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Streit um Ehe-Öffnung in Schottland

Bischof vergleicht Homo-Ehe mit Inzest

  • 06. August 2012 43 2 Min.

Bischof Hugh Gilbert

In Schottland warnt die katholische Kirche mit schriller Rhetorik vor der bevorstehenden Öffnung der Ehe. Wenn Homo­sexuelle heiraten dürften, müsste man auch Inzest und Vielehen legalisieren, erklärte nun ein Bischof.

Hugh Gilbert, der Bischof der Aberdeen, erklärte gegenüber dem "Scottish Catholic Observer", er liebe und respektiere Schwule und Lesben, können ihnen aber nicht das Recht auf Ehe zusprechen: "Warum soll es in Ordnung sein, einen Mann mit einem anderen Mann zu vermählen, aber es ist nicht in Ordnung, dass er zwei Frauen heiraten kann? Wenn wir wirklich Gleich­behandlung wollen, warum schließt diese nicht auch die Nichte mit ein, die von ganzem Herzen ihre Onkel liebt?" Wie Homosexualität sei auch Inzest weit verbreitet, auch in seiner Gemeinde. Diese Menschen seien "keine Missgeburten oder Beispiele, die ich mir an den Haaren herbeziehe".

Die Gleich­behandlung von Schwulen und Lesben im Eherecht sei ein Versuch der Regierung, das "Wesentliche in der Natur" zu verändern: "Die können zum Beispiel ein Gesetz beschließen, dass alles mit vier Beinen ein Tisch ist, inklusive Hund und Pferd. Aber das macht die Tiere nicht zu Tischen."

Kirche plant Aktionstag gegen Homo-Rechte

Die katholische Kirche in Schottland plant für den 26. August einen politischen Aktionstag, in der in Predigten auf die "Gefahr" der gleichgeschlechtlichen Ehe hingewiesen werden soll und an die Regierung appelliert wird, die geplante Ehe-Öffnung zu verhindern. Die schottische Regierung hatte im Juli angekündigt, die Ehe für Schwule und Lesben in dieser Legislaturperiode zu öffnen (queer.de berichtete). Im Parlament in Edinburgh unterstützen alle Parteien, inklusive der konservativen Fraktion, dieses Vorhaben.

In den letzten Monaten hatte die katholische Kirche immer wieder Stimmung gegen die geplante Gleichstellung gemacht. So verglich Kardinal Keith O'Brien die Ehe-Öffnung mit der Legalisierung der Sklaverei und nannte es eine "groteske Zersetzung eines allgemein akzeptierten Menschenrechts", wenn Schwule und Lesben heiraten dürften (queer.de berichtete). (dk)

-w-

#1 uiuiuiAnonym
  • 06.08.2012, 11:51h
  • Ist das ein katholischer Hauself?
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#2 dummfugAnonym
#3 LolliAnonym
  • 06.08.2012, 12:02h

  • Der Bischof hat gute Ideen. Eine Öffnung der Ehe für poly-Beziehungen fänd ich super.

    Mal ganz davon ab: warum juckt es die kath. Kirche überhaupt, was bei standesamtlichen Eheschließungen läuft? Dachte, dass für die eh nur die kirchliche Ehe zählt.
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