfen der Menschen führen. Nicht falsch verstehen: Jeder soll weiterhin dazu stehen und ganz offensiv sich zu seiner Sexualität bekennen, aber halt ganz selbstverständlich, ohne es sagen zu müssen. Aber an diesem Punkt sind wir alle noch nicht und wenn ich mir solche Diskussionen durchlese wird das auch noch lange dauern. Sorry falls sich jemand durch meine Worte angegriffen fühlt, aber so sehe ich es.
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#15 Mister_Jackpot
  • 10.07.2012, 15:31h
  • Antwort auf #13 von Loren
  • Und zu deinen Ausführungen noch kurz: Kunst muss sich nicht erklären! Künstler, die die Aussage ihrer Kunstprodukte den Menschen in den Mund legen sind für mich keine wahren Künstler. Daher finde ich es grad richtig, dass die Band sich selbst dazu nicht äussert. Ich würde es als Künstler nicht anders machen, denn Kunst lebt davon, wie diejenigen, die es konsumieren, es selbst interpretieren. Aber unsere Kommerzgesellschaft will ja immer eine einfache kurze und knackige Definition für alles. Wenn sie die nicht bekommt, wird das entsprechende Kunstprodukt direkt in ein negatives Licht gerückt. Selbst nachdenken ist heutzutage leider nicht mehr angesagt, weil wir alle unsere Informationen passiv konsumieren und immer weniger darüber reflektieren. Schöne neue Medienwelt! Graus
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#16 LorenProfil
  • 10.07.2012, 15:44hGreifswald
  • Antwort auf #15 von Mister_Jackpot
  • "Und zu deinen Ausführungen noch kurz: Kunst muss sich nicht erklären!"

    Solltest du meinen Kommentar nochmals durchlesen, wirst du vielleicht bemerken, dass ich festellte, dass ein Künstler sich an einem Diskurs über seine Werke beteiligen kann oder es bleiben lassen kann. Von Müssen ist da keine Rede.
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#17 Mister_Jackpot
  • 10.07.2012, 15:57h
  • Antwort auf #16 von Loren
  • Ja aber du implizierst in deinem Beitrag, meinem Empfinden nach (sorry wenn das bei mir falsch angekommen sein sollte), dass es positiv wäre, wenn sich der Künstler an diesem Diskurs beteiligt, um genau das zu verhindern, was jetzt passiert ist. Ich denke genau das nicht....dass du von "können" geschrieben hast, hab ich auch gelesen. Klar kann sich jeder zu allen Dingen äussern oder auch nicht! ;-) Keine Sorge....und ausserdem wünsche ich mir sogar eine Diskussion auf höherem Niveau. Ich respektiere gegenteilige Ansichten und man kann daraus auch lernen und die eigenen Ansichten und Erkenntnisse durch solche Kulturdiskussionen unheimlich gut erweitern. Und genau das würde ich mir halt auf den CSDs der Republik auch wünschen.
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#18 antosProfil
  • 10.07.2012, 19:05hBonn
  • Antwort auf #13 von Loren
  • Genau - und diesen Aspekt möchte ich noch mal unterstrichen sehen:

    "Der Künstler -Die Bandbreite- kann sich übrigens an diesem Diskurs beteiligen oder -wie in diesem Fall- es bleiben lassen. Er kann widersprechen, zurechtrücken oder -wie in diesem Fall- schweigen."
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#19 antosProfil
  • 10.07.2012, 19:16hBonn
  • Antwort auf #17 von Mister_Jackpot
  • "[...] und ausserdem wünsche ich mir sogar eine Diskussion auf höherem Niveau."

    Das sind wir schon mal zwei, nein, stimmt gar nicht, ich lese aus den Kommentaren, dass sich hier etliche Leute eine Diskussion auf höherem Niveau wünschen - oder sie sogar gleich anstoßen: z. B. Loren. Kommt dann drauf an, ob man darauf eingeht.

