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Kommentare zu:
Volker Beck erbost über ZDF-Busengrapscher


#1 SchwulenwitzAnonym
  • 15.10.2012, 13:32h
  • Merken Schwule eigentlich noch was? Irgend etwas?

    Fakt ist, dass sich derzeit in dieser Gesellschaft der aggressivste, gerade auch massenmedial aktiv geförderte Hetero-Sexismus aller Zeiten breitmacht.

    Lauft ihr eigentlich alle blind und taub durch die Gegend?

    Der Auftrag des öffentlich-rechtlichen Fernsehen, also der Auftrag des bürgerlichen Staates, sorgt u. a. auch dafür, dass der Anteil schwuler Protagonisten in den immergleichen Unterhaltungsprogrammen (Hauptsendezeit) weiterhin bei rund 0% liegt. Schwule Jugendliche werden für nicht existent erklärt. Eben genau das Auslöschungsprogramm, das diese Gesellschaft bzw. ihre herrschende Klasse braucht.
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#2 MarcAnonym
  • 15.10.2012, 13:47h
  • Volker Beck ist dafür bekannt das er regelmäßig das Internet und Dienste wie Twitter nutzt. Täglich tut er seine Meinung kund und Queer veröffentlich bei weitem nicht ein Bruchteil der Bechk´schen Meinungen und Aussagen.

    Allein die Homosexualität Beck´s wird also nicht der Grund sein warum dieses Thema hier erscheint.

    Das Thema ist weder homopolitisch noch sonst wie queerig.
    Es gibt sogar kaum ein Thema was weinger mit schwul- lesbsich zu tun hat als das Mann- frauliche Busengrapschen.
    Mich würde echt mal interessieren warum das ausgerechnet hier thematisiert und zur Diskussion gestellt wird?

    Die Frage von queerem Interesse wäre hier eher, warum wird man als Schwuler ( oder vermutlich auch als Frau) von halbnackten Messetussis belästigt und sei es die Kinderabteilung der Computermesse.
    Selbst auf Messen auf denen die Mehrheit der Besucher Frauen sind, wird mehr mit weiblichen Hostessen geworben als mit männlichen. Die Hälfte der Menschheit ist auf Männer orientiert, aber unser Staat mit seinen sämtlichen Organen hat es nicht begriffen.
    Da stellt sich auch die nächste, aufs obrige Thema bezogene, Frage. Wenn Frauen in unserer Gesellschaft wieder zunehmend die alleinige Rolle des Objektes zu geschrieben wird, wundert sich da wirklich noch einer über zunehmenden (Hetero-)sexismus?
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#3 hinweisAnonym
  • 15.10.2012, 14:01h
  • Antwort auf #2 von Marc
  • anscheinend ist dir entgangen, dass hier genau das thematisiert und kritisiert wird: nämlich ein immer aggressiverer hetero-sexismus, den man sich in den 70ern niemals hätte träumen lassen. aber das kommt davon, wenn mensch meint, sexismus und allgemein die herrschende geschlechterordnung und sexuelle unterdrückung mit kleinbürgerlichem pseudo-radikalismus (siehe die dominierenden teile der sog. feministischen und homo-bewegung) überwinden zu können, ohne ihre grundlage zu beseitigen: die kapitalistische klassengesellschaft.
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#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
#5 dummes landAnonym
  • 15.10.2012, 15:33h
  • "Das Klatschportal promiflasch.de hat bereits vor knapp einer Woche über die Brustberührung berichtet...Auch so etwas muss in einem anarchisch ausgelegten Sendeformat erlaubt sein, denn sonst könnte man in Zukunft auch 24 Stunden "Willkommen bei Carmen Nebel" senden."

    traurig,mit welch billigen methoden heute sexismus, rassismus, schwulenfeindlchkeit oder andere diskriminierungen gerechtfertigt werden.
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#6 MartinKurayamiProfil
  • 15.10.2012, 17:28hViersen
  • Meine Fresse, man kann es aber auch übertreiben. Menschen ohne Humor=Herr Beck.
    Ich bin schon lange Joko&Klaas Fan und hatte auch schon das Glück den Joko, den "Busenpacker" persönlich kennenzulernen. Der Herr Beck regt sich hier unnötig auf.
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#7 daVinci6667
  • 15.10.2012, 18:07h

  • Hier bin ich mit Volker Beck wieder mal gleicher Meinung. Sowas geht nicht!

    Einer nichts ahnenden Frau oder auch einem Mann irgend wohin zu grapschen kann schließlich auch strafrechtliche Konsequenzen haben.

    Allerdings möchte ich Volker Beck dann schon noch sagen, dass dieser Grapscher bei einer Frau geradezu harmlos ist im Vergleich zu kleinen Jungs, denen unter Zwang die Hosen runter gerissen wird und denen festgeschnallt ungefragt die Vorhaut amputiert wird!

    Da sollte er sich zuerst darüber aufregen. Der Volker Beck setzt die Prioritäten falsch!
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#8 larissaAnonym
#9 oritätenAnonym
#10 daVinci6667
  • 15.10.2012, 18:56h
  • Antwort auf #9 von oritäten

  • Danke für den Link.

    Da sieht's man wieder mal: Wer Kinder missbrauchen will, wird religiöser Würdenträger. Welche Religion spielt keine Rolle. Wer also kleine Jungs ganz legal am Penis lutschen will, wird also Rabbi. Toll!

