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Demokratischer Parteitag
Obama bittet um Stimmen von Schwulen und Lesben
- 07. September 2012 2 Min.

Zum Abschluss des demokratischen Parteitages in Charlotte durfte auch US-Präsident Barack Obama an die Delegierten und die Millionen von Fernsehzuschauern appellieren, ihn für weitere vier Jahre ins Weiße Haus zu schicken. In der gewohnt mitreißenden Rede ging es meist um das große Ganze – und darum, dass er die Sünden der Vergangenheit in den Bereichen Umweltschutz, Arbeitsmarkt und Militär nicht in einer Amtszeit erledigen kann. Er verteidigte auch Schwule und Lesben gegen Angriffe der Republikaner:
Wir wollen Menschen keine Almosen geben, die sich nicht selbst helfen wollen. Und wir wollen Banken keine Bail-outs geben, die die Regeln brechen. Wir glauben nicht, dass die Regierung all unsere Probleme lösen kann. Aber wir glauben nicht daran, dass die Regierung der Quell allen Übels ist – genauso wenig wie Sozialhilfeempfänger, Konzerne, Gewerkschaften, Einwanderer, Schwule und Lesben oder jede andere Gruppe, über die uns gesagt wird, dass sie an allem schuld ist.
Hier das gesamte Video:
Auf dem Parteitag erwähnten die Demokraten diese Woche immer wieder Homo-Rechte, um sich von den Republikanern abzusetzen (queer.de berichtete). Am Donnerstag wurde zudem ein Einspielfilm gezeigt, in dem die Verdienste Obamas für schwul-lesbische Rechte herausgehoben wurden:
Die Delegierten bewegt hat auch die Rede von Zach Wahls. Der 20-Jährige ist von einem lesbischen Paar großgezogen worden und hat darüber das Buch "My Two Moms" geschrieben. Der Pfadfinder hat auch gegen das Verbot von Schwulen und Lesben im Pfadfinderverband protestiert (queer.de berichtete). In seiner gut zwei Minuten langen Rede erzählt er davon, warum er die Demokraten unterstützt:
Als ich zwölf Jahre alt war, habe ich den republikanischen Parteitag 2004 angeschaut. Ich erinnere mich daran, wie Politiker darüber gesprochen haben, die Ehe vor Familien wie meiner zu schützen. Heute ist es aber nicht mehr radikal, die gleichgeschlechtliche Ehe zu unterstützen. Für viele Menschen ist es nach wie vor eine Sache des Glaubens. Das respektieren wir. Aber diesen Parteitag im Fernsehen zu sehen, hat mich verwirrt und frustriert. Warum dachten diese Leute, dass meine Familie keine echte Familie ist?
Gouverneur Romney sagt, er ist gegen die gleichgeschlechtliche Ehe, weil jedes Kind eine Mutter und einen Vater verdient. Ich denke aber, dass jedes Kind eine Familie verdient, die so engagiert ist wie meine.
Hier ist das Video:
Ob Mitt Romney oder Barack Obama die Richtlinien der Politik in den nächsten vier Jahren vorgibt, wird am 6. November entschieden. Auch das Repräsentantenhaus und ein Teil des Senats müssen neu besetzt werden. (dk)
Links zum Thema:
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