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  • 06. Oktober 2004 14 2 Min.

Die Berliner Bewerbung für die Outgames 2009 scheint am Ende. Eitel Sonnenschein dagegen in Köln: Der SC Janus will die Gay Games in die Domstadt holen.

Von Dennis Klein

Die Outgames sollten 2009 rund 16.000 lesbische und schwule Sportler nach Berlin bringen - nun scheint daraus nichts zu werden: "Es wird keine Berlin-Bewerbung geben", ist sich Dirk Alex vom renommierten schwul-lesbischen Sportverein Vorspiel sicher. Bürgermeister Klaus Wowereit hatte am Montag seine Unterstützung zurückgezogen, weil der Streit zwischen Anhängern der Gay Games und der Outgames die Community entzweit habe.

Hintergrund: Die Gay and Lesbian Sports Association (GLISA) hatte sich von der Federation of Gay Games (FGG) abgesplittet. Ursache war der Streit um die finanzielle Kontrolle der Spiele. Die GLISA veranstaltet nun die Outgames, die erstmals 2006 im kanadischen Montréal stattfinden werden. Die FGG lädt zur gleichen Zeit zu den Gay Games in Chicago ein. Berlin wollte sich zunächst für die Gay Games 2010 bewerben, gab dann jedoch den Outgames 2009 den Vorzug. Dieser Schritt war von Anfang an umstritten. "Mit dieser Spaltung ist langfristig niemandem geholfen", glaubt auch Robert Kastl vom Bewerbungsverein Games Berlin. Er sieht jedoch noch einen Hoffnungsschimmer: "Die Bewerbung ist nur auf Eis gelegt", so Kastl gegenüber queer.de. Bei einem "Community-Treffen" der Games Berlin konnten sich die Teilnehmer am Mittwochabend lediglich darauf einigen, die FGG und die GLISA "zu kontaktieren und einen konkreten Weg zu einer Zusammenführung der Sport-Community aufzuzeigen und anzustoßen."

Da die letzten Gay Games tiefrote Zahl geschrieben haben, meint Alex vom Vorspiel: "Es darf keine weiteren Outgames geben." Den Streit um Montréal 2006 sieht er als "Arbeitsunfall". "Die Streithähne müssen sich einfach an einen Tisch setzen." Obgleich sein Verein die Gay Games in Chicago unterstütze, würden auch viele Vorspiel-Sportler in die kanadische Metropole fahren: "Für viele ist Montréal einfach die attraktivere Stadt", so Alex.

Im Gegensatz zu Berlin ist die Stimmung in Köln extatisch. Die Domstadt sei der ideale Gastgeber für die Gay Games 2010, so der Vorsitzende des Veranstalters SC Janus, Ulrich Breite, der zuletzt wegen fremdenfeindlicher Äußerungen in den Schlagzeilen war. Köln sei mit Washington D.C. der Favorit unter den bislang acht Bewerberstädten. Zugute kommt den Kölnern auch, dass vom 7. bis zum 12. November das jährliche Treffen der FGG mit über 80 Delegierten in der Domstadt stattfinden wird. Zwar soll dort offiziell nicht über die Bewerbung gesprochen werden; dennoch hofft Breite, dass der rheinische Frohsinn - insbesondere am närrischen 11.11. - die Delegierten von den Vorzügen Kölns überzeugen wird.

6. Oktober 2004, 15:34 Uhr; aktualisiert am 7. Oktober, 11:57 Uhr

-w-

#1 OlafAnonym
  • 07.10.2004, 01:08h
  • Als Kölner würde ich mich ja über die Erfolgschancen freuen - gäbe es da nicht einen gewissen rechtsradikalen Vorsitzenden...
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#2 StefanAnonym
  • 07.10.2004, 01:13h
  • @Olaf - Rechtsradikale wie Ulrich Breite im Homo-Sport sind echt zum Kotzen - warum jemand so gegen Ausländer hetzen kann und noch im Amt ist, ist mir unbegreiflich.

    Ich habe damals das Schreiben gekriegt und mich bei der FDP beschwert - Antwort: Keine.
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#3 GerdAnonym
  • 07.10.2004, 01:16h
  • Warum will dieser Typ Ausländischer Sportler in Köln aber gegen Flüchtlinge hat er was? Das hat Hitler 1936 auch so gemacht.
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