    Ich koche gerade vor Wut. Sowas ist einfach unglaublich! Und gegen diesen rituellen Kindesmissbrauchs hat unser Volker Beck rein gar nichts. Ich könnte kotzen!
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#12 Lich KingAnonym
  • 15.10.2012, 21:03h
  • Schockierend:

    Verleugnung des Verlustes

    Personen, die Körperteile verloren haben, müssen um ihren Verlust trauern.[40, 41, 42, 44] Die erste Phase dieser Trauer besteht in der Leugnung des erlittenen Verlustes.[24] Fitzgerald und Parkes erklären, dass alles, was die sensorische oder cognitive Funktion ernsthaft beschädigt hat zwangsläufig tiefgreifend psychologische Auswirkungen, nicht nur für die betroffene Person, sondern auch die Familie, Freunde Arbeitskollegen, und Betreuer. [41] Der Gedanke an den permanenten Verlust der sensorischen Funktion ist so schmerzhaft, dass Personen ihren Verlust ableugnen um sich diesen schmerzhaften Gefühl nicht stellen zu müssen.[41] Die Ableugnung des Verlustes führt zu einer Flucht aus der Realität. Parkes et al. erklärten, dass Personen, die sich in dieser Ableugnungsphase befinden, ihren Verlust minimieren können.[40, 41, 42] Die Beschneidung verursacht den Verlust eines Körperteils und all seiner Funktionen einschließlich eines drastischen Verlustes an erogener sensorischer Funktion, sodass die Ableugnung des Verlustes unter beschnittenen Männern nicht selten beobachtet wird. Beschnittene Männer können den vollen Umfang des Leids und der psychischen Dysfunktion durchmachen, den der Verlust eines Körperteils verursacht. Dies führt oft dazu, dass beschnittene Väter unnachgiebig darauf bestehen, dass ihre Söhne beschnitten werden.[24, 28, 56]

    Väter sind häufig unfähig ihre Gefühle auszudrücken. Sie erklären dann: Ich will, dass mein Sohn so wie ich aussieht und das obwohl Augenfarbe, Haarfarbe und die anderen körperlichen Merkmale des Kindes sich von ihnen unterscheiden können. In Wirklichkeit meinen sie aber: Ich will keinen Sohn mit einem intakten Penis, der mich an das erinnert, was ich verloren habe.

    Zusammenfassung

    Eltern müssen sich bewusst sein, dass die Beschneidung gefährlich ist. Die Beschneidung bringt den Verlust eines Körperteils mit sich. Es besteht ein großes Potential für psychologische Langzeitschäden. Kinder unterscheiden sich auf unvorhersehbare Weise hinsichtlich ihrer Widerstandsfähigkeit gegenüber Schmerz, Trauma und Verlusten. Einige Menschen werden von ihrer Beschneidung stärker belastet als andere. Weitere Forschungsarbeiten sind notwendig, ehe wir die psychologischen und gesellschaftlichen Konsequenzen dieses traumatischen Ereignis vollständig verstehen können.

    www.beschneidung-von-jungen.de/home/psychologische-aspekte-d
    er-beschneidung/psychologische-auswirkungen-der-beschneidung
    .html


    kurzes Busengrapschen im fernsehen ist bei weitem nicht so schlimm wie die Tatsache dass jedes Jahr weltweit Millionen von kleinen Jungen durch angebliche "Ärzte" verstümmelt werden und Beck dass in Schutz nimmt da es ja "religiös legitimiert" ist.
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#13 SimonDAnonym
  • 15.10.2012, 22:00h
  • Antwort auf #12 von Lich King

  • Natürlich ist kurzes Busengrabschen weniger schlimm als Zwangsbeschneidung. Aber nur weil man gegen was schlimmes ist muss man das weniger schlimme nicht gut finden, oder? Man hat keinem fremden Menschen irgendwo hinzugrapschen, wenn mir eine Frau in den Schritt grabschen würde hätte sie eine Anzeige am Hals.
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#14 stromboliProfil
  • 15.10.2012, 23:08hberlin
  • ich finde das ganze so erbarmungslos pupertär .. also infantiles gemache von zwei rotzjungens, die mal zeigen wollen, dass sie auch tabus verletzen können...

    Mei, wenn dass die zukunft unserer unterhaltungswelt ist, die uns erwartet, dann lieber doch gottschalck-haribo ansehen, ohne gleich nach den schlaftabletten greifen zu müssen...
    Dachte immer, schlimmer kann es nicht kommen!
    Wie man sieht, man irrt!

    ps.: wann läuft die sendung wo frauen den beiden an die eier gehn..fest zugreifen; dass wird ne gaudi!
  • Antworten » | Direktlink »
#15 David JacobAnonym
#16 stromboliProfil
  • 16.10.2012, 07:39hberlin
  • Antwort auf #13 von SimonD
  • mehr schlimm... weniger schlimm...
    man tatscht niemanden an, ohne dessen einwilligung!
    Egal ob am schwanz oder am busen oder arsch, es ist ein sexueller übergriff!
    Und dies egal ob als religiös oder spätpupertierender missbrauch daherkommend; es ist ein missbrauch!
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#17 finkAnonym
#18 stromboliProfil
  • 16.10.2012, 08:32hberlin
  • ich will das noch erweitern:
    jede art von berührung ist intim.. in gewisser weise also besonderer aufmerksamkeit unterliegend!
    Ich will nicht, dass jeder daherlaufende mich antatscht, auch wenn es nicht direkt einer sexuellen implikation unterliegt..
    Auch da wo sexuelles aussen vor, soll abstand gewahrt sein.
    Berührung soll auch etwas wie bewusstes kennen -lernen voraus setzen.
    Selbst das händereichen ist ein akt der gegenseitigkeit.. will ich die hand nicht drücken , drück ich meine distanz aus! Körpersprache!

