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- 24. August 2012 1 Min.

In Australien wird das Thema Ehe-Öffnung zum Dauerbrenner
Die Regierung des australischen Hauptstadt-Territoriums (ACT), das Canberra und einige umliegende Gemeinden umfasst, will gegen den Willen der Bundesregierung die Ehe öffnen.
Die regierende sozialdemokratische Labor-Partei und die Grünen haben am Donnerstag im Lokalparlament über die Öffnung der Ehe debattiert und die Gleichstellung von eingetragenen Lebenspartnern mit Eheleuten beschlossen. Bereits 2006 hatte die Regionalregierung versucht, Homo-Paare in "Civil Unions" mit Eheleuten gleichzustellen, allerdings hatte die konservative Regierung unter Premierminister John Howard das damals verboten (queer.de berichtete). Daraufhin musste das regionale Parlament das Lebenspartnerschaftsgesetz verwässern.
In den letzten Wochen haben bereits die sozialdemokratischen Regierungschefs von Tasmanien und South Australia eine Öffnung der Ehe in ihren Bundesstaaten in Aussicht gestellt (queer.de berichtete). Sie stellen sich damit gegen die Bundesregierung, die von ihrer Parteifreundin Julia Gillard geführt wird. Die Premierministerin lehnt die Öffnung der Ehe ab. In Australien ist daher ein Streit um die Kompetenzen von Bundesstaaten und Territorien entbrannt, inwieweit sie das Eherecht selbst festlegen können. Die Opposition, die konservative Liberal Party, hat bereits mit Klagen gedroht, sollte ein Bundesstaat die Ehe öffnen. (dk)















Frau Gillard, Sie sollten sich schämen!