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Knapp zwei Wochen waren Stefan Leschner und Joachim Lehn als Rainbow Reporter auf der Trauminsel La Réunion unterwegs. In einer großen Gemeinschaftsaktion mit dem Fremdenverkehrsamt, Air France und rainbowselection.com hatten wir im Frühjahr jemanden gesucht, der in das kleine Paradies mitten im Indischen Ozean eingeladen werden möchte, um von dort täglich für die User von queer.de zu bloggen. Das frisch vermählte reiselustige Paar aus Mörfelden-Walldorf gewann schließlich die Herzen der Jury, so dass Air France statt einem Flugticket sogar zwei sponserte. In diesem Live-Blog berichteten Stefan und Joachim täglich von ihren Erlebnissen.


Live-Ticker (abgeschlossen, Start)

10.09., 15:01h

Das einzige Gay-Resort der Insel: Le Dalon Plage

Da wir unbedingt auch über ein Gay-Resort auf La Réunion berichten wollen, haben wir bereits von Deutschland aus François und Christophe kontaktiert, die Inhaber von Le Dalon Plage, und ein Treffen ausgemacht.

Wir packen eine gute Flasche Rotwein ein, und los geht's. Allée de Tuit-Tuits Nr. 6 im Örtchen Souris Chaude, der übersetzt "Heiße Maus" heißt - beste Voraussetzungen für ein Gay-Resort...

"Le Dalon Plage" liegt wunderschön auf einer Anhöhe mit Blick auf den Indischen Ozean. Christophe, der nur mit einem Handtuch bekleidet ist, begrüßt uns. Er führt uns an einen großen Pool, wo François im Adamskostüm die Liegen ausrichtet. Aufs Foto wollte er so allerdings nicht...



Wir nehmen auf der Varangue, wie man eine überdachte Terrasse im Kreolischen nennt, Platz und bekommen einen Apéritif gereicht: Rum Arrangé Maison, eine Art Rumtopf. Köstlich!

François und Christoph sind - wir haben es uns schon gedacht - Nudisten. Seit 18 Jahren sind die beiden Mittvierziger ein Paar und seit zwei Jahren verpacst. Sobald Frankreichs neue Regierung, wie angekündigt, die Ehe öffnet, wollen sie "richtig" heiraten.

Den Gästen des "Le Dalon Plage" steht ein Bungalow zur Verfügung, den man für 380 Euro pro Woche mieten kann. Er ist einfach, aber liebevoll eingerichtet und mit einer kleinen Terrasse versehen. Dort kann man sich wirklich wohlfühlen.



Den Pool können die Gäste natürlich mitbenutzen. Von dort blickt man direkt aufs Meer und kann gigantische Sonnenuntergänge erleben.

Wir haben sehr viel Spaß bei unserem Besuch im kleinen Gay-Resort. François und Christophe verwöhnen uns mit einem kreolischen Hühnchen mit Reis und einer leckeren Zitronenpaste. Zum Nachtisch gibt es noch selbstgebackene Tarte aux Pommes (Apfelkuchen), die mit Rum übergossen und flambiert wird. Wir platzen...

Die beiden berichten uns auch, dass direkt am Fuße ihres Hauses der einzige Gay Beach von La Réunion liegt. Für heute ist es leider zu spät, vorbeizuschauen. Aber diesen Strand werden wir auf jeden Fall noch erkunden!

09.09., 15:32h

Strand und Kerle von St. Gilles Les Bains

Juchhu, Wochenende! Heute steht mal nichts Besonderes auf unserem Programm. Das erste Mal können die Rainbow Reporter ausschlafen!

Ein Blick aus dem Fenster verrät: Es ist sehr stürmisch. Wir duschen und gehen zum Frühstück. Ein letztes Mal im Mercure Créolia. Ein bisschen Wehmut schwingt schon mit. Zuerst genießen wir den frisch gepressten Orangensaft. Dann gibt es Nespresso-Kaffee aux choix (unterschiedliche Geschmacksrichtungen stehen zur Auswahl). Baguette, französische Salami, frisch zubereitete Spiegeleier, einheimische Früchte und natürlich frische Croissants, pains au chocolat sowie pains aux raisins (Rosinenschneckchen). Heute haben wir am Frühstückstisch sogar zwei Gäste:



Beim Kofferpacken tauchen die ersten Probleme auf. Die Vanille-Schoten und Gewürzmischungen vom Markt, der gute Bourbon Rum (ein Liter für 5 Euro, ein Schnäppchen und wahnsinnig lecker!), mehrere Flaschen französischer Rotwein sowie einige für uns sehr exotische Biere von der Insel müssen verstaut werden. Wir bedanken uns beim Hotelpersonal für den erstklassigen Service und den Wohlfühlfaktor und begeben uns auf den Weg nach St. Gilles Les Bains.

