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- 20. Juli 2012 2 Min.

Neonazis und Schwule und Lesben haben teilweise die gleiche Route (Bild: Wiki Commons / Marek Peters / GFDL-1.2)
Der CSD im rheinland-pfälzischen Koblenz bekommt ungewollte Nachbarschaft: Am Samstag, den 18. August wollen nicht nur Schwule und Lesben mit ihrer Parade durch die Straßen ziehen, sondern auch Neonazis. Wie die "Rhein-Zeitung" berichtet, hat die Stadt die beiden Demonstrationen sowie einen Gegenprotest gegen die Rechtsradikalen genehmigt.
Angemeldet hatte die Demonstration der bekannte Neonazi Christian Worch, er will gegen den zwei Tage später beginnenden Prozess gegen mutmaßliche Mitglieder und Unterstützer des rechtsextremen "Aktionsbüros Mittelrhein" protestieren. Insgesamt sind 26 Personen angeklagt, den meisten wird Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen.
Die Stadt hat die Neonazi-Demonstration genehmigt, weil sie davon ausgeht, dass dies ansonsten Gerichte tun würden. Sie beginnt um 12 Uhr, die CSD-Parade um 14.30 Uhr. Nach derzeitigen Plänen ziehen beide am Landgericht an der Kameliterstraße vorbei; der CSD startet dort in der Nähe, die Neonazis wollen dort ihre Abschlusskundgebung abhalten. "Wir werden versuchen, die beiden Veranstaltungen voneinander zu trennen", sagte ein Sprecher der Stadt gegenüber der Zeitung. Hinzu kommt eine vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) angemeldete Gegendemonstration.
Erste CSD-Parade in Rheinland-Pfalz
Die Polizei wird auch eine sichere Anreise der CSD-Teilnehmer und Abreise der Neonazis gewährleisten müssen. Vor einigen Jahren hatte es bereits eine Neonazi-Demo in Düsseldorf in der Nähe des CSD-Straßenfestes gegeben. Damals kam es zu keinen Übergriffen, weil die Beamten die beiden Gruppen penibel getrennt hielten.
Der CSD in Koblenz findet in diesem Jahr zum fünften Mal statt, mit einem Straßenfest am Freitag und Samstag auf dem Münzplatz und anschließenden Parties im Club Vogue (An der Liebfrauenkirche 12). Zugleich gibt es am Samstag die erste CSD-Parade in Rheinland-Pfalz überhaupt. (cw)
Links zum Thema:
» Webseite des CSD Koblenz
» Bericht der "Rhein-Zeitung"
» Mehr zum "Aktionsbüro Mittelrhein"