    Suchen wir einmal das Niveau beim 'AIDS'-Song der Bandbreite. Was möchten wir daran diskutieren? Die künstlerische Bearbeitung von Text, Musik und Bild - oder die dummen Thesen, die der wissenschaftlich offensichtlich reichlich ungebildete Wojna mit dem Stück zum besten gibt? Oder ist das seine gewitzte Rollenprosa?
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#20 vingtans
  • 10.07.2012, 22:32h
  • und das alles für einen csd mit einem publikum von weniger als 20 leuten.

    hochnotpeinlich. homophobie? klar, deswegen wollten sie am csd teilnehmen ;)

    dat is duisburg.
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#21 FoXXXynessEhemaliges Profil
#22 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 11.07.2012, 13:43h
  • Antwort auf #13 von Loren
  • Die "Grenze des Akzeptablen" wurde mit der Hetze gegen "Die Bandbreite" bereits überschritten. Kulturbashing ist deshalb die korrekte Definition für die schmachvollen Vorgänge, Gaystapo (eindeutig satirisch überspitzt formuliert) ist ein schön böses Wort, das zum Nachdenken über die widerliche Gesinnungsschnüffelei im Kunstbereich anregen möge.
    Mir vorschreiben zu wollen, was akzeptabler Sprachgebrauch sei, ist jedoch vermessen. Die Gedanken sind frei, Kunst darf alles und es herrscht Meinungsfreiheit. Ich habe damit keine Probleme. Du etwa?
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#23 finkAnonym
  • 11.07.2012, 16:01h
  • Antwort auf #22 von reiserobby
  • "Kunst darf alles"

    ich habe hier nicht vernommen, dass irgendwer eine zensur einführen oder einen songtext verbieten wollte. es geht darum, ob man als veranstalter_in der meinung ist, ein bestimmter auftritt passe ins konzept der veranstaltung oder nicht. wenn daran berechtigte zweifel auftauchen - und ich halte diese zweifel hier für berechtigt -, dann hat kein_e künstler_in ein recht darauf, trotzdem dort aufzutreten. das hat nichts mit meinungs- oder gar gendankenfreiheit zu tun, das ist schlicht und einfach grundlage jeglichen veranstaltens: organisator_innen treffen eine auswahl. punkt. ggf. korrigieren sie ihre entscheidung noch einmal. zweiter punkt.

    so einfach ist das.

    sofern schon ein vertrag unterschrieben war, sind natürlich ggf. entsprechende konsequenzen fällig, das ist klar. da fehlen mir zur beurteilung im konkreten fall die fakten.

    hier aber gleich wieder einen fall unterdrückter meinungsfreiheit zu konstruieren - das spielt den ganzen vorfall einfach ein paar ebenen zu hoch.
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#24 lSimonAnonym
  • 11.07.2012, 16:25h
  • Antwort auf #22 von reiserobby
  • Das ist ja schön für dich, daß wir hier Meinungsfreiheit haben. Die gilt aber auch für die anderen - und auch der CSD-Verein hat die Freiheit sich auszusuchen, was er auf seiner Veranstaltung spielen lassen will oder eben nicht.

    Zweitens ist es gemeingefährlich, offensichtlich paranoiden Musikern (Aussage "Das CIA entwickelt HIV-Viren um sie an Drogenabhängigen u.ä. zu testen"), eine öffentliche Platform zu geben. Wer anderen auch erzählen will, ihr HIV mit Aspirin heilen zu können und Hepatitisimpfungen mit Infektionsgefahr in einen Zusammenhang stellt, gefährdet durch das wissentliche Inverkehrbringen von Unwahrheiten die Gesundheit von HIV-kranken, die nach jedem Strohhalm greifen sowie die Gesundheit derer, die durch verschwörungstheoretischen "Impfskeptizismus" sich notwendigen Impfungen nicht unterziehen.

