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- 30. September 2004 2 Min.
In einer Klosterschule zu Beginn der sechziger Jahre entdecken zwei kleine Jungen, Ignacio und Enrique, die Liebe, das Kino und die Angst. Padre Manolo, ihr Schulleiter und Literaturlehrer, ist Zeuge dieser Entdeckungsreise und wird mehr und mehr zu ihrem Teilnehmer. Unter seiner Führung überschreitet die ungleiche Dreiergruppe Grenzen und dringt in ein düsteres, verbotenes Gebiet vor...
Noch zweimal, Mitte der siebziger und in den achtziger Jahren, treffen die drei Personen aufeinander. Bei ihrem Wiedersehen brechen alte Wunden auf. Die schonungslose Konfrontation mit der Vergangenheit greift in dramatischer Weise erneut in ihr Leben ein – und bedeutet für einen von ihnen sogar den Tod.
Nach seinen weltweit preisgekrönten Erfolgen "Alles über meine Mutter" und "Sprich mit ihr" schlägt das spanische Regiewunder Pedro Almodóvar mit seinem wohl persönlichsten Film programmatische Töne an: Er verbindet pittoreske spanische Melodramatik mit dunklen Film-Noir-Klängen, soziale Anklage mit schwuler Selbstbespiegelung, luzide Reflexionen über den Prozess des Filmemachens mit Gefühl und Humor zu einem raffiniert strukturierten, düsteren Melodram von irritierender Schönheit. Als Eröffnungsfilm des diesjährigen Internationalen Filmfestivals in Cannes von der Kritik hochgelobt, steht dieser Film auch bei der Zuschauergunst ganz oben und avancierte auf der iberischen Halbinsel schon nach kurzer Zeit zum bestbesuchten Almodóvar aller Zeiten.
"La mala Educación" wird selbst die wahren Bewunderer Almodóvars überraschen: Denn nicht Frauen, sondern fast ausschließlich Männer sind die Protagonisten des wie eine Babuschka verschachtelten Films und abgesehen von Shooting Star Gael García Bernal und Fele Martínez ist es ein Film, der Stars nicht nötig hat. "La mala Educación" ist ein hochspannender Thriller, ein ebenso abgründiges wie betörendes Melodram, in dem sich die Protagonisten ausnahmslos von ihren Leidenschaften leiten lassen – ein echter Almodóvar eben: Schonungslos. Sinnlich. Verstörend. Schön.
30.09.2004
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22:00h, Arte:
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trifft athmosphärisch genau den punkt.
diesen film muss man gesehen haben, nicht nur almodovarfans !