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- 27. September 2012 2 Min.

Schwuler Jugendlicher beim St. Petersburger Madonna-Konzert im August
Russland hat eine Resolution des Europarates zu den Rechten von Jugendlichen platzen lassen, weil darin auch die Rechte von jungen Schwulen und Lesben garantiert werden sollten.
Bei der am Dienstag zu Ende gegangenen neunten Jugendministerkonferenz des Europarates in St. Petersburg hat sich Russland geweigert, die Resolution zu ratifizieren. Das meldet das russische Nachrichtenportal Gazeta.ru. Russland will damit dagegen protestieren, dass am Ende der Verhandlungen eine Passage eingefügt wurde, die das Selbstbestimmungsrecht von sexuellen Minderheiten anspricht.
Bislang hat sich die russische Delegation noch nicht offiziell zu dem Vorfall geäußert. Alexander Stradze, einer der russischen Vertreter bei der Konferenz, hat jedoch via Twitter die Ablehnung begründet. Er schrieb: "Die russische Delegation denkt, dass das Thema nicht wichtig ist in der Entwicklung der Jugendpolitik. Es gibt andere Prioritäten."
Massive Einschränkung von Homo-Rechten
Russland ist in den letzten Jahren vermehrt gegen sogenannte "Homo-Propaganda" vorgegangen. Mehrere Regionen haben öffentliche Debatten zum Thema Homosexualität bereits verboten, darunter auch die Millionenstadt St. Petersburg (queer.de berichtete). Auch in der Hauptstadt wird die freie Meinungsäußerung von Schwulen und Lesben massiv behindert: So hat Moskau CSDs für die nächsten 100 Jahre verboten (queer.de berichtete). Das Auswärtige Amt warnt wegen der Entwicklungen seit Juni homosexuelle Reisende vor diskriminierenden Gesetzen (queer.de berichtete).
Im 1949 gegründeten Europarat sind alle europäischen Staaten mit Ausnahme Weißrusslands und des Vatikans Mitglied. Die internationale Organisation hat sich zum Ziel gesetzt, die Zusammenarbeit der Länder zu verbessern und für wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt einzutreten – und engagiert sich auch für Homo-Rechte: So hat die parlamentarische Versammlung des Europarates 2010 eine Entschließung verabschiedet, nach der Staaten bei Menschenrechtsverletzungen gegen Schwule und Lesben nicht mehr die Augen zudrücken dürfen (queer.de berichtete). (dk)
Links zum Thema:
» Europarat
Mehr zum Thema:
» Europarat legt Bericht über LGBT vor (08.12.11)















Aber klar doch. Wie immer bei jenen Politikern die davon reden dass es wichtigeres gebe:
Offenbar scheint das Thema wichtig genug zu sein um dagegen Stimmung zu machen. Haben die keine andere Prioritäten?
Zwischen sich um etwas nicht kümmern (weil man anderes für wichtiger hält) und aktiv Gesetze blockieren oder Verbote zu erlassen (und dann noch behaupten es gäbe wichtigeres) gibt es einen riesengroßen Unterschied!
Das sollte man in Deutschland den Unionspolitiker n mal um die Ohren schlagen!
Was haben die Russen eigentlich im Europarat verloren?