Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?16976

Neonazis und Schwule und Lesben haben teilweise die gleiche Route (Bild: Wiki Commons / Marek Peters / GFDL-1.2)

Der CSD im rheinland-pfälzischen Koblenz bekommt ungewollte Nachbarschaft: Am Samstag, den 18. August wollen nicht nur Schwule und Lesben mit ihrer Parade durch die Straßen ziehen, sondern auch Neonazis. Wie die "Rhein-Zeitung" berichtet, hat die Stadt die beiden Demonstrationen sowie einen Gegenprotest gegen die Rechtsradikalen genehmigt.

Angemeldet hatte die Demonstration der bekannte Neonazi Christian Worch, er will gegen den zwei Tage später beginnenden Prozess gegen mutmaßliche Mitglieder und Unterstützer des rechtsextremen "Aktionsbüros Mittelrhein" protestieren. Insgesamt sind 26 Personen angeklagt, den meisten wird Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen.

Die Stadt hat die Neonazi-Demonstration genehmigt, weil sie davon ausgeht, dass dies ansonsten Gerichte tun würden. Sie beginnt um 12 Uhr, die CSD-Parade um 14.30 Uhr. Nach derzeitigen Plänen ziehen beide am Landgericht an der Kameliterstraße vorbei; der CSD startet dort in der Nähe, die Neonazis wollen dort ihre Abschlusskundgebung abhalten. "Wir werden versuchen, die beiden Veranstaltungen voneinander zu trennen", sagte ein Sprecher der Stadt gegenüber der Zeitung. Hinzu kommt eine vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) angemeldete Gegendemonstration.

- Werbung -

Erste CSD-Parade in Rheinland-Pfalz

Die Polizei wird auch eine sichere Anreise der CSD-Teilnehmer und Abreise der Neonazis gewährleisten müssen. Vor einigen Jahren hatte es bereits eine Neonazi-Demo in Düsseldorf in der Nähe des CSD-Straßenfestes gegeben. Damals kam es zu keinen Übergriffen, weil die Beamten die beiden Gruppen penibel getrennt hielten.

Der CSD in Koblenz findet in diesem Jahr zum fünften Mal statt, mit einem Straßenfest am Freitag und Samstag auf dem Münzplatz und anschließenden Parties im Club Vogue (An der Liebfrauenkirche 12). Zugleich gibt es am Samstag die erste CSD-Parade in Rheinland-Pfalz überhaupt. (cw)

-w-

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 20.07.2012, 11:39h
  • Ätzend und unfaßbar, daß dieser braune Abschaum ausgerechnet am CSD auch demonstrieren darf! Es wird Zeit, sich für eine dritte Demo zu formieren: die gegen die rechten Volksverhetzer!
  • Direktlink »
#2 MarekAnonym
  • 20.07.2012, 11:50h
  • Wie lange werden uns noch Leute vor die Nase gesetzt, die uns tot sehen wollen?!

    Dass Gerichte sowas am selben Tag erlauben ist auch ein Zeichen von versteckter Homophobie...
  • Direktlink »
#3 Kaschi
  • 20.07.2012, 12:51hBerlin
  • Das Grundgesetz gibt jedem das Recht auf Demonstration. Allerdings haben mehrfach Gericht geäußert, dass eine bestimmte Route oder eine bestimmte Zeit nicht gewährleistet werden muss.
    Warum hier also die Stadt eine Genehmigung von zwei so gegensätzlichen Gruppen genehmigt hat, ist unverständlich.
    Mir scheint es vielmehr ein Ausdruck von Homophobie seitens der Stadt, wenn eine Abschlussveranstaltung von Neonazis fast zeitgleich nur wenig entfernt von der Anschlussveranstaltung des CSD´s geben soll. Welcher Schwule, welche Lesbe will sich diesem Risiko den freiwillig aussetzen? So kann man den Behörden schon vorwerfen, die Zahl der Demonstaranten zum CSD schön klein halten zu wollen. Anders kann ich mir das Verhalten der Stadt nicht erklären.
    In Berlin wäre aufgrund räumlicher und zeitlicher Nähe von Veranstaltungen der CSD beinahe nicht genehmigt worden (Fanmeile und Fashion-Week), wobei die Fanmeile an dem Tag des CSD´s gar nicht geöffnet war und die Fashion-Week an diesem Tag erst mit dem Aufbau beginnen wollte. Hier sollten die Koblenzer Behörden noch einmal in sich gehen und lieber eine gerichtliche Niederlage riskieren, bevor sie Leib und Leben von Menschen riskieren.
  • Direktlink »