    Schau mal hier, da gibts die gesamte Bandbreite des verschwörungstheoretischen Unsinns zusammengefasst:
    psiram.com/ge/index.php/Die_Bandbreite
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#25 finkAnonym
  • 11.07.2012, 23:51h
  • kleine seitenbemerkung zum thema "meinungsfreiheit": in der taz findet sich zum aktuellen artikel von elmar kraushaar folgender leserkommentar:

    "Man sollte den §170 wieder einführen. Wenn schon Dauerstreß mit den Schwulen, dann richtig. Ihre Angriffe auf die Familie könnte man dann einfach mit Knast beantworten. Zunächst sollte man die Schwulenpropaganda verbieten und die menschen über diese Krankheit aufklären. Zum Glück denken wenigstens die Migranten normal. Mit ihrer Hilfe hört der Blödsinn sexuelle Störungen bzw. Erkrankungen zur Normalität zu erklären auf. Homosexuelle sollte man endlich behandeln und an ihrer Krankheit forschen. Niemand ist gerne schwul. Zunächst erkennt jeder wie krank es ist. Erst dann setzt die Homopropaganmda ein und erklärt Scheißeschlieren zu Romantik und Liebe. ."

    www.taz.de/!96992/

    wohlgemerkt: in der taz, nicht etwa der welt oder bild.

    ist das irgendein neuer trend, dass sich sogar angeblich progressive medien verpflichtet fühlen, noch den reaktionärsten mist zu veröffentlichen? soll das meinungsfreiheit oder ein neues verständnis von demokratie sein, dass jedem gedanklichen unrat, der sich irgendwo artikulieren will, unnötigerweise sofort bereitwillig eine bühne geboten wird? was zum teufel ist da eigentlich los?

    und: könnte die queer-redaktion bitte mal bei der taz nachhaken, was das soll?
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#26 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 12.07.2012, 12:21h
  • Antwort auf #25 von fink
  • Ich find es gut, das taz nicht zensiert und Meinungen veröffentlicht, die nicht die meine sind, weil man dann mitbekommt, was so in den Köpfen der "anderen" vor sich geht. Das gleiche gilt erst recht für "Die Bandbreite" und andere Künstler. Meine, das jeder in Deutschland in der Lage ist, sich sein eigenen Bild zu machen und es ein Unding ist, das man gewisse Ansichten totschweigt oder sich erdreistet, die Öffentlichkeit davor schützen zu wollen. Wir sind schließlich keine kleinen Kinder, denen die Eltern nur das vorsetzen, was angeblich gut für den Nachwuchs sei.
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#27 finkAnonym
  • 12.07.2012, 12:39h
  • Antwort auf #26 von reiserobby
  • noch mal: meinungsfreiheit bedeutet nicht, dass jeder das recht darauf hat, dass seine meinung überall eine bühne bekommt. wenn du den unterschied zwischen "einen auftritt absagen" bzw. "beleidigungen nicht veröffentlichen" und "zensur" weiterhin verwischen willst, können wir hier nicht sinnvoll weiter diskutieren.
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#28 finkAnonym
  • 12.07.2012, 12:48h
  • Antwort auf #26 von reiserobby
  • ziehen wir deine gedanken konsequent durch: jedes medium wird zur bühne von beleidigungen, gewaltdrohungen, rassismus, sexismus usw., weil es ja "dreist" oder gar "zensur" wäre, wenn irgendeine redaktion da was rausfiltert. auf dem straßenfest der katholischen gemeinde spielen satanistenbands auf, weil es ja unterdrückung der meinungsfreiheit wäre, wenn man sie da nicht engagieren würde. in der tagesschau reden antisemitische kommentatoren, weil es gefährlich wäre, wenn man die "totschweigt" und wir schließlich alle wissen wollen, was "in den köpfen vorgeht".

