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- 28. August 2012 2 Min.

Die Kläger gaben an, dass der Dildo mit einem stinkenden Gleitmittel beschmiert war
Ein schwules Paar hat die US-Fluggesellschaft Continental Airlines verklagt, weil Gepäckabfertiger am George-Bush-Flughafen Houston letztes Jahr offenbar ein Sextoy aus deren Tasche herausnahmen, es mit einem stinkenden Gleitmittel beschmierten, auf die geöffnete Tasche klebten und auf das für Jedermann zugängliche Gepäckband legten.
Wie das Aktivisten-Blog "Bilerico Project" berichtet, hat das Paar am Freitag Klage gegen die Fluglinie aus Houston erhoben. Der Vorfall habe "extremen Schock und Entsetzen" bei ihnen ausgelöst. Sie seien etwa von anderen Fluggästen ausgelacht worden und hätten sich wegen ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert gefühlt.
Die Tat sei wahrscheinlich aus Homophobie verübt worden, heißt es in der Anklageschrift, die beim Gericht in Harris County eingegangen ist: "Weil das Sex-Spielzeug in der Tasche eines Mannes lag und der oder die verantwortlichen Mitarbeiter wegen des Namensschildes und der männlichen Kleidung wussten, dass die Tasche einem Mann gehört, ist es sehr wahrscheinlich, dass diese Taten gegen die Kläger wegen ihrer Homosexualität und ihres Geschlechts verübt worden sind." Die beiden Männer verklagten die Fluglinie wegen seelischer Belastung und fahrlässiger Verletzung der Privatsphäre. Sie verlangen eine Wiedergutmachung in nicht genannter Höhe.
Die Kläger erklärten auch, es habe für die Gepäckabfertiger keinen sicherheitsrelevanten Grund gegeben, die Taschen zu durchsuchen. Außerdem habe der Reißverschluss an der Tasche funktioniert, weshalb die öffentliche Zurschaustellung des Spielzeugs nicht notwendig gewesen sei.
Eigentlich waren die Kläger im Mai 2011 gut erholt aus ihrem Urlaub zurückgekommen: Sie kamen aus Costa Rica und machten am internationalen Flughafen von Houston nur einen Zwischenstopp auf dem Weg zu ihrem Heimatort Norfolk (US-Bundesstaat Virginia).
Die Fluglinie Continental Airlines, die gerade eine Fusion mit dem Mitbewerber United durchläuft, hat sich zum Fall bislang nicht geäußert. Die Fluglinie gilt als eine homofreundliche Gesellschaft und hat etwa bereits 2008 ein Reise-Journal für schwule und lesbische Kunden herausgegeben (queer.de berichtete). (dk)















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