    Ich frag mich deshalb, was bei der spielaufgabe den beiden durch den kopf ging.. ?
    Durchbrechung von ritualen.. ; dageben spricht der strunsdumme o-ton des herrn doppelname-wichtigtuer , wenn er süffisant die selbstbeschreibungen von frauen nach vergewaltigungen als runing-gag einbringt: " "Der war das auch so unangenehm, die stand da wirklich und hat sich so richtig entwürdigt gefühlt. Die fährt jetzt gleich nach Hause und dann wird sie schön heulen unter der Dusche. Die steht jetzt sechs Stunden lang unter der Dusche."..
    Das dann ist nicht mehr nur pupertär , dass ist nur widerwärtig dumm!
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#19 stromboliProfil
  • 16.10.2012, 09:01hberlin
  • Antwort auf #17 von fink
  • weil die beiden als die "hoffnungsträger des kommenden - modernen moderatorenbildes gelten...
    Die werden auf allen kanälen als witzig- spritzig und innovativ gehandelt... und es werden ihnen die zukunftsprograme angedient.
    An ihnen werden sich ebenso ihre epigonen -nachahmer orientieren.
    Das sind die gottschalck-bohlens 2,0 reloaded im tv segment.

    Mir geht dabei gerade durch den kopf wie ähnlich doch die geschniegelt-gestylte selbstdarstellung dem des schnurrbartwichs anfangs des 20 jahrhunderts ähnelt...
    Der selbe von oben herab- casinowitz einer selbsternannten elite mit halbseidener attitüde!
    Fehlt nur noch der obligatorische schmiß, erhalten im wortgefecht!
    Ja : Burschenschaftler - witzigkeit..; dass ist's, was die beiden uns da vorkaspern.
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#20 FoXXXynessEhemaliges Profil
#21 IdiotAnonym
  • 16.10.2012, 09:41h
  • # 4 Von FoXXXyness
    # 20 Von FoXXXyness

    und täglich grüßt das Murmeltier ...

    Geh sch_ßen FoXXXyness!
    Deine zwanghaften Reaktionen auf Volker Beck interessieren hier niemanden und deine offensichtliche Therapiebedürftigkeit auch nicht.
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#22 daVinci6667
  • 16.10.2012, 10:19h
  • Antwort auf #13 von SimonD

  • "Natürlich ist kurzes Busengrabschen weniger schlimm als Zwangsbeschneidung. Aber nur weil man gegen was schlimmes ist muss man das weniger schlimme nicht gut finden, oder? "

    Da sind wir alle einer Meinung. Der Punkt ist aber, dass unser Volker Beck ersteres völlig zurecht kritisiert, aber das schlimmere von beidem legalisieren will!

    Ritueller religiöser Missbrauch und Körperverletzung von kleinen Jungs ist seiner Meinung nach völlig in Ordnung! Es sind ja nur Jungs die sollen was aushalten, sonst werden sie keine Männer! Bei Mädchen akzeptiert sowas natürlich keiner!

    Aber mich wundert ja nichts mehr. Stellt euch zum Vergleich vor, eine Gruppe von Räubern räumt eine Bank aus aber Beck lässt sie laufen und wirft dafür einen kleinen Apfeldieb ins Gefangnis!
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#23 finkAnonym
  • 16.10.2012, 10:40h
  • Antwort auf #19 von stromboli
  • naja, ich verfolge diese diskussionen um fernsehunterhaltung vielleicht nicht aufmerksam genug, um die bewertung der beiden einordnen zu können.

    aber ist solcher pennäler-humor inklusive der "wir wissen ja, dass man das nicht darf, aber genau deswegen finden wir's ja so lustig"-attitüde denn wirklich was neues?

    das machen doch harald schmidt, oliver pocher usw. schon seit gefühlten jahrzehnten. und vor denen gab's bestimmt auch schon wen. oder täusche ich mich da?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #19 springen »
#24 LorenProfil
  • 16.10.2012, 12:21hGreifswald
  • Antwort auf #20 von FoXXXyness
  • "Nachdem im Netz immer mehr Kritik an einer Tatsch-Aktion von Joko Winterscheidt in der Sendung "NeoParadise" vom 4. Oktober kam, hat sich sein Kumpan und Co-Moderator Klaas Heufer-Umlauf entschuldigt. 'Wir haben einen Fehler gemacht, der nicht wieder vorkommen wird', twitterte er am Montag. 'Wir haben kein Taktgefühl bewiesen und lustigen Quatsch mit fahrlässigem, beleidigendem Schwachsinn verwechselt. Es tut uns ehrlich leid.'"

    www.spiegel.de/kultur/tv/joko-und-klaas-entschuldigen-sich-f
    uer-tv-grabscherei-a-861354.html


    Man sollte körperliche Übergriffe nicht verharmlosen, sondern verurteilen. TV-Promis sind -ob sie es wollen oder nicht- Vorbilder, die beiden für die Zielgruppe heranwachsender oder junger Männer. Die Ausstrahlung einer solchen Szene im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ist unentschuldbar und sollte m.E. Konsequentzen für die Verantwortlichen haben, die die Quote über die Würde dieser Frau gestellt haben.
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#25 I Ramos GarciaAnonym
#26 stromboliProfil
#27 stromboliProfil
  • 16.10.2012, 13:19hberlin
  • Antwort auf #24 von Loren
  • na ja, zumindest sollte es demjenigen beim zdf das dumme maul stopfen, der da überhaupt nichts entdecken konnte was überhaupt anrüchig wäre..

