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Madonna hat während ihrer Konzerte in Russland für die Gleich­behandlung von Schwulen und Lesben geworben

Die "Gewerkschaft russischer Bürger" und andere kremlnahe Organisationen haben Madonna und die Organisatoren ihrer Konzerte in Moskau und St. Petersburg wegen Blasphemie und Homo-Propaganda auf die Zahlung von 333 Millionen Rubel (8,5 Millionen Euro) verklagt.

Die Lobby-Gruppen haben die Klage nach einem Bericht des russischen Nachrichtensenders RT in St. Petersburg eingereicht. "Sie hat die Gläubigen beleidigt, sie hat Werbung für Homosexualität gemacht, obwohl Kinder dieses Konzert besucht haben - das ist verboten in St. Petersburg", erklärte die Sprecherin der "Gewerkschaft russischer Bürger", Daria Dedowa. "Wir, die Einwohner dieser Kulturstadt, haben deshalb einen riesigen moralischen Schaden davontragen müssen." Madonna sei vor ihrem Auftritt gewarnt worden, dass sie sich an die russischen Gesetze halten müsse. "Nun spricht die Sprache des Geldes", so Dedowa. Die "Gewerkschaft russischer Bürger" behauptet unter anderem, Madonna sei während des Konzertes mit ihren Füßen auf einem christlichen Kreuz herumgetrampelt, wodurch Christen beleidigt worden seien. Dieser Vorwurf ist neu. Ferner kritisierte die Gruppe, dass beim Konzert rosafarbene Armbänder verteilt worden sind, um für Homo-Rechte zu werben (queer.de berichtete).

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Noch keine "Scheiterhaufen"

Der Anwalt der Gruppen wehrte sich gegenüber der Nachrichtenagentur Interfax gegen Kritik, dass die Anklage ein Rückfall ins Mittelalter sei: "Bislang wurde noch niemand auf dem Scheiterhaufen verbrannt - es gibt keine Inquisition", so Alexander Potschujew.

St. Petersburg hatte erst Anfang des Jahres gegen internationale Proteste ein Gesetz gegen "Homo-Propaganda" erlassen (queer.de berichtete). Demnach darf in der Öffentlichkeit keine "Werbung" für "Unzucht, Lesbischsein, Bisexualität und Transgender-Identität" gemacht werden, ansonsten drohen Geldstrafen. Derartige Maulkorb-Gesetze gibt es bereits in mehreren russischen Regionen.

Die "Gewerkschaft russischer Bürger" ist nach den Parlamentswahlen im Dezember 2011 durch Demonstrationen für die Staatsmacht international bekannt geworden. (dk)

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#1 anonymusAnonym
  • 20.08.2012, 15:25h
  • "Wir, die Einwohner dieser Kulturstadt, haben deshalb einen riesigen moralischen Schaden davontragen müssen."

    Wie wahr, wie wahr, die Einwohner dieser Stadt haben einen riesigen Schaden ... aber der stammt nun wirklich nicht vom Madonna Konzert ....
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#2 BoyfriendAnonym
  • 20.08.2012, 15:38h
  • "Demnach darf in der Öffentlichkeit keine "Werbung" für "Unzucht, Lesbischsein, Bisexualität und Transgender-Identität" gemacht werden"

    Mit Unzucht ist schwulsein gemeint oder?
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 20.08.2012, 16:17h
  • Diese Lobbygruppen haben nicht mehr alle Latten am Zaun! Und schon die Begründungen, mit denen dieses Pack auch noch die Geldstrafe fordert, sind menschenverachtend und grenzen auch fast schon an Volksverhetzung! Hoffentlich wird die Klage mit Pauken und Trompeten abgewiesen!
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