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- 20. Juli 2012 1 Min.

Zynischer Spruch am Tor zum ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald (Bild: elgarydaly / flickr / by 2.0)
In der Gedenkstätte Buchenwald erinnert eine neue Gedenktafel an zwei homosexuelle Männer, die in dem Konzentrationslager der Nationalsozialisten ums Leben kamen.
Neben etwa 50 weiteren Namenstafeln im Vorraum des Krematoriums wurde in dieser Woche ein weiteres, etwa 30 mal 40 Zentimeter großes schwarzes Metallschild für Friedrich Wessel und Julius Schmidt installiert.
Der Plakatmaler Wessel wurde im KZ Buchenwald im Alter von nur 41 Jahren, weniger als drei Monaten nach Beginn seiner Internierung, am 7. Mai 1942 angeblich auf der Flucht erschossen. Wie er war auch der Krankenpflegeschüler Schmidt aufgrund des Paragrafen 175 verurteilt worden. Julius Schmidt starb im Alter von nur 33 Jahren am 17. März 1942, als vermeintliche Todesursache wurde von den Tätern "akute Herzschwäche" vermerkt, eine ebenso falsche wie beschönigende Formulierung für einen unnatürlichen, von der SS beabsichtigten Tod.
Finanziert wurde die Gedenktafel von der Bochumer Schwulenberatung "Rosa Strippe". Deren Mitarbeiter Jürgen Wenke hatte den Lebensweg der beiden Männer, die im Ruhrgebiet ihren Lebensmittelpunkt hatten, in Archiven recherchiert. (cw)














