Einzeleintrag aus:
Rainbow Reporter: Unser Trip nach La Réunion
Tunnel, Berge und viele, viele Serpentinen
Heute steht die Berggemeinde Cilaos auf unserem Programm. Um 8 Uhr machen wir uns auf den Weg. Das Wetter ist grandios: keine einzige Wolke am Himmel, das Thermometer zeigt angenehme 24 Grad.
Wir müssen übrigens das erste Mal tanken. Und das seit bereits über 800 zurückgelegten Kilometern. Auf La Réunion gibt es nur zwei Sorten Kraftstoff: Diesel oder Benzin. Der Preis ist auf der ganzen Insel an jeder Tankstelle derselbe: bislang 1,26 Euro für Diesel und 1,61 Euro für Benzin. Ausgerechnet sind die Preise auf 1,29 bzw. 1,69 Euro gestiegen. Wir tanken voll für 42 Euro. Es lebe der Clio und sein geringer Verbrauch!
Wir fahren auf der N1 in Richtung St. Louis, einem quirligen Städtchen mit vielen bunten Häusern im Kolonialstil, und biegen dann auf die N5 ab in Richtung Cilaos. Es geht mal wieder bergauf. Wenn wir die letzten Tage von Serptentinen geschrieben haben, wussten wir wohl nicht wirklich, was das ist. Noch nie meistern wir mehr steile und spitze Kurven wie heute!
Vor uns türmen sich über 2.000 Meter hohe Bergwände auf, die komplett grün bewachsen sind. Vielleicht geben Euch die Fotos einen kleinen Eindruck von dieser faszinierenden Schönheit:

Wir fahren an steilen Schluchten vorbei und durch enge Tunnel.

Nach etwa 30 Kilometer erreichen wir schließlich Cilaos. Rund 6.000 Menschen leben in der pittoresken Stadt, die - eingebettet in eine bizarre Berglandschaft - auf 1.200 Metern Höhe liegt.
Auf der Hauptstraße mit vielen Geschäften geht es quirlig zu:

Wir holen uns beim Bäcker leckere Brötchen mit Kokos und lassen die bunten Häuser und blühenden Gärten auf uns wirken.


In der Tourist-Information erkunden wir uns nach Ausflugsmöglichkeiten. Dort wird uns wärmstens empfohlen, ins zehn Kilometer entfernte Îlet a Corde zu fahren. Bereits nach einem Kilometer übermannt uns Höhenangst. Die spitzkurvig steil nach unten führende Straße hat es in sich. Schweißgebadet hoffen wir, dass uns kein Auto entgegenkommt. Endlich angekommen, ist der Ausblick auf die Talebene und Cilaos beindruckend. Wir erkennen von oben auch die markante Kirche des Städtchens:

Nun bewölkt es sich langsam. Die Wolken breiten sich einem Tischtuch ähnlich auf den Berghängen aus. Wir fahren die kurvenreiche Strecke zurück nach Gilles Les Bain zu unserem Hotel. Dort angekommen, ist die Bergwelt komplett verhangen.







