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Nach Protesten
Chick-Fil-A stoppt Spenden an Homo-Hasser
- 20. September 2012 2 Min.

Schwul-lesbischer Protest vor einer Chick-Fil-A-Filiale (Bild: pweiskel08 / flickr / by-nd 2.0)
Der Druck war offenbar zu groß: Die amerikanische Fastfood-Kette Chick-Fil-A will künftig nicht mehr homofeindliche Organisationen unterstützen.
Chick-Fil-A bestätigte in einem Brief an Joe Moreno, einen demokratischen Stadtrat von Chicago, dass es künftig nicht mehr Gruppen mit politischer Agenda unterstützen werde. Das hat die Bürgerrechtsorganisation Civil Rights Agenda am Mittwoch auf ihrer Website mitgeteilt. Auch Moreno bestätigte den Eingang des Dokuments. Chicago hatte zuvor damit gedroht, keine weiteren Restaurants in der Stadt zu genehmigen, sollten die Hühnchenbrater weiterhin gegen sexuelle Minderheiten vorgehen.
Die Restaurantkette hatte in den letzten Jahren mehrere Millionen Dollar an Organisationen gespendet, die gegen die Gleichstellung von Homosexuellen mobil machen. Dazu zählte etwa auch die Gruppe "Exodus International", die Schwule und Lesben zu Heterosexuellen umerziehen will.
Im Juli ist der Streit um Chick-Fil-A in den USA hochgekocht, als Konzernchef Dan Cathy in einem Interview auf die Vorwürfe der Homophobie antwortete: "Schuldig im Sinne der Anklage". Daraufhin stellte die Jim-Henson-Company, deren Muppets-Figuren als Menübeilagen verbreitet wurden, die Zusammenarbeit ein (queer.de berichtete). Später riefen konservative Aktivisten dazu auf, am 1. August bei Chick-Fil-A einzukaufen, um für die freie Meinungsäußerung und gegen Homo-Rechte zu kämpfen. Das führte zu langen Schlangen in praktisch allen der 1.600 Filialen (queer.de berichtete). Das Management von Chick-Fil-A versuchte daraufhin aus Angst vor Umsatzeinbrüchen, die Wogen zu glätten.
Chick Fil-A verspricht Gleichbehandlung
Zusätzlich hat das Schnellrestaurant nach Angaben der Bürgerrechtler an seine Filialen eine Anweisung verschickt, in der eine Nichtdiskriminierungspolitik gefordert wird. Diese Anweisung sei auch an die Stadt Chicago geschickt worden, um den Genehmigungsprozess zu beschleunigen. Als Firma werde man "jede Person mit Ehre, Würde und Respekt behandeln, unabhängig von ihrer Weltanschauung, ihrer Rasse, ihrem Glaubensbekenntnis, ihrer sexuellen Orientierung oder ihrem Geschlecht". Die Firma habe die Absicht, sich nicht an "politischen oder gesellschaftlichen Debatten" zu beteiligen.
Chick-Fil-A hat die neue Richtlinie bislang weder bestätigt noch dementiert. Ein Sprecher erklärte gegenüber der "Los Angeles Times", das Restaurant-Management sehe keinen Redebedarf. (dk)