    ist es das, was dir vorschwebt?
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#29 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 12.07.2012, 13:00h
  • Antwort auf #24 von lSimon
  • Ob "Die Bandbreite" nun von "rechten" Gruppen goutiert wird oder nicht, ist egal. Wer möchte, hätte die Band beim Auftritt, der jetzt quasi verboten wurde, ausbuhen können. Ich mag "Die Bandbreite", höre ich immer wieder gerne, auch mal Songs von "Böhse Onkelz" - ein Nazi oder homophob bin ich deshalb nicht. Ich meine: Auch ein schwules Publikum sollte man nicht wie kleine Kinder behandeln und darauf vertrauen, das jeder in der Lage ist, selbst zu bestimmen, woran man sich erfreuen möchte.
    Dass man der Band keine "öffentliche Plattform" bieten soll, ist ein schwaches Argument, schließlich wurde der Band durch das Kultur-Bashing sehr viel Aufmerksamkeit zuteil. Zudem bin ich der Meinung, dass man Kultur, egal ob sie einem persönlich gefällt oder nicht, immer eine öffentliche Plattform geben sollte. Ich bin nämlich für Vielfalt aber gegen Methoden, die auch von rechtskonservativen Kreisen oder Faschisten genutzt werden. Diffamieren, verleumden und Maulkorb-Erlasse sind einfach scheiße. Die Grenzen des Erträglichen gibt unser Strafgesetzbuch vor. Und auch da gilt es zu diskutieren, wie weit der Staat Meinungsäußerungen sanktionieren sollte oder nicht. Ich zumindest trete rigoros für das Recht auf freie Rede und das Recht auf freie künstlerische Entfaltung ein.
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#30 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 12.07.2012, 13:13h
  • Antwort auf #28 von fink
  • Die Gefahr, die du beschreibst, kann ich beim besten Willen nicht ausmachen. Die große Mehrheit der Bevölkerung lehnt radikale Ansichten ab. Und bitte unterscheide doch zwischen objektiven Nachrichten und Kommentare. Wenn mir z.B. Leute aufgrund meiner Meinung hier bei Queer.de androhen, mir was auf die Fresse schlagen zu wollen, nehme ich das zu Kenntnis ohne gleich der Queer.de-Redaktion vorzuwerfen, sie mache sich mit Gewalttätern gemein.
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#31 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 12.07.2012, 13:48h
  • Antwort auf #24 von lSimon
  • Übrigens: Sperma-Schlucken viel geiler ist als die Regel "Raus bevor es kommt" zu folgen und es bringt viel mehr sexuelle Freuden ein, ohne Gummi zu poppen.
    Meine Frage an Dich: Gehört es verboten, diese beiden Ansichten zu äußern, nur weil die beschriebenen Praktiken risikobehaftet sind, bin ich jetzt gemeingefährlich oder sollte mir das Schreiben oder Reden untersagt werden?
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#32 finkAnonym
  • 12.07.2012, 14:30h
  • Antwort auf #29 von reiserobby
  • "Zudem bin ich der Meinung, dass man Kultur, egal ob sie einem persönlich gefällt oder nicht, immer eine öffentliche Plattform geben sollte."

    es ist aber deshalb nicht gleich JEDE im weiteren sinne kulturelle veranstaltung ein rahmen, in dem JEDE meinung abgebildet werden MUSS, weil alles andere gleich "faschisten-methoden" wären. es täte der diskussion wirklich gut, wenn du den ball ein bisschen flacher halten könntest und die begründete inhaltliche entscheidung gegen einen bestimmten auftritt in einem bestimmten rahmen nicht gleich zu einer halben diktatur hochjazzen würdest.

    "Diffamieren, verleumden und Maulkorb-Erlasse sind einfach scheiße."

    eben. deshab muss diffamierende scheiße auch nicht überall veröffentlicht oder sogar finanziert werden.

    und kannst du mir sagen, wer hier irgendwo einen "maulkorb-erlass" gefordert hat?

    "Die Grenzen des Erträglichen gibt unser Strafgesetzbuch vor"

    das heißt immer noch nicht, dass niemand, der irgendwo eine bühne hinstellt oder ein medium betreibt, mehr entscheiden darf, wer diese bühne nutzt oder in dieses medium hineinkommt.

    die meinungsvielfalt in unserem land entsteht doch nicht, weil wir überall lauter "offene kanäle" haben in denen alle ungefiltert durcheinanderquatschen und der lauteste sich durchsetzt, sondern weil wir eine vielzahl von medien mit unterschiedlicher ausrichtung haben, in denen jeweils unterschiedliche politische richtungen gepflegt werden.
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#33 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 12.07.2012, 15:41h
  • Antwort auf #32 von fink
  • Meine Kritik richtet sich doch aber auch konkret gegen die Organisatoren des Duisburger CSDs, die Die Bandbreite erst einladen, dann wieder ausladen, weil es jenen nicht passt, die meinungsfeindlich argumentieren und widerliches Kulturbashing betreiben. Insbesondere linke LGBT-Personen, die, ständig und zu recht, Vielfalt und Toleranz einfordern, mahne ich zu Toleranz. Wir sind schließlich nicht die Kirche und brauchen deshalb keine Inquisition, die Ketzer an den Pranger stellt.
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#34 finkAnonym
  • 12.07.2012, 16:01h
  • Antwort auf #33 von reiserobby
  • klar, die stichworte "inquisition" und "pranger" haben noch gefehlt.