    Es ist eben auch das zugucken, das mitschuldig macht..; dass ist es, was mich noch mehr in rage bringt an dem ganzen schwachsinn!
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#28 dauerwerbesendunAnonym
  • 16.10.2012, 13:34h
  • Antwort auf #14 von stromboli
  • "wann läuft die sendung wo frauen den beiden an die eier gehn..fest zugreifen; dass wird ne gaudi!
    "
    wenn überhaupt, dann müsste man andere als männer sozialisierte menschen den beiden an die eier gehen lassen.

    alles andere fänden die bestimmt ultrageil.
    schließlich geht es hier vor allem auch um die übliche hetero(!)sexistische dauerinszenierung.

    das permanente trimmen junger männer auf heterosexistisches macho-gehabe. dabei darf und soll man durchaus auch gewalttätig gegenüber frauen sein. wo soll der "kick" des gesellschaftlich verordneten heterosexuellen auch sonst herkommen?

    in wahrheit wird also maximal systemkonformes funktionieren antrainiert und mit dem allgegenwärtigen (entsprechend vermarktungsfähigen) anstrich der pseudo-"coolness" und des "mackertums" versehen.
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#29 ObjektifizierungAnonym
  • 16.10.2012, 14:01h
  • Antwort auf #28 von dauerwerbesendun
  • Frauen wurden anhand der Bildausschnitte eher wiedererkannt als anhand ihres ganzen Körpers. Bei den Männern war das jedoch genau umgekehrt. Die Wissenschaftler schließen daraus, dass man Frauen wie auch unbelebte Objekte als eine Verbindung von Einzelteilen sieht. Das erklärt, warum Frauen oft als sexuelle Objekte gezeigt werden, sagen die Forscher.
    Interessanterweise sehen nicht nur Männer das andere Geschlecht als Ansammlung mehrerer Teile. Wir können das nicht nur auf die Männer schieben. Frauen nehmen andere Frauen auf die gleiche Weise wahr, erläutert Gervais. Das könnte verschiedene Gründe haben...

    www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/315888.html
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#30 TimmitAnonym
  • 16.10.2012, 14:22h
  • Antwort auf #29 von Objektifizierung

  • Kein Wunder dass das so ist. Man wird von klein auf erzogen Frauen als Begehrenswertes Geschlecht anzusehen. Unabhängig davon ob man selber Mann oder Frau ist. Siehe das antike Griechenland, in dem es anders war und vor allem Jugendliche und junge Männer als Symbol für Erotik und Schönheit galten und diese in Bild und Statuten und Schriften festgehalten wurden. Die Objektifizierung von Menschen ist durch gesellschaftliche Prozesse bedingt und findet ihren Höhepunkt in Machtsystemen.
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#31 JMAMAnonym
  • 16.10.2012, 17:16h
  • Während queer.de jede belanglose Äußerung von Volker Beck bringt, wurde seine Rechtfertigung männlicher Genitalverstümmelung mit der Bibel totgeschwiegen genauso wie die ganze Beschneidungsdiskussion in Deutschland. Von queer.de wurden früher schon medizinisch nicht haltbare Positionen bezüglich Beschneidung vertreten. Will queer.de sich zum Anwalt konservativer bis fundamentalistischer religiöser Funktionäre und eines grundgesetzwidrigen, menschenrechtsfeindlichen, sexistischen und völkerrechtswidrigen (UN-Kinderrechtskonvention) Gesetzentwurfs zur Beschneidung machen?
  • Antworten » | Direktlink »
  • Anm. d. Red.: Wir bringen nicht jede Äußerung von Volker Beck, viel hängt vom sonstigen Tagesgeschehen ab. Zu Becks Haltung in der Beschneidungsdiskussion hatten wir in der Redaktion ein Aufgreifen in der Redaktion diskutiert, letztlich aber nur kritische Stimmen in der Rubrik "Anderswo" (u.a. Startseite links) verlinkt. Das Thema schien zu weit entfernt und komplex von dieser Seite.
#32 JMAMAnonym
  • 16.10.2012, 18:12h
  • Warum ist die deutsche Diskussion über männliche Genitalverstümmelung für queer.de zu weit entfernt, wo doch Schwule auf Schwänze stehen?
    Der Gesetzentwurf zur Beschneidung betrifft die Grundrechte (auch von Schwulen) in gravierenderer Weise als viele andere Nachrichten auf queer.de.
  • Antworten » | Direktlink »
#33 Lars3110
  • 16.10.2012, 19:05h
  • Eine Sendung vom 04.10.
    Da regt man sich erst am 15.10. auf?

