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Kommentare zu:
Japaner serviert seinen gekochten Penis


#11 Sveni-MausAnonym
#12 stromboliProfil
  • 20.09.2012, 14:31hberlin
  • mir scheint die japanische kultur hat da eine ader, die wir europäer nicht nachvollziehen können..
    aber so wie sie den penis eine besondere zuneigung entgegen bringen wenn es skulpturen oder zeichnungen sind , so prüde geben sie sich wenn der pimmel öffentlich wird..

    Herausragender film mit ähnlichem thema
    de.wikipedia.org/wiki/Im_Reich_der_Sinne
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#13 splattergayAnonym
#14 filmAnonym
  • 20.09.2012, 15:40h
  • Antwort auf #12 von stromboli
  • " , so prüde geben sie sich wenn der pimmel öffentlich wird.."

    Juli 1942: Gerade "unter dem Eindruck des zähen Ringens im Raume von Smolensk", entscheidet Japan, das dort mit Beobachtern präsent ist, das Ansuchen des Dritten Reiches, am Krieg gege n die Swjetunion teilzunehmen, zurückzuweisen."
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#15 non penisAnonym
#17 screenshot ocrAnonym
  • 20.09.2012, 18:53h
  • Antwort auf #4 von fragender
  • "Die Anklage erhob Einspruch gegen das Urleil und behauptete, dass zwölf Standbilder und neun Passagen obszön seien gemäß Artikel 175. Oshima bedauerte seinen Sieg teilweise, weil er sich erhofft hatte, die Verfassungsmäßigkeit von Artikel 175 in Frage stellen zu können.

    Artikel 175 wendet sich explizit gegen obszöne Dar­stellungen, Die Abbildung von Geschlechtsverkehr, Schamhaar und Genitalien Erwachsener ist katego­risch verboten. Die japanischen Comics, die sogenann­ten Mangas". nutzen hier geschickt eine Gesetzeslü­cke aus: die Protagonisten in den Zeichnungen tragen oft Kindergesichter, ihre haarlosen Geschlechtsteile können explizit dargestellt werden. Für den ame­rikanischen Markt werden diese Bildstellen dann nachträglich zensiert. Das japanische Zensurgesetz schreibt vor, dass Körper, um öffentlich abgebildet zu werden, so angeordnet oder gezeigt werden müssen, dass Schamhaar und Genitalien nicht sichtbar sind.

    Erst 1991 kam es zu einer Lockerung dieses Gesetzes. Der Photoband Santa Fe des Photographen Shinoyama Kishin mit Bildern der Schauspielerin und Sängerin Miyazuwa Rie bildete eine der ersten Ausnahmen. Obwohl er darin nicht nur Schamhaar zeigt, sondern viel mehr, wurde der Band nicht zensiert. Die Photos Kishins wurden von den Behörden zugelassen, weil in diesem Fall Schamhaare nicht aus obszönen, sondern aus künstlerischen Gründen abgebildet wor­den seien. Die Veröffentlichung dieses Buches löste eine öffentliche Diskussion aus. [...] An dieser Debatte beteiligten sich alle Japaner vom Pornographen bis zur Hausfrau lebhaft. Es geht in Japan ebenfalls wie im Westen um die Frage Kunst oder Obszönität. wie ja auch der Fall des Regisseurs Nagisa Oshima zeigt.

    Dass sich das Zensurgesetz vor allem auf das Zeigen von Schamhaar und Genllalien bezieht, ist ein außer­gewöhnlicher Umstand. In den japanischen Medien sind nackte Körper, sexuelle Freizügigkeiten jeder Art, SadomasochIsmus, etc. allgegenwärtig, solange eben kein Schamhaar zu sehen ist. Das erscheint Europäern als Paradox, ist aber nach japanischem Verständnis durchaus logisch. Anne Allison geht der Frage nach, warum gerade das Schamhaar und die Genitalien zum

    Gegenstand der japanischen Zensur, zum Symbol des Obszönen an sich wurden. Wie sie in ihrer Studie erklärt, versucht der japanische Staat dadurch die Inte­grität der Mutter und der Familie an sich zu wahren[...]Nicht die Stelle der Schamhaare, sondern ihre öffentliche Sichtbarmachung bilden laut Allison den Stein des Anstoßes. Das Sexualorgan steht für den Akt der Sexualität an sich, wie Allison es formuliert: "This means that the sex organ in the context of the law is a marker of the body's entrance into a state of civilization; it is not a place or a thing but a border that serves to mark territories on the map of social and civilized space."

    aus: Nobuyoshi Araki und Henry Miller- eine japanisch-amerikanische Analogie, S. 37/38
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#19 merkwürdigAnonym
  • 20.09.2012, 23:05h
  • Antwort auf #17 von screenshot ocr
  • "Erst 1991 kam es zu einer Lockerung dieses Gesetzes. Der Photoband Santa Fe des Photographen Shinoyama Kishin mit Bildern der Schauspielerin und Sängerin Miyazuwa Rie bildete eine der ersten Ausnahmen."

    interessanter für dieses forum wäre es etwas über den umgang mit männlicher nacktheit/ erotik in japan zu erfahren.
    denn auch hier in europa wurde jene viel später gelockert als heteroerotik. zu zeiten an denen zeitschriften mit nackten frauen schon frei verkauft werden durften, gab es zeitungen mit nackten männern und schwule pornos nur illegal unter der ladentheke.

    auch die anderen kommentare zu diesem artikel beziehen sich sehr auf heterosex, warum?
    interessanter wäre doch wie locker oder streng japan mit männlicher nacktheit und homosex umgeht.
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