Vor dem Einchecken erkunden wir das Stadtzentrum und den Yacht-Hafen.



Wir sind begeistert! St. Gilles Les Bains ist ein malerisches Fischerstädtchen mit vielen kleinen Geschäften, deren Fassaden in bunten Farben in der Mittagssonne erstrahlen.



Das Meer ist glasklar. Der Wind hat sich gelegt, und das Thermometer steht auf 32 Grad Celcius. Wir bummeln an vielen kleinen Restaurants vorbei, die allesamt sehr liebevoll eingerichtet sind und teilweise eine hervorragende Aussicht auf das Meer bieten:



Auch die ersten leckeren Jungs tauchen auf...



Wir fahren ins Novotel Créolia, das etwas außerhalb von St. Gilles Les Bains gelegen ist, und werden von Justine aufs Herzlichste begrüßt. Sie gratuliert uns nachträglich zur Hochzeit und bittet uns zu einem Welcome-Drink auf die Pool-Terrasse. Unser Zimmer 390 ist das Beste vom ganzen Haus: ein Eckzimmer mit Terrasse und Blick auf das Meer.

Schnell unter die Dusche gesprungen, und anschließend genießen wir unseren "freien" Tag am einsamen Strand:

08.09., 14:39h

Mit dem Liegendfahrrad über die Insel

Eigentlich steht auf unserem heutigen Plan die Erkundung des Piton Maïdo, doch am Morgen erhalten wir den Anruf von Anne vom Fremdenverkehrsamt La Réunion, dass wir wegen schlechter Wetterverhältnisse auf dem Bergmassiv besser die Südküste per Liegendfahrrad erkunden sollten. Klar, warum nicht? Wir sind ja flexibel!

Auf dem Weg zur Südküste stoppen wir an dem facettenreichen Markt von St. Paul, der immer freitags und Samstag stattfindet. Schon die einzigartige Lage, direkt am Meer, verdient erwähnt zu werden. Es gibt natürlich Vanille in allen Qualitäts- und Preisklassen, einheimische sowie Importfrüchte sowie Gemüse. Wir dürfen überall probieren:



Auch an Ständen mit Kunsthandwerk und Textilien kommen wir vorbei. Die Menschen sind unglaublich aufgeschlossen, freundlich und hilfsbereit. Wir fragen immer, ob wir Fotos machen dürfen, was meistens erlaubt wird. Leider gucken nicht alle immer so in die Kamera, wie wir uns das wünschen...



Wir fahren über eine super ausgebaute Straße (N1) in Richtung Süden. Das Wetter ist zwar sehr windig, aber sonnig. Von der N1 aus hat man einen grandiosen Blick auf das raue Meer. Die Landschaft ändert sich von sattgrün, wie wir sie die letzten Tage über kennengelernt haben, in nun eher karg, trocken und savannenartig. In Etang Salé Les Bains verlassen wir die Autobahn und fahren durch Wälder, die sehr an die Provence erinnern.

Unser nächster Stopp ist Croc Parc, der mit 160 Krokodilen aufwarten kann. Noch nie haben wir so viele dieser Reptilien so nah erlebt.



Die meisten schlafen allerdings. Die Tierpflegerin erklärt, dass die Krokodile nur zweimal in der Woche fressen, immer am Mittwoch und Sonntag. Die Fütterung, die wir damit leider verpassen, muss ein Highlight sein. Zu fressen bekommen sie Hühnchen, die aber bereits geschlachtet und ohne Kopf verabreicht würden, da sonst keine Kinder mehr kämen.

Trotz des sonnigen Tages verschieben auch wir das Baden besser auf einen anderen Tag:



Es ist 13.30 Uhr, als wir das Hauptziel unseres Tages erreichen: Mit Aurore, ihrem Mann Mikaël sowie Anselme, einem Freund, sind wir zum Liegendfahrradfahren verabredet. Mikaël weist uns professionell in die Handhabung der ungewohnten Bikes ein. Natürlich ist Helm Pflicht.



