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Kommentare zu:
Arzt getötet: Sieben Jahre Haft für 19-jährigen Callboy


#11 Mullah v d AlmAnonym
  • 17.08.2012, 18:24h
  • Antwort auf #9 von stromboli
  • Wieso fabulieren?
    7,5 Jahre sind bei einem geständigen und reuigen Jungendlichen nicht weit von der Höchstrafe. Dann hat er sich auch noch unter Zwang prostituiert. Mord braucht vor allem Vorsatz, indem Sinne, dass er schon mit der Absicht seinen Freier zu töten mitgefahren wäre.

    Es ist ja nun wirklich nicht so, als wär der mit einem blauen Auge davon gekommen.
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#12 stromboliProfil
  • 17.08.2012, 19:06hberlin
  • Antwort auf #11 von Mullah v d Alm
  • du hast recht!
    Und ich streite auch nicht ab, dass er im oberen bereich des möglichen strafmaßes liegt..
    Auch forder ich hier keine höhere strafe!
    Allein die herabwürdigende behandlung lässt erahnen, dass es da auch noch eine andere seite gibt; die des täters!
    Beim abwägen hab ich allerdings meine probleme, speziell wenns um die taktiken der anwälte geht, die ihren mandanten eintrichtern was sie zu tun , zu sagen und medial rüber kommen lassen... und da sieht man vor lauter "opfer", den täter nicht mehr!

    wenn wer auf dem strich seinen lebensunterhalt verdient, verrichtet er eine arbeit im sinne kapitalistischen ausgebeutet seins und meist auch einer selbstausbeutung... human-resourcen im schlussverkauf.

    Hier haben wir es nun mit der doppelt pervertierten form der ausbeutung zu tun: die des ausgeliefert seins an einen menschenhändler, und die der selbstausbeutung als sich anbietendes sexualobjekt, in einem sexdienstsegment, dass eben diese form der sexualität , nämlich homosexualität auch nicht will, sondern nur erdulden lässt.
    Das ist zündmaterial für eine wandelnde bombe an frustration und aggression.
    Für mich mildernde umstände. Nicht mildernd der umstand, sich zu bewaffnen um sich zu "verteidigen".. gegen was ; den zuhälter? Den beischläfer...?
    Wer weiß, wie vor ort die preise und dienstleistungen im voraus (!) ausgehandelt werden.. ein kapitalistischer highlight, fragt sich nach der geschilderten glaubwürdigkeit über den tathergang! Und da bleibt ohnehin nur noch der täter übrig, der seine "sicht" erzählt.

    Wir sollten bei allem mitleid für die lebensunmstände des 19 jährigen nicht die vorgehensweise ausser acht lassen.
    Deshalb auch meine frage: ich würde zu gerne wissen, was man dem sohn als entschuldigung so sagt..
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#13 VolumeProProfil
  • 17.08.2012, 20:23hMönchengladbach
  • Mal als Hilfe zur Unterscheidung zwischen Mord und Totschlag:

    § 211 Strafgesetzbuch - Mord
    (1) Der Mörder wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe bestraft.
    (2) Mörder ist, wer
    aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen,
    heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder
    um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken,
    einen Menschen tötet.

    § 212 StGB - Totschlag
    (1) Wer einen Menschen tötet, ohne Mörder zu sein, wird als Totschläger mit Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren bestraft.
    (2) In besonders schweren Fällen ist auf lebenslange Freiheitsstrafe zu erkennen.

    Beide Tattypen sind vorsätzliche Taten. Bei Mord kommen zur vorsätzlichen Tötung eines Menschen noch die Mordmermale von § 211 Absatz 1 StGB hinzu.
    Ein fahrlässiges Tötungsdelikt ist nur die sogenannte Fahrlässige Tötung. Das Strafmaß ist hier bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe.

    Im Gegensatz zum amerikanischen Rechtssystem wird die vorsätzliche Tötung eines Menschen nicht immer als Mord bestraft. In den USA gilt als "murder" nur das, was als "killing with intention" und damit als "Tötung mit Absicht" bezeichnet wird. Daher gehen viele Menschen in Deutschland davon aus, dass Totschlag keine Tötung mit Absicht sei und nur Mord das Vorsatzelement hätte. Durch die vielen amerikanischen Polizeiserien, die hier in Deutschland ausgestrahlt werden, gehen viele Menschen hier leider davon aus, dass die rechtliche Bewertung bestimmter Taten hier genauso wie in den USA ist.
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#14 bieneAnonym
  • 17.08.2012, 22:55h
  • Der Angeklagte hatte Medienberichten zufolge ausgesagt, dass der Arzt ihn zu Sexualpraktiken zwingen wollte, die im Vorfeld nicht vereinbart worden seien.

    Das ist natürlich ein guter Grund, einen Menschen grausam zu töten, falls das überhaupt stimmt!

