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Einzelkommentar zu:
Der schwule König von Großbritannien


#3 GF Pr von PrAnonym
  • 29.09.2012, 16:54h
  • Antwort auf #2 von FoXXXyness
  • Nicht vergessen auch - Friedrich der Grosse, Ludwig II. von Bayern und Umberto II. von Italien (1904 - 1983) aus dem Haus von Savoyen, der letzte italienische Monarch, dessen Homosexualitat zum wichtigen, wenn auch nicht einzigstem, Grund der Abschaffung der Monarchie 1946 wurde: die Kommunistische Partei hat das vor dem Referendum erbarmungslos ausgenutzt und die einflussreiche katholische Kirche nur halbherzig die Sache der Monarchie unterstutzt. Umberto verbrachte den Rest seines Lebens ( in der Offentlichkeit immer nur mit einer schwarzen Kravatte, weil 'grosse Trauer' um sein Italien hatte) im Stadtchen Cascais nicht weit von Lissabon an der atlantischen Kuste, de facto getrennt von seiner Frau Marie Chose, pflegte weiter Beziehungen mit seinen Lovern Luchino Visconti und Jean Marais, hielt einen Hof im Exil und reiste fast um die ganze Welt. Nach Italien als einfacher Burger zuruckkehren konnte er schon nie - das Verbot fur ihn und seine mannlichen Nachkommen (er hatte einen Sohn und vier Tochter) war ausdrucklich in die Verfassung der Republik von 1947 eingeschrieben und wurde nur im Oktober 2002 abgeschafft. Als er im Marz 1983 in Genf starb, erschienen bei seiner Begrabnis in der Abtei Hautes Combes in Savoyen alle europaischen Konige und Ex-Konige bzw. Koniginnen. Italien dagegen schickte nur seinen Generalkonsul aus Lyon. Wenn diese schrecklich klerikale Republik irgendwann in der Zukunft einen schwulen Staatsprasidenten oder auch Ministerprasidenten (etwa Nichi Vendola aus der Ex-Kommunistischen Partei) akzeptieren wagt und das bekommt, wird das ironischerweise also auch ein heimlicher Sieg von Umberto sein. Die Zeit ist aber, so mein Eindruck, noch nicht ganz reif dafur.
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