Wir vier Männer fahren mit dem Fahrrad durch den Wald. Es geht bergauf und bergab und wir meistern auch die Spitzkurven. Aurore fährt stattdessen mit dem Auto zu unserem Treffpunkt, direkt am Meer gelegen. Noch nie haben wir höhere und wuchtigere Wellen gesehen:



Anselme hat heute zufällig Geburtstag, und wir machen Picknick. Es gibt sogar einen von Aurore selbstgebackenen Maiskuchen mit hausgemachter Mandarinenmarmelade:



Dazu gibt es Geranienblüten-Tee, sooo lecker!

Wir radeln weiter am Küstenstreifen entlang, begleitet vom ohrenbetäubenden Rauschen des Meeres. Satte viereinhalb Stunden sind wir bis in den frühen Abend unterwegs und legen dabei mehr als 20 Kilometer zurück.



Wir hätten nie gedacht, dass Liegendfahrradfahren so viel Spaß machen kann. Danke, Anne - dieses "Alternativprogramm" hat sich wirklich gelohnt!

07.09., 14:55h

Bibbern mit Palmherzen und Dodo-Bier

Heute dürfen wir die Trauminsel La Réunion einmal von ihrer windigen und bewölkten Seite kennen lernen. Mit unserem gemieteten Clio fahren wir die wunderschöne und hervorragend ausgebaute Küstenstraße in Richtung Sainte Rose. Der gesamte Küstenstreifen ist unglaublich grün und ähnelt einem Palmengarten. Links erstreckt sich die rau anmutende Küste. Die Wellen haben sich durch den Wind aufgebläht und brechen an der Steilküste.



Auf der rechten Seite sind die Berge, von Wolken verhangen. Wir fahren an Zuckerrohrfelder und sympathisch anmutenden kreolischen Dörfern vorbei.

Unser erster Halt ist in Sainte Anne. Uns sticht die barock wirkende und dennoch spielerisch anmutende Kirche Sainte Thérèse ins Auge. Wir gehen hinein. Das Intérieur wirkt sehr kitschig auf uns:



Sind die Figürchen in der Grabkapelle etwa alle aus Meissener Porzellan? Sicherlich Geschmacksache. Immerhin diente diese Kirche als Kulisse für eine Hochzeitsszene im Thriller "Das Geheimnis der falschen Braut" mit Cathérine Deneuve und Jean-Paul Belmondo.

Wir fahren weiter nach Sainte Rose und sehen uns den kleinen Yacht-Hafen an. Süße purpurrote Vögel, so genannte Red Bishops, ziehen uns in den Bann:



Wir steigen wieder in den Clio und erreichen nach wenigen Minuten die Kirche Notre Dame des Laves. Diese Kirche hat international Aufmerksamkeit erlangt, denn bei einem Vulkanausbruch wurde sie wie durch ein Wunder verschont.



Der Lavastrom des Piton de la Fournaise machte genau vor ihren Pforten Halt und fügte ihr damit keinen größeren Schaden zu. Fingerzeig des Himmels oder nicht - sehenswert ist sie allemal!

Nach wenigen Kilometern erreichen wir Anse des Cascades. Serpentinenartig fahren wir vom Hochplateau in Richtung Küste. Es erwartet uns ein wunderschöner, palmenbewachsener Park mit Wasserfällen und kleinen Kaskaden. An Land liegen bunte Fischerboote.



Als nächstes steht Mittagessen auf dem Programm im Restaurant Le Joyau des Laves - auf Einladung des Fremdenverkehrsamts, vielen Dank! Jeder Gast wird hier mit Handschlag begrüßt. Wir nehmen auf der Terrasse Platz mit wunderschönem Blick auf den Indischen Ozean. Stefan erhält eine Decke, da es windig und mit "nur" etwa 20 Grad recht frisch ist:



Unten rechts im Bild seht ihr übrigens das National-Bier von La Réunoion, das "Dodo-Bier", das in der Brauerei "Bourbon" hergestellt wird. (Bourbon ist der alte Name der Insel, die in Huldigung der französischen Königsfamilie so genannte wurde). Das niedliche Logo des Biers mit dem Dodo-Vogel ist auf der ganzen Insel omnipräsent.