    7 Jahre für ein Menschenleben, mal wieder eine lächerliche Strafe. Man braucht nur Reue heucheln und schon ist man bald wieder frei, denn 7 Jahre muss der Täter bestimmt nicht absitzen!
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#15 Mullah v d AlmAnonym
  • 18.08.2012, 15:24h
  • Antwort auf #12 von stromboli
  • Das hat doch nichts mit Mitleid mit dem Täter zu tun, wenn ich finde, dass Zwangsprostitution und Menschenhandel mit

    "wenn wer auf dem strich seinen lebensunterhalt verdient, verrichtet er eine arbeit im sinne kapitalistischen ausgebeutet seins und meist auch einer selbstausbeutung"

    merkwürdig umschrieben sind. Lebensunterhalt verdienen? Wollen weibliche heterosexuelle Zwagsprostituierte Sex mit Männern?

    Das hier ist völlig wirr

    " Nicht mildernd der umstand, sich zu bewaffnen um sich zu "verteidigen".. gegen was ; den zuhälter? Den beischläfer...? Wer weiß, wie vor ort die preise und dienstleistungen im voraus (!) ausgehandelt werden.. ein kapitalistischer highlight, fragt sich nach der geschilderten glaubwürdigkeit über den tathergang!"

    Wie kommst du denn da von A nach Z?
    Und dass du im Zwangsprostituierten-Millieu keinen Bedarf an Selbstverteidigung erkennen willst, ist hoffentlich nicht dein ernst?

    Du warst selbst nie jung und musstest dich gegen gewaltförmige Uebergriffe alter geiler Böcke wehren? Glaub ich dir nicht!

    " Wir sollten bei allem mitleid für die lebensunmstände des 19 jährigen nicht die vorgehensweise ausser acht lassen."

    Natürlich nicht, aber du bist es doch, der Aufgrund der Vorgehensweise die Lebensumstände ausser Acht lässt.

    Bei aller berechtigter Empörung über die völlig sinnlos überzogen grausame Tat verstehe ich einfach nicht, was du eigentlich willst.
    Dauerverwahrung? Auf welcher Grundlage?
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#16 daVinci6667
  • 18.08.2012, 16:34h
  • Antwort auf #15 von Mullah v d Alm

  • Ich erinnere mich gerade wie mir mal in einer schwulen Sauna ein älterer Mann anfing den Schniedel zu wichsen!

    Ein böser Blick und er zog die Hand weg. Ansonsten, glaube mir, nie, auch wirklich nie gab es irgendsowas wie "gewaltförmige Uebergriffe alter geiler Böcke"!

    Ok, ich hatte meinen Spass hauptsächlich in den als sicher geltenden Städten wie Zürich und Genėve, aber manchmal eben auch in Amsterdam, Paris, Berlin oder Kopenhagen.

    Mein Erinnerungsvermögen ist übrigens sehr gut, meine Jugend jetzt auch nicht sooooo lange her, daher frage ich mich mein Guter, könnten das vielleicht deine verborgenen Phantasien sein?

    Sollte sowas tatsächlich vorkommen, könnte sich ein junger Mann wohl gegen so einen "alten, geilen Bock" körperlich zur Wehr setzen, denkst du nicht?

    Oder sind da eventuell schon ganze Horden von "geilen alten Böcken" auf der Suche nach unschuldigen, schwachen Jüngelchen um sie zu vergewaltigen?
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#17 Mullah v d AlmAnonym
  • 18.08.2012, 17:41h
  • Antwort auf #16 von daVinci6667
  • Und was besseres, als dich mit deinem blöden Gelaber über wiederholte Gewlterfahrungen meinerseits lustig zu machen, fällt dir zum Thema nicht ein?

    Verborgene Phantasien? Sag mal bist du noch ganz dicht?
    Sollte vorkommen ...

    Ihr schaltet in diesem online-Puff auch wirklich noch den letzten Dreck frei
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#18 daVinci6667
  • 18.08.2012, 18:37h
  • Antwort auf #17 von Mullah v d Alm

  • Ich kenne deine Gewalterfahrungen nicht, vermute da aber andere Täter als "alte geile Böcke". Dieser Ausdruck missfällt mir sehr, auch wenn ich noch nicht alt bin. Lass dir gesagt sein, irgendwann sind wir alle "alte Böcke" und hoffentlich auch hin und wieder mal geil! Geil dürfen nämlich nicht nur die Jungen sein!

    Ich ging zwar noch nie auf den Strich und will glauben dass es dazu immer eine Alternative gibt, zumindest wenn man sich legal irgendwo aufhält, was ich beim jungen Rumänen etwas bezweifle. Auf den Strich zu gehen ist für mich sowas von Kotz und Würg, egal welches Alter die "Kunden" haben, dass ich allfällig entstandenen Hass der Stricher auf ihre Freier zumindest nachvollziehen kann. Dieser entlädt sich dann typischerweise nicht an einem noch kräftigen 40-jährigen Geschäftsmann oder den skrupellosen Schleusern, sondern wie hier an einem alten 70-jährigen Rentner!

