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  • 03. September 2012 48 2 Min.

Norbert Lammert ist seit der Machtübernahme von Angela Merkel im Jahr 2005 Bundestags­präsident (Bild: Deutscher Bundestag/Melde)

Bundestags­präsident Norbert Lammert (CDU) hat sich gegen die vollständige Gleichstellung von eingetragenen Lebenspartnern mit heterosexuellen Ehepaaren ausgesprochen.

Im Streit um die Gleich­behandlung beim Ehe­gatten­splitting sagte Lammert in der rbb-Sendung "Thadeusz": "Ich persönlich kann mir die steuerechtliche Gleichstellung gut vorstellen, will aber keine Zweifel daran lassen, dass ich die vollständige Gleichstellung von gleich­geschlechtlichen Paaren mit klassischen Ehen nicht unterstützen würde". Dies mache schon "mit Blick auf Kinder einen erheblichen Unterschied".

Der CDU-Politiker sieht es nach rbb-Angaben nicht als Aufgabe des Bundestags an, hierüber zu entscheiden: "Man könnte die Frage stellen, warum die Natur auf den diskriminierenden Einfall gekommen ist, die Fortpflanzung der Menschheit nur durch das Zusammenwirken von Mann und Frau für möglich zu erklären", so Lammert. "An dieser fundamentalen Diskriminierung kann nicht einmal der Verfassungsgesetzgeber etwas ändern, geschweige denn ein für vier Jahre gewähltes Parlament."

Die Sendung wurde vorab aufgezeichnet und wird am Dienstag um 22:15 Uhr im rbb-Fernsehen ausgestrahlt.

Die Diskussion in der Union um das Ehegattensplitting haben Anfang August 13 CDU-Abgeordnete angestoßen, die sich für eine Gleichstellung ausgesprochen haben (queer.de berichtete). Zwar lobte Familienministerin Kristina Schröder den Vorstoß, allerdings sprachen sich sowohl das Finanzministerium von Wolfgang Schäuble (CDU) als auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dagegen aus.

Demgegenüber spricht sich Koalitionspartner FDP für eine vollständige Gleichbehandlung von eingetragenen Lebenspartnern mit Eheleuten aus. Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenbeger hat hierzu bereits einen Gesetzentwurf verfasst, der alle Benachteiligungen mit Ausnahme der Einkommensteuer und des Adoptionsrechts beseitigen soll (queer.de berichtete). Allerdings gab es selbst gegen diese kleine Gleichstellung Proteste aus der Union (queer.de berichtete). (dk)

-w-

#1 BelämmertAnonym
  • 03.09.2012, 17:56h
  • Noch einer! Hoffentlich kommt das Gesetz ganz schnell durch, damit die alle mal dazu die Fresse halten können und müssen.....
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#2 goddamn liberalAnonym
  • 03.09.2012, 18:00h
  • Noch so einer...

    Herr Lammert beweint ja auch den angeblicheh Schwund der Religion in Europa. Haben Atheisten keine Bürgerrechte?

    Der Mann hat den verfassungswidrig homophoben Oberideologen Ratzinger, den letzten absolutistischen Monarchen Europas, in unser Parlament eingeladen.

    Der faselt ja auch gerne über Natur, wo Empirie und medizinischer Fortschritt ihn offen widerlegen.

    Der Unterschied ist: Herr Lammert ist protokollarisch der zweite Mann im Staat und will dem Parlament, das er repräsentiert, die demokratische Entscheidungsbefugnis über das Eherecht absprechen.

    Das ist ein geistiger Putsch éiner zusammenfantasierten Naturreligion über Gleichheit und Vernunft.

    Kann das wirklich verwundern, bei einer Partei, deren Vorgängerorganisationen dem Ermächtigungsgesetz zugestimmt haben?
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#3 Milly TanzAnonym
  • 03.09.2012, 18:03h
  • Es scheint seinen Kreisen, die die gemeinsamen Waffeneinsätze mit Nationen geöffneter Ehen befürworten, also doch nicht um die -wenn auch nur vorgebliche- Option der Ausbreitung von Zivilisation und Fortschritt zu gehen.
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