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GLAAD-Bericht
US-TV: So viele Homos wie noch nie
- 05. Oktober 2012 2 Min.

Szene aus "True Blood" (Bild: HBO)
Im amerikanischen Fernsehen gibt es mehr schwule, lesbische und bisexuelle Figuren als je zuvor, so das Ergebnis einer Untersuchung der Gruppe Gay and Lesbian Alliance Against Defamation (GLAAD).
Im jährlichen Bericht "Where Are We on TV" heißt es, dass 4,4 Prozent aller Charaktere in fiktionalen Fernsehserien der großen Networks einer sexuellen Minderheit angehören. Im Jahr zuvor waren es nur 2,9 Prozent (queer.de berichtete). 2007 lag der Anteil bei gerade einmal 1,1 Prozent.
Die Serie, die am meisten sexuelle Minderheiten bei den großen Sendern ABC, CBS, NBC, Fox und "The CW" berücksichtigt, ist "Glee". Hier gibt es sechs LGBT-Figuren. Die Serie läuft in den USA auf Fox und in Deutschland bei SuperRTL. Beim Kabelfernsehen hat die HBO-Reihe "True Blood" mit ebenfalls sechs LGBT-Figuren die Nase vorn. Die Vampir-Saga wird hierzulande von RTL II ausgestrahlt.
"Die Zunahme an LGBT-Figuren im Fernsehen zeigt einen Kulturwandel. Schwule und Lesben haben heute in der Gesellschaft eine andere Stellung", erklärte GLAAD-Präsident Herndon Graddick in dem Bericht. "Immer mehr Amerikaner akzeptieren schwule oder lesbische Familienmitglieder, Freunde, Mitarbeiter und Bekannte. Wenn diese Menschen dann den Fernseher anschalten, erwarten sie, dass ihre Lieblingssendungen diese Vielfalt reflektieren, die für sie im Alltag normal ist." Weiter erklärte Graddick, dass es für die Gleichstellung von sexuellen Minderheiten wichtig sei, dass sie angemessen im TV repräsentiert seien. Sie könnten gerade LGBT-Jugendlichen, die in konservativen Gegenden aufwachsen, Mut machen. (dk)
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