    mich wundert vor allem, dass du hier die ganze zeit jede noch so abwegige meinungsäußerung verteidigst, es aber anscheinend nicht aushälst, dass andere heftige kritik an deiner geliebten band üben.

    wenn es "intolerant" ist, die texte dieser band zu kritisieren, ist es dann nicht eigentlich auch "intolerant" von DIR, wenn du die kritik an der band "intolerant" nennst?

    sorry, aber wenn wir so anfangen, über toleranz zu reden, dann verliert diese debatte hier jede sinnvolle grundlage.

    ebenso, wenn du behauptest, dass es ein "verbot" darstelle, wenn eine band, die sich als inkompatibel mit dem veranstaltungskonzept erweist, wieder ausgeladen wird. das ist kein verbot. niemand hier hat davon geredet, diese band oder ihre texte zu verbieten. nur du redest davon.

    du schmeißt munter alles von sachlicher kritik und meinungsfreiheit über inquisition bis faschismus in einen topf und rührst um. wenn das nicht aufhört, können wir noch ein paar tage weiter aneinander vorbeireden - oder es auch einfach hiermit sein lassen.
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#35 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 12.07.2012, 18:41h
  • Antwort auf #34 von fink
  • Die Bandbreite gehört kritisiert, bin eindeutig für eine kritische Auseinandersetzung – unbedingt. Ein "Auftritts-Verbot" ist jedoch keine Kritik, sondern – ich wiederhole mich – widerliches Kultur-Bashing. Denn niemand wird wohl ernsthaft behaupten, dass Die Bandbreite keine musikalische Qualität besäße, selbst ihre Texte sind sehr gut. Der Punkt, wo es brenzlig wird, ist der, wenn Kunst aus politischen Gründen diffamiert und behauptet wird Die Bandbreite sei inkompatibel für den CSD. Das ist keine Kritik, sondern eine Verleumdung, die auf einer unverhohlenen Lüge basiert. Denn: Die Veranstalter haben sich im Vorfeld sicher sehr gut überlegt, warum sie Die Bandbreite gebucht haben, weil sie anders sind als der aalglatte Trash-Pop- und Rockpop, der sonst so auf CSDs geträllert wird und weil sie sich Themen wie Aids, Schwulsein und Homosexualität aus anderem Blickwinkel als der schwule Mainstrea annehmen. Ich finde das sehr interessant, egal, ob ich deren Blickwinkel teile oder nicht. Schließlich geht es bei einem Auftritt auf der Showbühne um Kunst. Und die gehört respektiert - unbedingt!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #34 springen »
#36 finkAnonym
  • 12.07.2012, 19:08h
  • Antwort auf #35 von reiserobby
  • etwas als kunst zu bezeichnen kann kein grund dafür sein, jede noch so dumme aussage respektieren zu müssen. dass etwas anders als der mainstream ist - ebenfalls kein grund, es schon allein deshalb "interessant" finden zu müssen.

    wenn hier z.b. aids-verschwörungstheorien in songs reingebastelt werden - nein, das muss ich nicht bedingungslos respektieren, bloß weil es jetzt angeblich "kunst" ist. ich darf sagen, das ist scheiße. im alltag ist das gefährlicher quatsch und als "kunst" auf einer bühne ist es erst recht gefährlicher quatsch. und ich kann gute gründe anführen, weshalb so etwas nichts auf einer veranstaltung zu suchen hat, bei der es u.a. auch um hiv-aufklärung geht.

