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Kommentare zu:
Mika spricht erstmals über sein Schwulsein


#21 Kace GrellyAnonym
  • 05.08.2012, 23:37h
  • Antwort auf #14 von daVinci6667
  • OMG!

    "Allerdings. Nur sagen hilft da vielleicht nichts. Die sollten MUESSEN Vorbilder für unsere schwulen männlichen Jugendlichen sein. Ich weiss leider nur nicht wie wir das hinkriegen sollen."

    Das klingt natürlich ganz nach einem Weg hin zur Selbstverständlichkeit. Was "wir" tun sollen? Sorry, mit DIR will ich als Schwuler nicht mal im selben Raum sein, denn dein Gelaber verkörpert alles, was ich ablehne. Und was ist Gewalt ob physisch oder verbal oder Diskriminierung allgemein anderes, als mich zum MÜSSEN zu zwingen? Gab Zeiten, da musste man blond und blauäugig sein ... Wer bist du, dass du jemanden die Pflicht auferlegst, sich öffentlich outen zu müssen? Was bringt eine erzwungene Lockerheit? Meinst du, dann sind alle ganz entspannt? Oder arbeitet man lieber an den Grundvoraussetzungen, dass sich jeder irgendwann tatsächlich frei entscheiden und entfalten kann?
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#22 David JacobAnonym
  • 06.08.2012, 05:56h

  • Ich fand ihn schon immer echt schnuckelig...mit seinen Locken gefällt er mir am besten =)
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#23 daVinci6667
  • 06.08.2012, 08:27h
  • Antwort auf #21 von Kace Grelly

  • "Gab Zeiten, da musste man blond und blauäugig sein"

    Bei uns ist 'blond und blauäugig' ein Synonym für Dummheit, euch erinnert es an Nazis. Keine Angst, mit mir hat das nichts zu tun, weder in direktem noch in einem übertragenen Sinne.

    "mit DIR will ich als Schwuler nicht mal im selben Raum sein"

    Du spielst Fussball? Ich kenne diese Reaktion. In erster Linie zwar von homophoben Arschlöchern, die glauben durch das Einatmen derselben Luft, durch ein von mir ausgesandtes Virus selbst schwul zu werden. Aber auch Schrankschwestern können aus unbewusstem Neid so reagieren, wenn einer was erreicht hat, was ihnen schier unmöglich zu erreichen scheint.

    Mensch Kace Grelly, so schwer ist das doch nicht! Entweder mit Versteckspielen oder Fußball musst du aufhören, nicht mit beidem! Ich rate zu ersterem.

    Und sollten unerwartet tatsächlich alle wie Arschlöcher reagieren, kannst du nur froh sein, von denen wegzukommen! DIE sind es dann eben nicht wert, sich mit ihnen rumzuschlagen. Und denk daran, es gibt auch schwule Clubs in denen du spielen kannst! Leben hast du aber jetzt nur dieses, also lass es dir von denen nicht versauen!
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#24 175erAnonym
  • 06.08.2012, 09:34h
  • Antwort auf #6 von Kace Grelly
  • Ich kann nur von mir ausgehen.

    Bei mir war das "Coming-out" als ich15 war.

    Meine Familie hat zur Kenntnis genommen und für normal erklärt, dass ich keine Freundin hatte und nie mit einer ausging. Da damals noch der § 175 bestand, gab es Treffen mit meinem Freund nur innerhalb der Familie oder an einem neutralen Ort - auch in Klappen oder in einem Hotel.

    Meinst Du es sei damals leichter gewesen? Sicherlich nicht! Zumal ich im Beruf viele Jahrzehnte mit Kindern und Jugendlichen zu tun hatte. Ich habe nie von mir aus in der Öffentlichkeit darüber geredet, schwul zu sein. Wenn allerdings z.B. im Studium die Rede darauf kam, in eine Disco zu gehen oder einer anderen heterogeprägten Öffentlichkeit, habe ich gesagt, dass ich auf Männern stehe bzw. dass ich mit einem Mann intim befreundet sei.
    Ob es leicht oder schwer war, mich zu outen, will ich hier nicht diskutieren. Ich hatte mir einen Lebensplan gemacht, wie ich leben wolle und wie nicht. Dazu gehörte auch, dass ich stets ehrlich zu mir selbst sein wollte und würde.
    So habe ich im Beruf niemals "nein, stimmt nicht" gesagt, wenn ich auf mein Schwulsein -damals sagte man noch Homo- angesprochen wurde. Es war jedoch unter den Heterokollegen nie ein Thema.

    Es ist also ganz und gar deine Sache, ob du dich "outest". Was du auch immer tun wirst, wirst du einen Preis dafür zahlen. Ich wollte nie den Preis zahlen dafür, dass ich mit der Heimlichtuerei am Leben vorbei lebte. Aber bitte, das galt auch nur für mich.

    Dein Leben ist natürlich deine Sache.
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#25 Die_IliAnonym
  • 06.08.2012, 18:36h
  • Hey, wenn, dann hätte MICH geheiratet ;)))
    Aber ja, ein bisschen schade ists schon - er nährte die Hoffnung auf die wirklich queeren Bis und nicht nur die verkuschten, in einer Heteroehe lebenden und mit Männern fremdvögelnden, die einem so oft im Internet begegnen.
    ICh weiß, es gibt die anderen auch - wo sind sie denn???
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#26 Kace GrellyAnonym
  • 07.08.2012, 00:27h
  • Antwort auf #23 von daVinci6667
  • Ja, das ist die Rhetorik, die ich liebe. Alle, die nicht gleich lospoltern, sind natürlich Schrankschwestern. Für dich mag ich als fußballspielender, homoverkappter Möchtegernhetero rüberkommen. Das ist meist so bei Leuten, die nur schwarz-weiß kennen. Die Gründe, die jeder persönlich für sein individuelles Tempo oder seine Entscheidungen hat, spielen in solchen Zusammenhängen nie eine Rolle. Man hat sich gefälligst der Gruppe zur Verfügung zu stellen. Jeder Schwule, der nicht offen rumschreit, dass er mit Männern poppt, ist ein Fahnenflüchtling. Und Prominente, von denen sich diese Art homosexueller Kriegstreiber natürlich dank Öffentlichkeitswirkung die beste Unterstützung versprechen, haben gefälligst zwangsgeoutet zu werden. Ja, solche Ansichten lassen mich an die üblen Zeiten auf dieser Welt denken. Man sollte nicht die Augen davor verschließen, dass auf beiden Seiten diskriminiert wird, sowie es auf beiden Seiten Hetze gibt. Und ich bleibe dabei: erzwungene Unterstützung oder Vorbildfunktion oder was auch immer, ist nichts wert und schadet im Grunde deinem Ziel. Ich bin froh, dass du weder Nazi bist noch dumm. Allerdings bedeutet das noch nicht, dass andere neidisch auf dich sein müssten, weil du so viel weiter bist. Auch das ist so eine Fehlannahme. Coming-out ist kein Wettkampf. Und manche schießen auch übers Ziel hinaus ...
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#27 FoxxYnessAnonym

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