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  • 12. September 2012 77 2 Min.

Auch auf CSDs sind Kippen allgegenwärtig (Bild: istolethetv / flickr / by 2.0)

Lobbygruppen für Nichtraucher kritisieren, dass in Berlin nichtrauchende Schwule keine Chance hätten, sich am Nachtleben zu beteiligen – sie fordern ein Eingreifen des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit.

Vier Aktivisten der Organisationen Forum Rachfrei und Pro Rauchfrei e.V. haben vergangenes Wochenende 19 Schwulenbars in der Hauptstadt besucht. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass in 90 Prozent der Schwulenbars geraucht wurde. Forum-Rauchfrei-Sprecher Johannes Spatz, der sich an dem Rundgang beteiligt hatte, kritisierte daraufhin Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD). Dieser habe sich an die "Spitze der Schwulenbewegung" gesetzt, versäume es aber, sich für den Nichtraucherschutz der Schwulen einzusetzen.

"Das Berliner Nichtraucherschutzgesetz gehört auf den Prüfstand. Diese Untersuchung vor Ort hat bestätigt, dass das Gesetz vom Mai 2009 keinen ausreichenden Schutz für Nichtraucher bietet", erklärte Spatz. Die von der damaligen rot-roten Regierung beschlossene Regelung sieht unter anderem vor, dass in kleinen Kneipen unter 75 Quadratmeter weiter gequalmt werden darf.

Mehrere Anzeigen gegen Raucherbars

Diese Regelung werde jedoch oft nicht befolgt, kritisierten die Aktivisten. Sie haben nach ihrem Rundgang 13 Schwulenbars an die Behörden gemeldet, weil sie größer seien als im Gesetz verlangt. Allerdings hätten Aktivisten bereits im Mai mehrere Bars beim Ordnungsamt Tempelhof-Schöneberg angezeigt, ohne dass sich die Lage verändert habe. Spatz wirft dem Amt daher vor, es sei auf "dem Auge des Nichtraucherschutzes blind".

Mehrere Studien sind zu dem Ergebnis gekommen, dass Rauchen unter Schwulen überdurchschnittlich populär ist. Laut einer Untersuchung der University of Colorado rauchten Mitglieder der LGBT-Community doppelt so häufig wie Heterosexuelle (queer.de berichtete). Eine Metastudie der University of North Carolina aus dem Jahr 2009 hat Rauchen sogar als Todesursache Nummer eins unter Schwulen und Lesben ausgemacht (queer.de berichtete). Gründe für den Hang zur Kippe seien ein generell intensiveres Sozialleben in dieser Gruppe und der erhöhte Stress wegen gesellschaftlicher Diskriminierung. (dk)

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-w-

#1 Lars3110
  • 12.09.2012, 14:29h
  • Nicht zu vergessen, dass Klaus Wowereit auch für den Klimawandel, das Ozonloch, Artensterben und die Bedrohung durch Außerirdische verantwortlich ist.

    Er ist grundsätzlich an allem schuld!!!
    *zynismusmodusaus*

    Für die Einhaltung des Nichtraucherschutzes ist das Ordnungsamt des jeweiligen Bezirkes verantwortlich bzw. auch die Polizei (und nicht Klaus Wowereit).
    Es ist aber tatsächlich ärgerlich, dass in vielen Kneipen (und zwar nicht nur schwulen Kneipen) die Nichtrauchergesetze ignoriert werden. Aber dass Nichtraucher damit vom Nachtleben ausgeschlossen sind, ist eine pure Übertreibung.

    Ich als Nichtraucher meide tatsächlich Bars, von denen ich weiß, dass dort im Gastraum gequalmt werden darf. Also gehe ich dahin, wo man darauf achtet, dass eben nicht geraucht wird. Und da gibt es genug Auswahl jeglicher Art.

    Aber wahrscheinlich haben die Lobbygruppen nur die berüchtigten F**kschuppen wie Scheune, Bull und New Action besucht, in die sich kein Ordnungsamt traut.

    Im Gegensatz dazu finde ich es aber traurig, dass Läden, die den Nichtraucherschutz einhalten, zunehmend Probleme mit der Polizei bekommen, weil eifrige Nachbarn sich über die Raucher auf der Straße beschweren.

    Und diese Kultur des "sich-beschwerens" ist leider zur Zeit stark angesagt.
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#2 queerdenker011Ehemaliges Profil
  • 12.09.2012, 14:37h
  • Tja, und wer kümmert sich um die Raucher. Wer als Nichtraucher unterwegs ist, muss sich halt Lokale aussuchen, in denen nicht geraucht wird.
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#3 Fritz MeyerAnonym