    so, und jetzt sag mir bitte, wo genau ich lüge und verleumde.
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#37 stromboliProfil
  • 12.07.2012, 19:10hberlin
  • Antwort auf #35 von reiserobby
  • was redest du denn für einen scheiß von auftrittsverbot.. die können auftreten wo sie wollen aber halt nicht unbedingt bei schwul/lesbischen veranstaltungen bis nicht eindeutig geklärt ist, was die da an hintergrund mit sich herumtragen.. mehr nicht!
    sie agieren in zweifelhaftem umfeld, geben interviews für rechte postilien und schmücken sich mit rechstlastigen theoretikern.. das ist genug material, um zweifel an einer auftrittstauglichkeit zu provozieren.
    Da die jüngelchen ohnehin vom provozieren leben müssen sie entsprechend mit reaktion rechnen...
    beide seiten werden den verlusst des sich näher kennenlernens verschmerzen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #35 springen »
#38 reiserobbyEhemaliges Profil
#39 antosProfil
  • 12.07.2012, 20:40hBonn
  • Antwort auf #38 von reiserobby
  • Womit Du gerade zu beweisen scheinst, dass die von dir hochgehaltenen Begriffe "Meinungsfreiheit" und "Pluralismus" leere Hülsen sind. Die freie Meinung ist halt schon mal scheiße, wenn es nicht die eigene ist, stimmts? Aber: Wenn echte Meinungen unterschiedlich denkender Menschen aufeinander prallen, gibt es halt kontroverse Diskussionen. Die dauern und man sollte sie, liegt einem tatsächlich an Meinungsfreiheit, auch aushalten können.

    Ich fände es schade, wenn Du hier nicht weiter mitdiskutierst.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #38 springen »
#40 finkAnonym
  • 12.07.2012, 21:57h
  • Antwort auf #39 von antos
  • ich fänd's auch schade. ich mag es, wenn jemand seine meinung auch mal hartnäckig vertritt, auch dann, wenn es nicht meine ist. wegen der reibungshitze sind wir doch hier, nicht wahr?

    aber ich hatte das jetzt eh nicht als einen abschied für immer verstanden, sondern nur für diesen thread, oder liege ich da falsch?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #39 springen »
#41 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 13.07.2012, 12:19h
  • Antwort auf #40 von fink
  • Keine Bange, nur bei diesem Thema herrscht ein unüberbrückbarer Dissens, fühl' mich aber auf meinem Standpunkt sehr wohl, danke schön. Und denkt dran, die Überhöhung der eigenen Opferrolle gegenüber Grundwerten, macht (auch) schwule Männer nicht automatisch zu besseren Menschen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #40 springen »
#42 stromboliProfil
  • 13.07.2012, 13:04hberlin
  • Antwort auf #41 von reiserobby
  • gut dass du uns als ombudsmann erhalten bleibst gegen die geschmackspolizei der überhöhten opferrollen...

    "grundwerte" überhöhen zu wollen um dem eigenen senf einen sinnvollen inhalt zu geben ist auch nicht dass, was schwule männer und damit auch dich automatisch zu besseren menschen macht!
    Dramatisch den abgang zelebrieren um sein baldiges wiederkommen anzukündigen vertieft auch nicht die spurensuchen nach inhalten, sondern zeigen uns die prinzessin auf der erbse...
    Ich jedenfalls bin von dem hier gebotenen geschmäckle-drama mehr als entäuscht!
    Da reihst du dich würdig in die künstliche aussagen deiner hip-hop darlings ein; viel lauer wind um geschmack, spekulation und ihr schützenswertes kunstverständnis...
    Kunst?
    industriell gefertigter stabreim allenfalls!
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#43 finkAnonym
  • 13.07.2012, 15:16h
  • Antwort auf #41 von reiserobby
  • und immer wieder die berufung auf "grundwerte", die hier angeblich in frage gestellt werden.

    du scheinst immer noch nicht begreifen zu wollen, worum es hier geht, oder es absichtlich verwischen zu wollen.

    A: jemand fordert das verbot einer bestimmten "künstlerischen" botschaft.

