Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?17501
  • 29. September 2012 14 1 Min.

Hessischer Landtag in Wiesbaden: Die schwarz-gelbe Mehrheit sieht keinen Handlungsbedarf (Bild: dierk schaefer / flickr / by 2.0)

Mit den Stimmen von CDU und FDP hat der Hessische Landtag am Mittwochabend einen Antrag der Grünen abgelehnt, das Ehe­gatten­splitting auf Eingetragene Lebenspartner auszuweiten.

Damit sind die Liberalen auch in Hessen vor ihrem Koalitionspartner eingeknickt. Noch im Sommerinterview des Hessenfernsehens hatte sich Justizminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) für eine Gleichstellung im Steuerrecht ausgesprochen. Wörtlich sagte Hahn damals: "Jetzt ist der Wendepunkt erreicht, es muss eine vollkommene Gleichheit zwischen der Ehe auf der einen und homo­sexuellen Partnerschaften auf der anderen Seite geben."

Der lesben- und schwulenpolitische Sprecher der grünen Landtagsfraktion, Kai Klose, nannte den Beschluss "ein Armutszeugnis insbesondere für die FDP". Die Begründung der Liberalen, in Hessen bestehe kein Handlungsbedarf, sei unzutreffend: "Die lesbischen Bürgerinnen und schwulen Bürger Hessens warten beispielsweise weiterhin darauf, dass die Lebenspartnerschaften endlich rückwirkend zum 1. August 2001 im Landesrecht gleichgestellt werden", sagte Klose. "Auch das wurde im Antrag gefordert, auch das haben CDU und FDP abgelehnt." Ebenso wie ein Eintreten des Landes für das Ehe­gatten­splitting für verpartnerte Schwule und Lesben über den Bundesrat. (cw)

-w-

#1 alexander
  • 29.09.2012, 17:16h
  • jörg-uwe hahn FDP :
    "Jetzt ist der Wendepunkt erreicht, es muss eine vollkommene Gleichheit zwischen der Ehe auf der einen und homosexuellen Partnerschaften auf der anderen Seite geben."(tarätarätarä, tusch !!!)
  • Direktlink »
#2 GF Pr von PrAnonym
  • 29.09.2012, 17:50h
  • Und das - am diesselben Tag, als der ganze Landtag beschloss, sich dem Berliner Antrag im Bundesrat wegen Rehabilitierung der Opfer vom Paragraph 175 anzuschliessen und sogar im Namen von Hessen sich offentlich zu entschuldigen... Sind das etwa politische Spiele zwischen CDU und FDP bzw. ihnen beiden und der Opposition (du mir, ich dir, dann wir beide gegen alle ubrigen)? Auf jedem Fall hat jemand in Hessen noch nicht ganz verstanden, dass die Schwule in dieser Bundesrepublik nicht nur mit ihrer Lebenspartnerschaft, sondern auch ihrem ganzen Leben nicht auf 'einer Seite' zu sein wollen, wahrend alle anderen mit ihrer Ehe auf 'einer anderen Seite' sind. Das klingt nach Separation - und die endet sich meistens sehr traurig fur beide 'Seiten'.
  • Direktlink »
#3 StephenAnonym
  • 29.09.2012, 18:22h
  • Eigentlich macht es keinen Sinn mehr in schwarz-gelb oder nur schwarz geführten Ländern sowas in die Landtage einzubringen. CDU/CSU und FDP in den Ländern sind doch von Berlin angewiesen das abzulehnen, da Sie auf das Urteil warten wollen! Es bleibt uns leider nichts anderes übrig als auf das Urteil aus Karlsruhe zu warten, alles andere ist derzeit vergebliche Liebesmühe. Traurig aber wahr!!!
  • Direktlink »