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  • 23. August 2012 22 2 Min.

Kerry Gauthier muss nach zwei Jahren im Parlament von Saint Paul seinen Hut nehmen

Kerry Gauthier war ein beliebter schwuler Kongressabgeordneter in Minnesota. Am Mittwoch gab er seinen Rückzug bekannt, nachdem eine "peinliche" Affäre öffentlich geworden war.

Der 56-jährige Demokrat hat nach Medienberichten zugegeben, mit einem 17-Jährigen vor einem Monat Oral-Sex an einer Autobahnraststätte nahe Duluth gehabt zu haben. Er hatte den Teenager zuvor im Online-Netzwerk "Craigslist" kennen gelernt. Nachdem Lokalnachrichten über das private Tête-à-tête des Abgeordneten berichteten, forderten ihn sogar Parteifreunde auf, nicht zur Wiederwahl anzutreten. Schließlich gab der nach der Affäre gesundheitlich angeschlagene Politiker dem Druck nach. 2010 hatte Gauthier seinen Wahlbezirk mit 67 Prozent der Stimmen klar gewonnen.

Der Vorfall zeigt, wie sehr Privates und Öffentliches in der amerikanischen Politik vermischt wird: So hat sich Gauthier keiner Straftat schuldig gemacht, wie auch die Polizei bestätigte. In Minnesota liegt das Schutzalter bei 16 Jahren. Es sei kein Geld geflossen und Gauthier ist weder verheiratet noch verpartnert. Gleichwohl erklärte Ken Martin, der Vorsitzende der Demokraten in Minnesota: "Seine Handlungen sind nicht entschuldbar. Niemand in unserer Partei duldet ein solches Verhalten und niemand wird in verteidigen." Die Republikaner machen sich bereits Hoffnung, den normalerweise sicheren demokratischen Sitz bei den Wahlen Anfang November zurückzuerobern.

Ähnliche private Enthüllungen haben bereits wiederholt Demokraten zum Rückzug gezwungen. Der prominenteste war der US-Kongressabgeordnete Anthony Weiner, der aus Versehen ein Bild seines nur von einer Unterhose bedeckten erigierten Penis an seine Twitter-Anhänger geschickt hat. Der heterosexuell verheiratete Politiker, der schon als möglicher demokratischer Präsidentschaftskandidat im Jahr 2016 gehandelt worden war, musste nach einem mehrere Wochen andauernden entwürdigenden Debatte seinen Rücktritt erklären. Bei den Nachwahlen konnten die Republikaner seinen Wahlbezirk zum ersten Mal seit 88 Jahren gewinnen. (dk)

#1 godddamn liberalAnonym
  • 23.08.2012, 14:50h
  • Was legal ist, ist legal. Und privat.

    Jeder hat ein Recht auf Peinlichkeit, weil keiner definieren kann, was das genau ist.

    Und wir sollten uns unsere ganz persönliche Peinlichkeit nicht von viel peinlicheren Figuren auf der rechten Seite definieren lassen...
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#2 YanickAnonym
  • 23.08.2012, 14:59h
  • Was für ein bigottes Land.

    Wie schon im Artikel steht:
    der hat nichts unrechtes getan. Das Schutzalter liegt bei 16 Jahren und sein Sexpartner war 17. Er ist nicht mal verheiratet oder verpartnert und es ist auch kein Geld geflossen.

    Dennoch ist die politische Karriere zu Ende.

    Was für ein degeneriertes Land.
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#3 UnterschiedeAnonym
  • 23.08.2012, 15:37h
  • Normalerweise wird über das Sexualleben samt Affären amerikanischer Politiker auch in den deutschen Medien ausführlich berichtet, inklusive Umfragen und Diskussionsrunden in Foren.
    Trifft es aber homosexuelle Affären ist die deutsche Berichterstattung wesentlich geringer.
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