    Hat sich da jemand von der medialen Shitstorm-Mafia vor den Wagen spannen lassen?

    Wegen eines inszenierten Streiches????

    Ich will jetzt Joko und Klaas nicht in Schutz nehmen, aber für jeden der die Sendung gesehen hat, muss klar sein, dass dies inszeniert war und niemand sexuell belästigt wurde.

    Natürlich gehen die Streiche der beiden manchmal böse ins Abseits, aber man muss es ja nicht schauen.

    Aber durch die hohe Quote (wegen Dirk Bach) gab es diesmal auch Zuschauer, die diese Art Fernsehen nicht gewöhnt sind. Aber muss man deswegen gleich einen Shitstorm lostreten? Das ist echt peinlich.
  • Antworten » | Direktlink »
#34 NiclasAnonym
  • 16.10.2012, 19:18h

  • Das Beschneidungsthema ist sicher kein einfaches Thema und benötigt Zeitaufwand für Redaktion und Moderation. Aber das es zu weit vom Thema sein soll kann ich nicht verstehen. Es gibt Themen die weit mehr weit weg vom Thema sind, besonders fallen mir da Artikel ein in denen regelrecht Werbung für den Kauf des Magazins Playboy gemacht wurde, nur weil es angeblich in einem einzigen Artikel dort eine proschwule Aussage enthielt. Es hätte gereicht wenn queer.de daraus zitiert, denn Kaufwerbung für eine Zeitung mit einseitig nackten Frauen ist so ziemlich das letzte was einem beim Thema queer in den Sinn kommt. Meistens wählt queer.de seine Themen gut aus und ich lese hier gerne, aber nicht immer erscheint die Themenauswahl logisch.
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#35 daVinci6667
  • 16.10.2012, 20:27h
  • Antwort auf #32 von JMAM

  • Ganz genau! Hier unterstütze ich dich sehr!

    Nichts tangiert und beschneidet!! männliches Selbstbestimmungsrecht mehr als eben erzwungene Beschneidung! Und genau um das Recht selbstbestimmt durchs Leben zu gehen geht es doch bei unserer schwulen Emanzipation!

    Sorry liebe Redaktion, wer da keinen Zusammenhang sieht, muss blind sein! Hier solltet ihr dringend noch einmal über die Bücher!

    Außerdem welches Thema kann denn noch schwuler sein als der Schwanz? Nichts!
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#36 seb1983
#37 David JacobAnonym
#38 stromboliProfil
  • 17.10.2012, 09:16hberlin
  • Antwort auf #36 von seb1983
  • ach schatzerl, was soll der blick auf vergange 60ziger... froh sollten wir sein , dass wir diese unarten überwunden glaubten.

    Wunderlich, dass momentan auf allen kanälen eine "frisch legitimierter anspruch auf männliche eigenarten" formuliert werden , die dann im focus , betreffend uns schwule, als ausdruck verbliebenen männlichen urtriebes beschreiben werden; oder wie der autor so schön fabulierte: ""temporäres Menschenrecht", sich in der Fankurve daneben benehmen zu dürfen"..
    Hier wird dieses menschenrecht nun im fernsehen an den frauen erprobt...
    und wir männer, weil ja ebenso männer, sollen nun schenkelklopfend unsere teilhabe beweisen..

    Beim "slut-walk" in großstädten, wird dein problem mit der herausforderung durch die "freizügig sich gebende frau" thematisiert.. darf sie sich geben wie es IHR gefällt, ohne dass der mann hieraus ansprüche auf sie ableitet?

    Und was will uns der begriff.. "männer sind noch immer so notgeil" sagen?
    Das daraus ein anspruch auf notgeilheit abzuleiten ist...?
    Die frau nur verklemmt wie seit was weiß ich wann, weil sie das menschenrecht des mannes auf notgeilheit nicht anerkennt?!
    Pubertäres ist ein lebensabschnitt , den pubertierende durchleben; bei erwachsenen wird mit anderem maß gemessen.. dann ist es nicht mehr pubertär, sondern nur mies!

    Machen wir deshalb aus dem "altherrenwitz" nicht einen standart für legalisiertes sich daneben benehmen, sondern stellen wir ihn dahin wo er hingehört; ins museum für steinzeitkunde!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #36 springen »
#39 SeitenhiebAnonym
#40 IdiotAnonym
  • 17.10.2012, 09:30h
  • Antwort auf #38 von stromboli
  • Danke für diesen ausgezeichneten Kommentar.

    Ganz recht, die "Bedürfnisse" eines Menschen sind nicht über die Persönlichkeitsrechte eines anderen Menschen zu stellen.

    Wer relativiert und damit verharmlost macht sich gemein mit Rechten und sehr Rechten, zu deren Standardverhalten das gehört.

    Passen wir weiterhin auf, wenn versucht wird uns rechtsextreme Denkweise, als "gesunden Menschenverstand" unterzujubeln.

    Manche Schwachköpfe plappern Neo-Nazi Gewäsch nach, ohne sich bewusst zu werden, dass sie damit deren Versuch "gesellschaftsfähig" zu erscheinen unterstützen. Also, erst nachdenken, dann kommentieren.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #38 springen »
#41 schwuler JudeAnonym
  • 17.10.2012, 10:11h
  • Antwort auf #32 von JMAM
  • Antisemitische und islamophobe Züge dominieren die in Deutschland hysterisch geführte sog. Beschneidungsdebatte

    Vorab:
    Was hat erwachsene deutsche Männer (Nicht-Juden und Nicht-Moslems) der Penis von kleinen jüdischen oder moslemischen Jungen zu interessieren, sofern sie nicht pädo-kriminell sind?