    B: jemand möchte eine bestimmte "künstlerische" botschaft, der er deutlich widerspricht, nicht fördern und bezahlen.

    frage: siehst du zwischen A und B irgendeinen klitzekleinen unterschied oder siehst du ihn nicht?
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#44 Mullah v d AlmAnonym
  • 13.07.2012, 16:11h
  • Antwort auf #25 von fink
  • "und: könnte die queer-redaktion bitte mal bei der taz nachhaken, was das soll?"

    ja .... unbedingt ...
    weil es hier in der Kommentarspalte auch soviel anders zugeht, wenn Breivikbewunderer mit Kraftausdrücken wie "Gaystapo" um sich werfen, oder, was in letzter Zeit seltener vorgekommen ist, Kommentare freigeschaltet werden, die meiner bescheidenen Meinung nach zu knapp an strafrechtlicher Relevanz vorbeischreddern.
    "Gaystapo" ist da ein schönes Bsp. Das ist wohl nicht strafrechtlich relevant, eine Verharmlosung der Verbrechen des Nationalsozialismus ist es dennoch, und lässt eindeutige Rückschlüsse auf die ideologische Positionierung des Kommentators zu.

    "ist das irgendein neuer trend, dass sich sogar angeblich progressive medien verpflichtet fühlen, noch den reaktionärsten mist zu veröffentlichen?"

    Nein, dieser "Trend" ist so alt wie das Internet. Lediglich das in der Wissenschaft als Extremisus der Mitte bezeichnete Phänomen ist ausgeprägter.
    Manche nennen es auch Rechtsruck oder Rollback. Ich empfehle hierzu Lektüre zum Studienkreis Weikersheim, bzw Neue Rechte und deren Diskursstrategie. Das erklärt auch Begriffe wie "Gaystapo".
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#45 Mullah v d AlmAnonym
  • 13.07.2012, 16:20h
  • PS @ (nicht nur) Fink,

    deine ausdauernde Trollfütterung hier ist Teil des von dir bei der TAZ kritisierten Problems.
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#46 finkAnonym
#47 Mullah v d AlmAnonym
  • 13.07.2012, 19:10h
  • Antwort auf #46 von fink
  • Ich meine das auch garnicht böse. Ich habe ja schon verschiedentlich auf jahrelange Auseinandersetzungen mit einigen Naumannbloggern hingewiesen. Damals habe ich dann auch angefangen mich mit den "eigenen Reihen" zu streiten, bis es dann endlich soweit war, dass die anderen auch meinten "mit solchen diskutiert man nicht" und Reffer und Kommentare löschten und User blockierten.
    Während diese "liberalen" Blogs über Jahre jeweils etliche hundert Kommentare pro Woche generierten, waren die plötzlich in Rekordzeit praktisch bedeutungslos und kamen bestenfalls noch auf ein zwei dutzend Kommentare. Das ist somit empirisch bewiesen.
    Ich kann absolut verstehen, wenn man solch groben Unsinn nicht unkommentiert stehen lassen will ... allein, it takes two to tango und wer, wie hier, rechtsextremes Gedankengut als "Grundwerte" verkaufen will ist darüberhinaus schlicht und ergreiffend nicht satisfaktionsfähig.

    Und, nur falls das nicht klar geworden sein sollte, ich halte es auch für einen Skandal, das Kommentare, wie der von dir zitierte, veröffentlicht werden.
    Oder homophoben Anti-Semiten ausgerechnet auf einem CSD eine Bühne geboten werden soll.
    Naja ... "ausgerechnet" ... beim Zustand dessen, was die bürgerliche Revolution von der Schwulenbewegung übrig gelassen hat, ist das eigentlich kein Wunder.
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#48 antosProfil
#49 175erAnonym
  • 15.07.2012, 07:50h
  • Antwort auf #26 von reiserobby
  • Du kannst deine Meinung für dich haben.
    Denn von deinem Standpunkt hast du recht, aber nur von deinem!

    Die anderen in diesem Forum haben eine andere Meinung. Und von deren Standpunkt haben auch sie recht.