Spezialität des Hauses im Le Joyau des Laves sind Gerichte aus und mit Palmenherzen, erklärt uns Viviane. die Geschäftsführerin. So gibt es zur Vorspeise ein Gratin aus Palmenherzen, angereicht mit Garnelen sowie einem grünen Salat mit Vinegrette und Palmenherzen-Raspel. Unsere Hauptspeise ist Baba Figue (Bananenblüten) mit heißer Wurst sowie Hühnchen mit Palmenherzen:



Dazu wird Reis gereicht (ohne Palmherzen). Es schmeckt phantastisch! Die Portionen sind reichhaltig und wir werden mehr als satt. Zum Nachtisch gibt es dann auch noch gebackene Banane und Vanilleeis...

Mit vollem Magen plumpsen wir wieder in unseren Wagen. Nächste Station ist der Jardin des Parfums et des Epices. Die Landschaft ändert sich auf beeindruckende Art und Weise. Wir befahren das Grand Brûlé, ein gigantisches Lavafeld, auf dem bereits kleinere Pflanzen wachsen. Ein faszinierender Eindruck, der dadurch verstärkt wird, dass die Wolken sehr tief hängen und einzelne Sonnenstrahlen dem Ganzen einen mystischen Anblick verleihen:



Im Garten der Parfums und Gewürze nehmen wir an einer Führung teil. Die Gruppe ist mit fast 30 Personen recht groß. Patrick, unserer Guide, macht dennoch einen hervorragenden Job:



Zwar können wir uns nicht alle 1.600 unterschiedlichen Pflanzenarten im Garten merken, unvergessen bleibt jedoch seine Verkostung mit grünem Pfeffer, Kardamom, Zimt und anderen Gewürzen. Botanik zum Anfassen und Probieren, klasse!



Es ist 16 Uhr, wir machen uns auf den Rückweg. Der Himmel klart auf, und die Sonne lässt nun den Rückweg zum Hotel in einem völlig anderen Licht erscheinen. So abwechslungsreich hatten wir uns La Réunion gar nicht vorgestellt! Wir sind dankbar und glücklich gleichermaßen, dass wir hier sein dürfen und freuen uns schon drauf, von unseren nächsten Erlebnissen berichten zu dürfen.

06.09., 16:51h

Der erste Ausflug: Wasserfall, Vanilleschoten und zehn Flaschen Rum

Gut ausgeschlafen stürzen wir uns in unseren ersten "vollen" Tag auf der Insel. Nach einem grandiosem Frühstück - mit frisch gepresstem Orangensaft, frischen einheimischen Früchten, echt gutem Kaffee sowie natürlich traditionellem französischem Baguette, Schinken und Wurst - begeben wir uns perfekt gestärkt auf den ersten Entdeckungsausflug. Unser Ziel: der Cirque de Salazie sowie das als schönstes Dorf Frankreich geltende Hell-Bourg.



Die Straßen sind super ausgebaut und übertreffen manchen europäischen Standard. Die Landschaft ist üppig grün, Berge und Meer geben sich fast die Hand. Von St. Denis fahren wir auf einer wunderschönen Küstenstraße in Richtung Saint André, von dort begeben wir uns serpentinenartig in Richtung Salazie. Die Aussicht ist atemberaubend: Über 1.000 Meter hohe Bergspitzen sind komplett grün bewachsen, im Tal bahnt sich der Fluss Mât seinen Weg zwischen Palmen und anderen exotischen Gewächsen.



Auf einer noch serpentinenreicheren Straße geht es weiter in Richtung Hell Bourg. Dieses malerische Dorf ist Ausgangspunkt für viele Wanderungen. Nach einem Bierchen und einer Blätterteigtasche lassen wir uns von der Touristeninformation den Weg zu einem Wasserfall zeigen, dazu müssen wir aber erst mal wieder in den Clio steigen. Unsere Fahrt führt mehrere Kilometer durch Zuckerrohrfelder. Die Straße ist so schmal, dass zwei Autos nicht nebeneinander passen. Ausgerechnet in einer Kurve kommt uns ein dicker LKW entgegen. Nach kurzem Ausweichmanöver ins Zuckerrohrfeld erreichen wir den Parkplatz. Wir laufen über eine Brücke und haben einen atemberaubenden Blick über Wasserkaskaden. Plötzlich werden wir von mehreren Hunden begrüßt - wir befinden uns auf einem Privatgrundstück. Freundliche Einheimische zeigen uns den Weg. Nach etwa 100 Stufen hinab zu einem Bassin erreichen wir den rauschenden Wasserfall. Wir lieben Wasserfälle und sind uns einig, dass wir in just diesem Moment den landschaftlich schönsten Wasserfall unseres Lebens sehen! Es gibt keine Busse mit Touristen und wir können dieses Idyll völlig alleine genießen. Stefan nimmt denn auch direkt ein Bad im "Bassin des Friedens", wie der Bassin de la Paix übersetzt heißt:



Wir fahren weiter in Richtung Bras Panon und entdecken die Coopérative de Vanille, wo wir direkt zum Vanille-Kaffee eingeladen werden. Wir geben uns als Rainbow Reporter zu erkennen und werden der Pressesprecherin Géraldine vorgestellt. Sie erklärt uns, dass der Ursprung der Vanille in Mexiko liegt, wo eine besondere Fliegenart die Pflanzen bestäubt. Vanille wurde über Europa nach La Réunion gebracht, wo es diese Fliege allerdings nicht gab. Wäre da nicht der junge Sklave Edmond Albius gewesen, der die künstliche Befruchtung der Vanillepflanzen entdeckte. Leider verhalf ihm diese Entdeckung nicht zu Reichtum...



Es gibt 110 Arten von Vanille, lernen wir, eine Vanilleblüte bringt eine Schote zutage. In der Saison, die von September bis Dezember dauert, müssen jeden Tag neue Vanilleblüten gepflückt werden. Ein geübter einheimischer Pflücker schafft stolze 1.500 bis 2.000 Blüten pro Tag. Aufwändig ist die Weiterverarbeitung, die etwa ein Jahr dauert. Nun wundert es uns nicht mehr, dass Vanille so teuer ist...

Der Besuch der Coopérative de Vanille macht Appetit. Wir besuchen die Ferme Auberge de Eva Annibal, die wegen ihrer köstlichen Vanille-Ente auf ganz La Réunion bekannt ist. Das Restaurant ist ein im Kolonialstil gehaltenes Haus, sehr spartanisch eingerichtet mit einem einzigartigen Flair. Auf dem Tisch stehen zur Begrüßung zehn Flaschen Rum unterschiedlichen Aromas: Banane, Kakao, Arrangé (ähnlich wie Rumtopf, sehr zu empfehlen!) und viele mehr. Eva, die Chefin der Hauses, fordert uns auf, zu probieren, und verschwindet dann in der Küche.



Es gibt nur ein einziges Menü: Kürbisgratin, Carri mit Schwertfisch, Ente an Vanille, gereicht mit Reis und einer scharfen Auberginenpaste. Das Essen ist mit Liebe zubereitet und noch besser schmeckt es. Eva macht wahre Hausmannskost: Sie hat eine eigene Entenaufzucht im Garten.



Eva erzählt uns auch die Geschichte, die sich hinter ihrer berühmten Vanille-Ente verbirgt: Der Bürgermeister von Bras Panon hatte einst einen Wettbewerb ausgeschrieben, in dem jeder Kandidat ein besonderes Gericht mit Vanille zubereiten soll. Eva kam auf die Idee mit der Ente und gewann mit ihrem Gericht. Man muss es unbedingt probieren!

Der Clou: Das gesamte Essen, inklusive aller Getränke und einem Parfait mit Vanille-Soße, kostet pro Person nur 25 Euro. Bei Eva werden wir definitiv nochmal vorbeischauen! Wenn wir ihr vorher Bescheid sagen, will sie uns nächstes Mal ein Carri mit Garnelen zubereiten. Da freuen wir uns schon drauf! Zum Abschied nehmen wir sie noch einmal in den Arm:



Zurück im Hotel, fallen auch wir uns überglücklich in die Arme. Wie kann man diesen ersten tollen Tag auf La Réunion noch toppen?

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-w-

#1 Der KlausAnonym
  • 05.09.2012, 18:38h
  • Ohhhh da wäre ich jetzt auch gern. Viel Spaß Stefan und Joachim und macht weiter so!
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 05.09.2012, 18:59h
  • Ich würde mit dem Rainbow Reporter allzugerne tauschen!
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