    Zur Erinnerung:
    In Deutschland werden jüdische und moslemische Jungen beschnitten. Jungen, deren Eltern sich als Christen oder Nichtgläubige sehen, nur sehr selten. Warum also dieses Fremdinteresse von nichtjüdischen und nichtmoslemischen sog. "Kinderfreunden" an den jüdischen und moslemischen Jungen?

    Wenn es denen wirklich um das Wohlergehen der jüdischen und moslemischen Kinder ginge, würden sie sich u.a. vehement dafür einsetzen, dass diese Kinder und späteren Jugendlichen in Deutschland wirklich gleiche Chancen haben und ohne Anfeindungen und Diskriminerungen aufwachsen können.

    Davon lese ich aber nichts und deshalb halte ich diese hysterische Empörung für scheinheilig und widerlich!

    Zitat:
    (...) Es genügt ein Blick in die Foren des Internets, um die antisemitischen Züge zu erkennen, die die Debatte unverhohlen bestimmen.

    Das ist auch Beobachtern im Ausland nicht entgangen, beispielsweise dem berühmten US-amerikanischen Anwalt Alan Dershowitz: Niemand sollte eine Nation, die Millionen jüdische Babys und Kinder ermordet hat, dafür loben, dass sie Krokodilstränen über das Schicksal eines armen kleinen Buben vergießt, der in der Ausübung einer jahrtausendealten Tradition eine Woche nach der Geburt beschnitten wird.

    Jeder gute Mensch muss Deutschland dafür verdammen, denn das, was den tatsächlichen Kern der Bemühungen, die Beschneidung zu verbieten, ausmacht, ist nichts anderes als der gute alte Antisemitismus () Bei solchen Diskussionen fallen echt die Masken
    (Quelle: der Freitag Community)

    ----------

    Ein beschnittener jüdischer Mann schreibt in einem anderen Internet-Forum u.a.

    Zitat:
    () Ich habe noch nie einen anderen Juden kennen gelernt, für den seine Beschneidung ein Problem gewesen wäre. Noch nicht mal von säkularen Juden, die nicht viel mit Religion am Hut haben und so manches an der Religion kritisieren, habe ich jemals gehört, dass sie ihren Eltern die Beschneidung krumm nähmen.

    Also warum hier eine Opfergruppe aus dem Boden stampfen, wo bitteschön keine existiert. Damit die guten Deutschen uns vor uns selbst beschützen? Na danke aber auch () Bei so Manchem stinkt im Zusammenhang dieser Diskussion der Antisemit aus allen Poren

    ----------

    () Ich trau den Juden und Muslimen durchaus zu, ihre männliche Nachkommenschaft genau so gut oder genau so schlecht groß zu kriegen, wie ihre Nachbarschaft, der das Beschneidungsritual eher fremd ist. Was geht's uns an, da mit "hilfreichen" Tipps zu glänzen.

    Das können die unter sich viel besser ausmachen. Da braucht's solche Belehrungen nicht und diese Stimmungsmacherei erst recht nicht.
    Man könnte dieses Ritual, das vor dem Urteil des Landgerichts den wenigsten Probleme gemacht hat, einfach den Gemeinschaften überlassen.

    Die wissen am besten Bescheid, die haben Jahrtausende Erfahrungen damit und jahrtausendelange Diskussionen dazu geführt ..
    (Quelle: der Freitag Community)

    Diese falschen Kinderfreunde, die sich angeblich um das Wohl jüdischer und moslemischer Jungen sorgen, kotzen mich mit ihrer Scheinheiligkeit an.

    Es ist gut, dass Queer.de diese, über Monate in Deutschland tobende, unsägliche Debatte nicht auch noch hier weiterführen will.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #32 springen »
#42 finkAnonym
  • 17.10.2012, 11:07h
  • Antwort auf #41 von schwuler Jude
  • "Was hat erwachsene deutsche Männer (Nicht-Juden und Nicht-Moslems) der Penis von kleinen jüdischen oder moslemischen Jungen zu interessieren, sofern sie nicht pädo-kriminell sind?"

    du kritisierst, dass sich die beschneidungsdebatte mit themen mischt (antisemitismus / islamophobie), mit denen sie nichts zu tun haben sollte. meinst du, es ist hilfreich, sie mit einer pädophiliedebatte zu verquicken und andersdenkenden pauschal pädophilie zu unterstellen? ich finde das inkonsequent, um es mal sehr vorsichtig zu formulieren. versachlichung ist sicherlich was anderes.