    In diesem Fall diskutieren wir.
    1. Ich bin der Meinung dass die Verantwortlichen in Duisburg richtig entschieden haben.
    2. Ich brauche diese Meinung nicht zu untermauern oder zu erklären.
    3. Ich kann es freiwillig tun: Die besagte Band hat den falschen Ort für ihren Auftritt gewählt. Es ist bei ihr noch nicht angekommen, wo sie auftreten will und wozu sie diese Songauswahl getroffen hat. Ihr gewähltes Songthema ist zu sensibel für den Auftritt bei einem CSD. Ein anderer geeigneter Ort ist z.B. der deutsche Bundestag. Wenn dort der Pope in Rom einen Auftritt bekommen kann, dann auch eine Band wie die Bandbreite. Vielleicht denken dadurch die Politiker anschließend etwas breiter
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#50 antosProfil
  • 15.07.2012, 08:59hBonn
  • Apropos "Überhöhung der eigenen Opferrolle" [reiserobby].

    Jetzt hat sich 'Die Bandbreite' zur Kritik geäußert. Im Stück 'Lieber Veranstalter' setzt sich die Band mit den Vorwürfen auseinander; nicht, dass sie auf irgendeinen der Vorwürfe argumentativ einginge, stattdessen stilisiert sie sich zum verkannten "Fighter" für die Meinungsfreiheit im Geiste Voltaires und weist gleichzeitig auf die vermeintlichen Motive der - schwächlichen - Kritiker hin: Weil die Band mit ihren Stücken mutig verborgene Wahrheiten ans Licht bringe, fühlten sich manche, weniger Mutige ihres festen Halts beraubt ["manchen Menschen Angst und Bange wird, wenn dat wat der für wahr erachtet plötzlich seinen Wert verliert"].

    Die Kritik [Kritiker "graben tief im Internet und tun et wie vernarrt"] ist laut Bandbreite "Leier" und eine "Hexenjagd", die begonnen habe als sie ihr der Wahrheit und nichts als der Wahrheit verpflichtetes Stück zu 911 der Öffentlichkeit geschenkt hat:

    www.diebandbreite.de/lieber-veranstalter/

    Armer Voltaire, für was Du so alles herhalten musst.
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#51 antosProfil
  • 15.07.2012, 09:35hBonn
  • Nachtrag: Was sagt es über die Reflexions-Bereitschaft, wenn mit 'Lieber Veranstalter' ein Stück aus dem Jahr 2011 [hochgeladen auf der Bandseite aber am 14.07. unter 'News'] als Antwort und Kommentar herhalten muss? Die Haltung ist klar: Wahrheit ist Wahrheit - "da gibt es nichts zu kritisieren".
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#52 AnnaAnonym
  • 28.07.2012, 13:22h
  • Also ich verstehe die Entscheidung, "Die Bandbreite" auszuladen nicht so sehr. Ich persönlich finde nichts schwulenfeindliches in dem Lied "Kein Sex mit Nazis". In der Zeit des Nationalsozialismus waren schwule Mitglieder der NSDAP ein behütetes Geheimnis. Nur war es der Kern der kranken Ideologie, alles, was nicht ihren Ideen von "Normalität" und "Deutschtum" entsprach, auszurotten. Im Kreis um Hitler gab es einfach viele Homosexuelle Funktionäre, die sich selber Verleugneten, was schon schlimm genug ist. In dem von euch angeführten Zitat aus dem Text geht ihr nicht auf die Textzeile ein, die einen kurzen Moment später folgt: "(...) und keiner von den Schwulen wollte Sex mit Nazis". So gesehen wird in diesem Lied eigentlich nur die kranke Denkweise der damaligen und heutigen Nazis angeprangert: Homosexualität als was schlechtes und perverses zu verurteilen und nunmal selbst schwule/lesbische Mitglieder zuhaben. In dem 2. Stück, was im Artikel genannt wird AIDS als missglücktes Experiment mit Ziel der Ausrottung der Afrikaner und als Verschwörungstheorie aus der USA erklärt. Fakt ist, das alle Theorien über die Herkunft dieser Krankheit bis heute mit einem "wahrscheinlich" und "womöglich" versehen sind. Ich finde den Inhalt nichtsdestotrotz nicht homophob und auch nicht antisemitisch. Man könnte die Jungs bei ihrem Auftritt auch aus dem Publikum einfach kritisch betrachten. Rosa Ponys und Seifenblasen tragen auch nicht gerade dazu bei, die homosexuelle Szene in Deutschland mit Selbstbewusstsein zu stärken.
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