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Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens hat einen Mitarbeiter entlassen, der sich in der Frage der Anerkennung von homo­sexuellen Paaren offen gegen die Kirchenführung stellt. Der Jugendevangelist Lutz S. stand dem "Evangelisationsteam Sachsen" vor, das Anfang Juni in einer Erklärung angegeben hatte, die Landessynode und den Landesbischof nicht länger als geistliche Leitung anzuerkennen.

Hintergrund des seit Wochen schwelenden Konflikts war eine Entscheidung der Synode, dass in bedingten Fällen schwule und lesbische Paare in Pfarrhäuser einziehen dürfen. Der Jugendevangelist, der zuvor bereits suspendiert worden war, kündigte an, in Zukunft auf Spendenbasis weiterzuarbeiten. Er wurde zum 31. März 2013 ordentlich gekündigt.

Die Synode erklärte, bei anderen führenden Mitgliedern des Evengelisationsteams, die in ihrem Dienst stehen, produktivere Gespräche geführt zu haben, eine weitere Suspendierung wurde aufgehoben. Einer der vier Mitarbeiter ist auch in der Jugendarbeit der Kirche beschäftigt. Die Erklärung der Gruppe enthielt unter anderem den Schlüsselsatz: "Nach unserem Schriftverständnis ist praktizierte Homosexualität mit der Heiligen Schrift nicht vereinbar." (nb)

-w-

#1 goddamn liberalAnonym
  • 11.09.2012, 22:04h
  • Oh, die tremolierenden Klagegesänge der frommen Opfer der bösen Homo-Lobby, deren manipulierende unsichtbare Hand selbst bis in die sächsische Kirchenleitung reicht, möchte ich nicht hören!

    Das kann schnell gefährlich werden.

    Nicht für die Kirchenspitze, sondern für uns.
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#2 HwiwggAnonym
  • 11.09.2012, 22:47h
  • "Nach unserem Schriftverständnis ist praktizierte Homosexualität mit der Heiligen Schrift nicht vereinbar."

    Und wer sagt, dass dieses individuelle Verständnis richtig ist?

    Mein Verständnis von Christentum ist, dass alle Menschen gleichwertig sind und dass es keinem Menschen zusteht, über andere Menschen ein Urteil zu fällen.

    Gott hat uns genauso gemacht, wie er uns haben wollte. Wer daran zweifelt, zweifelt an Gottes Werk. Wie kann man sich dann noch als Christ bezeichnen?

    Und vor allem ist mein Verständnis, dass Liebe etwas gutes ist und nichts schlechtes.
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#3 David77Anonym
  • 11.09.2012, 23:31h
  • Wenn der Aufschrei losgeht, dann wird schnell vergessen, dass diese nicht Opfer sind, sondern Täter!
    Er wurde nirgendwo gezwungen in seiner Gemeinde einen schwulen Pfarrer gutzuheissen, im Gegenteil: Er hat das Recht sich dagegen auszusprechen.
    Nur, bedingt durch dieses Recht gibt es auch die Möglichkeit, dass sich eine Gemeinde DAFÜR ausspricht. Und das ist der springende Punkt: Nichts mit Christenverfolgung, nein, die betreibt er im eigenen lager, indem er anderen vorschreibt, dass diese sich nicht entscheiden dürfen.
    Wer hat also wen gezwungen?
    Und was ist eigentlich ein "Jugendevangelist"?
    Ich dachte, dass Christentum kannte nur 4 Evangelisten... schreiben die neuerdings ihr eigenes?
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