    "Was geht's uns an, da mit "hilfreichen" Tipps zu glänzen. Das können die unter sich viel besser ausmachen."

    genau diese unterscheidung in "die" und "wir" ist es, was rassistische, antisemitische oder islamophobe debatten erst ermöglicht.

    ist es dir unvorstellbar, dass jemand sich tatsächlich einfach um das wohl der kinder sorgt, und zwar ohne auch nur darüber nachzudenken, ob es "unsere" oder "deren" kinder sind?

    die kinder meiner christlichen oder atheistischen deutschen nachbarn gehen mich genau so viel oder genauso wenig an wie die kinder meiner jüdischen oder muslimischen nachbarn. wenn meine christichen nachbarn ihre kinder schlagen, weil sie das für christliche erziehung halten, dann denke ich auch nicht "ach, das sollen die unter sich ausmachen", sondern ich überlege, wie ich den kindern helfen kann.

    was soll also deine unsinnige unterteilung in "dere" und "unsere" kinder? merkst du nicht, dass du selber hier die grundlage einer rassistischen diskussion bestätigst?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #41 springen »
#43 LorenProfil
#44 derlarsAnonym
  • 17.10.2012, 11:29h
  • Antwort auf #38 von stromboli
  • ich stimme deinem kommentar weitgehend zu. nur das:

    " Beim "slut-walk" in großstädten, wird dein problem mit der herausforderung durch die "freizügig sich gebende frau" thematisiert...darf sie sich geben wie es IHR gefällt, ohne dass der mann hieraus ansprüche auf sie ableitet?"

    ist ein schlechtes beispiel.

    denn weitgehend duürfen die es. ob die sich hose oder rock anziehen, ob knappe oder weitere klamotten, ob schminke oder nicht, die mode für frauen ist vielfältig.
    (ob die es immer wollen oder ob sie nicht auch gesellschaftlich gedrängt werden sich immer knappere klamotten azuziehen ( siehe zb minderjährige mädchen in kürzesten shorts diesen sommer weil es gerade "in" ist).

    im gegensatz dazu wird männern gesellschaftlich weniger zugestanden, ohne das sie in vermeintliche frauenrollen schlupfen müssen.

    wenn also einer eingeschränkt wird und nicht selber frei wählen darf was IHM gefällt, ohne spott auf sich zu ziehen, sind es in erster linie männer.

    dieser slut walk ist btw ein reinfall, kommt er in den medien doch lediglich als fleischbeschau vor. das es die journalisten nicht begreifen worum es den frauen geht, war von anfang an klar, denn sobald nackte haut zu sehen ist wird diese abgelichtet und plakate mit vorderungen geraten in den hintergrund. zur folge hat es das sich viele frauen von der slutwalk bewegnung ( sofern es eine gab) abwenden, denn die teilnehmerzahlen sinken erheblich und das nach erst einem jahr bewegung.
    es ist also sozusagen schon vorbei, bevor es richtig begonnen hat.

    ich kann auch nicht verstehen warum manche schwule diese bewegung gut heissen, denn in wirklchkeit fördert sie die geschlechterrollen mehr als sie zu hinterfragen.
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#45 stromboliProfil
  • 17.10.2012, 12:04hberlin
  • Antwort auf #44 von derlars
  • die intention geht in die falsche richtung..
    es geht darum, was bei der wahrnehmung des anderen als möglich-machbar-akzeptabel angenommen wird.
    Eine frau die sich zurechtfriemelt, muss nicht mein ding sein ( wo ich ohnehin auf männer sehe..!) , aber es muss bei anderen männer nicht die zügel schleifen lassen. Schon gar nicht als "einladung " zu eben männlichem anspruchdenken führen!

    Beim diskurs über das ausehen von männern und ihr reduziertes sexualego stimme ich mit dir überein: produkt einer einseitig ausgerichteten optik!
    Aber es ist auch optik, wenn männer glauben, eben der steinzeitmann, reduziert auf den macker der frauen abschleppt sein zu müssen, nur weils ihnen so indoktriniert wird...
    Eben der steinzeitmann reduziert auf den macker der frauen abschleppt. Das ist keine entschuldigung mehr heutzutage, es sei denn , wir drehen wirklich die uhr zurück!

    Durchdenken wir mal das ganze: nehmen wir an, wir machen den mann ebenso zum sexuellen objekt wie es die frau ist, dass würde bedeuten, dass männer ebenso auf der strasse angemacht werden, dass ihnen an arsch und eier gegriffen wird ( modern gymgestylt natürlich auch an die männlichen titten!), dann möchte ich das lemento hören! Oder finden wir die raps über frauen lustig?
    Und ist im homophoben "sich angemacht fühlen" des mannes durch einen anderen mann, nicht genau dieses phänomen sichtbar! Zum objekt gemacht, erzeugt es agression..
    Es sei denn, sie wird gesellschaftlich kanalisiert..: frau hat objekt zu sein..; nun hier das stockholmsyndrom der frau, indem sie sich nun freiwillig zum objekt macht.

    Ob mit slutwalk geschlechterrollen festgeklopft werden, müsste man genauer untersuchen.. Sicher aber ist, es ist kein freibrief an männer, deren "geschlechterrolle" gegenüber frauen voll auszuleben wie bisher.. incl. busengrabschen.
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#46 1 world 1 familyAnonym
  • 17.10.2012, 12:09h
  • Antwort auf #41 von schwuler Jude
  • "Warum also dieses Fremdinteresse von nichtjüdischen und nichtmoslemischen sog. "Kinderfreunden" an den jüdischen und moslemischen Jungen? "

    Wer den rassistischen und fremdenfeindlichen Missbrauch von Menschenrechtsdiskursen (zu Recht) kritisiert, sollte sich nicht selbst einer rassistischen Einteilung von Menschen bedienen!

