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  • 18. August 2012 125 2 Min.

Rückt CSU-Chef Horst Seehofer künftig näher an die Lesben und Schwulen? (Bild: CSU)

Der Grünen-Abgeordnete Volker Beck hat in Briefen an die drei CSU-Politiker Horst Seehofer, Stefan Müller und Gerda Hasselfeldt angeboten, die Ungleichbehandlung von Ehe und Lebenspartnerschaft gemeinsam zu beseitigen. Der bayerische Ministerpräsident und die beiden Bundestags­abgeordneten der Christsozialen hatten sich in Interviews für eine weitere Bevorzugung der Hetero-Ehe ausgesprochen (queer.de berichtete).

"Das Bundes­verfassungs­gericht hat die Ungleichbehandlung lesbischer und schwuler Paare gegenüber Ehen wiederholt als Verstoß gegen den Gleichheitssatz des Grundgesetzes beanstandet", heißt es in Becks Brief. Der Parlamentarische Geschäftsführer der grünen Bundestagsfraktion wolle vor diesem Hintergrund seine "Besorgnis darüber zum Ausdruck bringen, dass führende Vertreterinnen und Vertreter der CSU den Anschein erwecken, sie würden das Bundes­verfassungs­gericht gering schätzen oder gar ignorieren". Als Demokrat und Verfechter des Rechtsstaates irritiere ihn dies, so Beck. Er bat die drei CSU-Politiker um Aufklärung.

Verfassungsbruch aus wahltaktischen Erwägungen?


Grüner Optimist: Briefeschreiber Beck will die CSU von dem "menschenrechtlichen Anliegen" überzeugen (Bild: Guido Rottmann)

"Die CSU reklamierte einmal in ganz besonderer Weise für sich, für Recht und Gesetz zu stehen", schreibt Volker Beck. "Für eine Partei, die auf dem Fundament des Grundgesetzes steht, ist es eigentlich nicht denkbar, dass sie aus wahlpolitischen Erwägungen vorsätzlich einen verfassungswidrigen Zustand aufrechterhält." Das Jahressteuergesetz 2013 sei nun eine gute Gelegenheit, einen verfassungskonformen Zustand im Steuerrecht herzustellen.

Volker Beck schloss seine Schreiben an die drei CSU-Politiker mit einer Bitte: "Deshalb reiche ich Ihnen heute 20 Jahre nach der Aktion Standesamt, die auch 20 Jahre um Recht und Respekt für gleich­geschlechtliche Paare waren, mit dem Angebot die Hand, lassen Sie uns die verfassungswidrige Ungleichbehandlung von Ehe und Lebenspartnerschaft endlich gemeinsam beseitigen." (cw)

-w-

#1 RobinAnonym
  • 18.08.2012, 20:43h
  • -------- Zitat -------------
    "Die CSU reklamierte einmal in ganz besonderer Weise für sich, für Recht und Gesetz zu stehen", schreibt Volker Beck. "Für eine Partei, die auf dem Fundament des Grundgesetzes steht, ist es eigentlich nicht denkbar, dass sie aus wahlpolitischen Erwägungen vorsätzlich einen verfassungswidrigen Zustand aufrechterhält."
    --------Zitat--------------

    Die Union reklamiert viel für sich, was aber mit der Realität nichts zu tun hat.

    Die Union labert immer viel von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Recht und Gesetz. Aber nur solange es ihnen in den Kram passt. Wenn es ihnen nicht passt, ist das alles ganz schnell vergessen.
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#2 GF Pr von PrAnonym
  • 18.08.2012, 20:51h
  • Vielleicht auch ein Brief an den Papst? Schaden kann doch nicht, oder? Sonst ziemlich gute Initiative. Konnte man aber auch auf einfacher Weise kommunizieren, nicht nur durch die Briefe - man sitzt doch sowieso mit dem hubschen Stefan Muller in diesselbem Saal. Und warum unbedingt gleich publikmachen - so wie FDP-Justizministerin mit ihrem Brief an Herr Schauble in letzter Woche? Das erinnert leider mehr an schaulustiges Politizieren im Vorwahlkampf als an echte Bereitschaft zur wirklich sehr ernsten und harten Arbeit. Denn die bedeutet: diskrete Sitzungen in diesselbem Raum stundenlang, Diskussionen Gesicht ins Gesicht und nicht nur in den Medien, gemeinsame Treffen mit den 'Betroffenen' , also Homo-Paaren usw.usw. Ist dazu noch irgendwer in der deutschen Politik fahig? Und will das irgendwer wirklich? Oder ist die Homo-Ehe schon langst zum politischen Fussball der ganzen Bundesrepublik geworden, bei dem der Ball ausschliesslich in den Handen allermoglichen Spieler ist - nur nicht derer, die ihn ins Tor gerade schiessen wollen, also der Schwulen und Lesben selbst? Zumindest ich bin Schaufenster-Aktionismus im Bundestag satt.
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#3 letztlachAnonym
  • 18.08.2012, 21:01h
  • "Die saarländische Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer (CDU) hatte am Freitag die erste schwarz-gelb-grüne Koalition in Deutschland wegen Querelen bei der FDP aufgekündigt und strebt nun eine große Koalition mit der SPD an."
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