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- 12. Oktober 2012 2 Min.

In den USA startet die heiße Phase des Wahlkampfes – und in drei Staaten wird auch darüber abgestimmt, ob die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet werden soll (in einem vierten Staat wird zudem über das Verbot der Homo-Ehe abgestimmt). In diesen Regionen werden die TV-Zuschauer seit dieser Woche mit Werbebotschaften über die Folgen von Gay Marriage überzogen.
Die Homo-Gegner verfolgen dabei immer die gleiche Strategie: Sie beschreiben die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau, die glückliche Kinder hervorbringt. Wenn Schwule und Lesben aber heiraten dürften, würden die Hetero-Paare entwertet und die Kinder unglücklich, so die Theorie. Das ist auch die Idee hinter diesem Werbespot aus Maryland:
In dem Dreißigsekünder heißt es: "Jeder hat das Recht auf Liebe und Respekt, aber niemand darf die Ehe neu definieren". 1967 argumentierten viele Konservative in Maryland ähnlich: Damals wurde das Verbot der sogenannten "interrassischen Ehen" aufgehoben, das in Teilen der Bevölkerung sehr populär war.
Wichtig ist den Homo-Gegnern auch, dass sie nicht als "anti-gay" angesehen werden, sondern als "pro-family". Deshalb spricht ein neuer Werbespot in Washington die Wahlberechtigten direkt an: "Sie können die gleiche Ehe ablehnen und sind trotzdem nicht anti-gay", heißt es. Bei dem Thema gehe es nicht um Gleichbehandlung, sondern – wieder mal – nur um die beste Fürsorge für die "nächste Generation":
Im Spot wird auch gesagt, dass sich Schwule und Lesben nicht so anstellen sollen, weil sie ohnehin die selben Rechte hätten, weil sie etwa ihren Partner im Krankenhaus besuchen könnten. Statt dessen sei das Gesetz nur darauf aus, gute Hetero-Paare zu diskriminieren, denn "als Gesetze wie R74 woanders verabschiedet worden sind, wurden Menschen, die damit nicht einverstanden waren, mit Gerichtsverfahren und Strafen überzogen."
Dann gibt es auch noch die Wahlspots, die sich an bestimmte Zielgruppen richten. So schaltete die afroamerikanische christliche Gruppe "Raging Elephants" Werbung in religiösen Fernsehsendern, in der die Produzenten ganz traditionell mit der Bibel argumentieren:
Diese Gruppe wirbt dafür, republikanische Kandidaten zu wählen. Sie hat hier wahrlich ein großes Potenzial: In einer Umfrage von NBC und "Wall Street Journal" gaben im August null Prozent der Schwarzen an, für den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney stimmen zu wollen. (dk)