    Aus welchen Gründen auch immer, ich glaube du kommentierst zu sehr zugunsten des Strichers. Der hat die Strafe sehr wohl verdient. Da hätten zwei, drei Jahre mehr auch nicht geschadet, denn seine Tat war wirklich grauenvoll. Verwahrung kommt keine in Frage, war ja seine erste Tat. In der Schweiz würde er nach Verbüßung der Strafe allerdings automatisch ausgewiesen.
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#19 alexander
  • 19.08.2012, 20:29h
  • ich verstehe diese diskussion nicht ganz ?
    ein 19 jähriger dürfte im "allgemeinen" mehr kraft als ein 70 jähriger haben ? und hat "natürlich" auch immer ein messer griffbereit ?
    ok:[ Der Angeklagte hatte Medienberichten zufolge ausgesagt, dass der Arzt ihn zu Sexualpraktiken zwingen wollte, die im Vorfeld nicht vereinbart worden seien. Daraufhin kam es zu einer Rangelei !]
    das ist alles nachvollziehbar ! aber es hätte wirklich bei der "rangelei" bleiben können, wenn man davon ausgeht, dass der 19 jährige körperlich in der lage war, den arzt , wohlgemerkt 70 jahre alt, "ausser gefecht zu setzen" ! (ohne messer !)
    hier stimmt die verhältnismäßigkeit nicht mehr, insbesondere wenn man sich klarmacht, das der liebe junge soviel kraft besaß, um sein opfer nach den messerstichen, hinterher noch aufzuhängen ???
    auch wenn man in "rustikalen ländern" lernt hühner, schafe und ziegen zu schlachten, ist das noch kein freibrief für eine "niedrige hemmschwelle" was ein menschenleben angeht !
    ich verstehe sogar den massiven druck von solchen bemitleidenswerten jungs oder mädels, durch ihre zuhälter, schleusser, was auch immer ! aber wenn der aggressionsstau so weit geht und an unschuldigen ausgelassen wird, "hört die liebe auf "!
    der witz ist aber :
    [Das Gericht stellte missbilligend fest, dass die Taten des Schleusers ungesühnt geblieben seien. Statt dessen erhielt er sogar Zeugengeld aus der Staatskasse, weil er vor Gericht ausgesagt hatte.]

    hier ist doch der hund begraben, für mich völlig sinnfrei, diese "mittäter" nicht dingfest zu machen ? ist es jetzt legal kriminelle banden gesetzlich zu unterstützen ???
    aber auch mit einer ENTSCHULDIGUNG bei den angehörigen kann es nicht getan sein, der liebe "boy" hat schliesslich keine tasse fallen lassen !
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#20 saltgay
  • 20.08.2012, 14:49h
  • Es ist sinnlos über ein Urteil zu debattieren, wenn das gesamte Verfahren nicht bekannt ist. Für Außenstehende liegt doch nur ein Bericht vor, der nicht ausreichend für eine solche Beurteilung ist.

    Solche Fälle hat es immer wieder gegeben und - wie ich schon einmal bemerkte - haben das die wohlmeinenden Erwachsenen stets zum Anlass genommen, mir als Kind und später als Jugendlicher deutlich vor Augen zu führen, wie gefährlich Homosexualität ist. Es wurde mir eingetrichtert mich von solchen Männern fernzuhalten, weil die früher oder später ja doch umgebracht würden. Denn sie könnten ja die Finger von den Jungen nicht lassen und irgendwann will dann so ein Junge auch ein richtiges Mädchen und es widern ihn die alten Männer an, dann bringt er sie halt um. Ist ja irgendwie verständlich nicht wahr?

    Das ist ein klassisches homophobes Strickmuster, wie es in Rumänien noch an der Tagesordnung ist, wie auch in anderen Ländern. Prostitution ist eine Möglichkeit des Broterwerbes, aber auch mit einem gewissen Risiko verbunden. Dazu gehört eben, dass man sich die Kunden nicht aussuchen kann. Obwohl heute in unserer ökonomisierten Welt es als normal gilt, wenn der Kunde selbst das komplette Unternehmerrisiko trägt, wer der Prostitution nachgeht muss wie jeder Kaufmann auch Horrorkunden in Kauf nehmen. Ferner besteht das Phänomen der Schleusung nach Deutschland nicht erst seit gestern und es dürfte sich bis in die finstersten Karpaten herum gesprochen haben, was für Arbeitsbedingungen Rumänen im goldenen Westen zu erwarten haben.

    Ob der Schleuser nicht noch ein Verfahren zu erwarten hat, wird ja gar nicht in dem Artikel erwähnt. Es ist sehr wahrscheinlich, dass ein solches Verfahren eingeleitet wird, der Schleuser wird wohl kaum den Knaben auf Basis eines "Werkvertrages" nach Deutschland gebracht haben.

    Letzteres ist nämlich die legale Variante zur Ausbeutung dieser Bevölkerung. Das rumänische Ehepaar B. aus Braunschweig kann da bei Bedarf beratend tätig sein.

    Fazit: dieser Fall erscheint auf den ersten Blick als recht einfach, bei genauerem Hinsehen ist er doch sehr komplex. Also sollte man sich das Geblubber aus dem Bauch heraus verkneifen.
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