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- 04. Oktober 2004 1 Min.
Berlin Die Zahl der Syphilis-Fälle ist in Deutschland erneut deutlich angestiegen. Im Jahr 2003 wurden insgesamt 2932 Neuinfektionen und damit 20 Prozent mehr als im Vorjahr gemeldet, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) in seinem am Montag im Internet veröffentlichten Epidemiologischen Bulletin berichtete. Drei Viertel der gemeldeten Fälle seien durch homosexuelle Kontakte entstanden. Besonders betroffen sind Großstädte, vor allem Berlin und Hamburg. Auch der Anteil der wiederholten Infektionen bei Syphilis-Patienten mit gleichgeschlechtlichen Sexualkontakten stieg deutlich an. In einigen Großstädten wie Berlin sei bereits jeder dritte Fall bei homosexuellen Männern eine wiederholte Infektion. Experten streiten darüber, ob ein Anstieg des Syphilis-Fälle bei schwulen Männern ein Anzeichen für ein allgemein größeres Risikoverhalten ist, das auch zu vermehrten HIV-Infektionen führen könnte. (nb/pm)













