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Einzelkommentar zu:
Mika spricht erstmals über sein Schwulsein


#24 175erAnonym
  • 06.08.2012, 09:34h
  • Antwort auf #6 von Kace Grelly
  • Ich kann nur von mir ausgehen.

    Bei mir war das "Coming-out" als ich15 war.

    Meine Familie hat zur Kenntnis genommen und für normal erklärt, dass ich keine Freundin hatte und nie mit einer ausging. Da damals noch der § 175 bestand, gab es Treffen mit meinem Freund nur innerhalb der Familie oder an einem neutralen Ort - auch in Klappen oder in einem Hotel.

    Meinst Du es sei damals leichter gewesen? Sicherlich nicht! Zumal ich im Beruf viele Jahrzehnte mit Kindern und Jugendlichen zu tun hatte. Ich habe nie von mir aus in der Öffentlichkeit darüber geredet, schwul zu sein. Wenn allerdings z.B. im Studium die Rede darauf kam, in eine Disco zu gehen oder einer anderen heterogeprägten Öffentlichkeit, habe ich gesagt, dass ich auf Männern stehe bzw. dass ich mit einem Mann intim befreundet sei.
    Ob es leicht oder schwer war, mich zu outen, will ich hier nicht diskutieren. Ich hatte mir einen Lebensplan gemacht, wie ich leben wolle und wie nicht. Dazu gehörte auch, dass ich stets ehrlich zu mir selbst sein wollte und würde.
    So habe ich im Beruf niemals "nein, stimmt nicht" gesagt, wenn ich auf mein Schwulsein -damals sagte man noch Homo- angesprochen wurde. Es war jedoch unter den Heterokollegen nie ein Thema.

    Es ist also ganz und gar deine Sache, ob du dich "outest". Was du auch immer tun wirst, wirst du einen Preis dafür zahlen. Ich wollte nie den Preis zahlen dafür, dass ich mit der Heimlichtuerei am Leben vorbei lebte. Aber bitte, das galt auch nur für mich.

    Dein Leben ist natürlich deine Sache.
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