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- 10. Juli 2012 2 Min.

Aktueller CSD-Aufkleber der FDP: Bei der Hamburger Parade wollen die Liberalen aber nicht frei machen...
Den Aufruf von Hamburg Pride, die CSD-Teilnahme zu überdenken, nahmen die Liberalen "mit großer Überraschung" zur Kenntnis.
Von Carsten Weidemann
Beim Hamburger CSD am ersten August-Wochenende werden auch die beiden Regierungsparteien im Bund bei Parade und Straßenfest dabei sein. Sowohl die Lesben und Schwulen in der Union (LSU) als auch die FDP wiesen einen Aufruf des Hamburg Pride e.V. zurück, die Teilnahme zu überdenken. Der CSD-Verein hatte Schwarz-Gelb am Montag in einem Offenen Brief vorgeworfen, wegen des Abstimmungsverhaltens Ende Juni im Bundestag nicht hinter dem CSD-Motto "Ehe 2.0 - Nach den Pflichten jetzt die Rechte" zu stehen (queer.de berichtete).
Während die LSU noch am selben Tag erklärte, "jetzt erst recht" am Hamburger CSD teilnehmen zu wollen (queer.de berichtete), antworteten die Fraktionen der FDP in Bürgerschaft und Bundestag in einem gemeinsamen Brief am Dienstag. Darin heißt es, den Aufruf des Hamburg Pride e.V. habe man "mit großer Überraschung (...) zur Kenntnis genommen". Fast trotzig klingt der Satz: "Wenn der Hamburg Pride erklärt, niemanden von der Parade ausschließen zu wollen, dann können Sie davon ausgehen, dass wir an der Parade teilnehmen werden."
Die FDP fordert den Hamburg Pride zum Gespräch auf
Weiter schreiben die Liberalen: "Die FDP-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft bekennt sich zum Motto der CSD-Demonstration 'Ehe 2.0 - Nach den Pflichten jetzt die Rechte'. Die FDP kämpft auf allen Ebenen für den Abbau von Diskriminierung und Intoleranz. Gerade weil es dazu weiterer Anstrengungen bedarf, sollten die Kräfte, die sich für die Gleichstellung einsetzen, zusammen arbeiten."
Die FDP forderte den Hamburg Pride indirekt auf, sich ein Beispiel am Kölner KLuST zu nehmen: "In Köln kam es im Vorfeld des CSDs in diesem Jahr zu Bedrohungen des FDP-Wagens auf dem CSD. Dort stellte sich der Veranstalter ganz bewusst hinter die FDP als Teilnehmer an der politischen Parade, weil es ihm nicht um parteipolitisches Gezänk ging, sondern um das Vorantreiben der gemeinsamen Ziele."
"Über den Weg dorthin sollten wir diskutieren", schreiben die Liberalen weiter. "Wir würden uns freuen, wenn es zu einem Gespräch zwischen Vertretern des Hamburg Pride e.V. und der FDP-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft kommen würde. Und wenn Ihr offener Brief am Ende dazu führt, dass wir diesem Ziel ein Stück näher kommen, dann hat er sich auf jeden Fall gelohnt."















das hat mit demokratie überhaupt nichts zu tun !
wir wollen unsere gegner nicht MITFEIERN lassen, basta ! denn sie missbrauchen den grundgedanken der bewegung und wollen ihn für ihre zwecke "benutzen"!
offenbar würde ein ausschluss die bande doch treffen, und genau das ist der sinn der sache !!!
oder aber sollten sich schwule und lesben auch auf ihren "veranstaltungen" in vollem ornat und fummel beteiligen ???????