    Kinder sind mir nicht "fremd", weil sie unter den herrschenden Verhältnissen und im Interesse der Herrschenden nach Religion, Rasse, Nation oder beispielsweise nach Geschlechtskonformität und insbesondere nach der sozialen Position ihrer biologischen Erzeuger in der Gesellschaft eingeteilt werden!

    Wer bestimmt denn, dass irgendein Junge jüdisch oder muslimisch oder christlich zu sein hat?

    Etwa er selbst?

    [Nebenbei: Wer bestimmt, dass "er" ein "Junge" zu sein hat und was das bedeutet? Transsexuelle und Transgender und nicht selten auch Schwule können ein Lied davon singen.]

    Hier geht es im Grunde nicht um einen Widerstreit von "Religion", "Rasse", "Nation" etc. - und jeder Versuch, ein Thema wie das obige zur Spaltung der breiten Masse nicht-ausbeutender, lohnabhängiger Menschen zu missbrauchen, muss immer und überall als solcher entlarvt und zurückgewiesen werden.

    Es geht um die grundlegenden Menschenrechte von Kindern. Darum, dass sie in dieser Gesellschaft mit ihrem Familienkonstrukt weitgehend der Verfügungsgewalt ihrer biologischen Erzeuger ausgeliefert sind. Von kleinauf ökonomisch, sozial, emotional und psychisch in eine extreme Abhängigkeit von diesen gebracht werden.

    Darum, dass dies einzig und allein einer herrschenden Klasse dient, deren Interesse darin besteht, maximal kostensparend immer wieder Nachschub an neuen, möglichst stark ausgebeuteten lohnabhängigen Arbeitskräften - denn allein das ist die Quelle jeden Profits - zu (re)produzieren und im Rahmen des herrschenden Familienkonstrukts Kinder vom ersten Atemzug an dieser Ordnung und ihrer dazugehörigen bürgerlichen Ideologie zu unterwerfen.

    Kein Kind gehört irgend jemandem!
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#47 stromboliProfil
  • 17.10.2012, 12:20hberlin
  • Antwort auf #44 von derlars
  • ich vergaß..
    Der mann so wie ich ihn mir wünsche, ist auch nicht der mann wie er momentan exstiert..
    zu grau, zu gehemmt in seiner einseitigkeit!

    Selbst die hoffnung einstmals auf uns und eine einflußnahme auf den heteromann, ist gescheitert am grau des neuen homosexuellen selbstbildes.

    Was also kann/soll die neue "rolle" sein, die mann der zukunft braucht?
    Mehr farbe aus dem konsum -katalog der modeindustrie allein kann es nicht sein.
    Da bleiben sie so farbenprächtig GRAU wie heute ja auch die frauen gRAU rüber kommen...
    Da waren die schwarz-weiß filmfrauen anno dazumal wesentlich farbiger in ihrer wirkung, als heute ein heidi klum verschnitt, oder madonna im strapps...
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#48 LorenProfil
#49 Schwuler JudeAnonym
#50 seb1983
  • 17.10.2012, 19:08h
  • Antwort auf #38 von stromboli
  • Das sollte auch nichts rechtfertigen, ich kann nur dieses dauernde Gelaber dass es so schlimm wie noch nie wäre nicht mehr hören.
    Grundsätzlich ist es nur anders geworden.

    Ein Standard oder Legitimation soll das nicht sein.
    Pubertär auch nicht mehr, daher eben Altherrenwitz.

    Wenn Frauen eben meinen Emanzipation wäre von gestern und für ihr Recht als Schlampen protestieren, und Schwule sollen dann ihren Arsch retten dann mache ich da nicht mit, habe selbst genug Probleme.
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#51 stromboliProfil
#52 antosProfil
  • 20.10.2012, 11:38hBonn
  • Antwort auf #45 von stromboli
  • Zwischenfrage:

    "Und ist im homophoben "sich angemacht fühlen" des mannes durch einen anderen mann, nicht genau dieses phänomen sichtbar! Zum objekt gemacht, erzeugt es agression."

    Ja, das ist eine unserer Denkgewohnheiten, die sprachlich scheinbar bestätigt wird: jemand fühlt sich angeblich "angemacht" und "wehrt" sich dagegen. So sagt er es, weil noch der letzte Schläger die Psychosprache beherrscht. Wir glauben das, weil es irgendwie logisch klingt und eine schnelle Erklärung bietet, - der Homophobiediskurs lebt ebenfalls von diesem Glauben, dass auch im Angreifer so irgendwie ein Opfer stecke, bei dem - so irgendwie - "Aggression erzeugt" werde. Bis hin zum in Foren gern vertretenen Glauben, in jedem Angreifer stecke - ebenfalls so irgendwie - ein verkappter Homo, der raus wolle, zur Not halt mit Prügeln.

    Alles fragwürdig, finde ich.

    www.youtube.com/watch?v=2R57I6APVpE
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#53 stromboliProfil
  • 21.10.2012, 08:57hberlin
  • Antwort auf #52 von antos
  • um nicht mißverstanden zu werden.. ich mach hier nicht den anwalt für psychologisierte täter, die sich zum opfer stilisieren.
    Ich beschreib nur einen, juristisch sogar geförderten, mittlerweile üblichen vorgang in den köpfen der täter..
    auch die wollen sinn sehen in ihrem sinnlosen treiben!

    Denke auch , die materie ist wesentlich komplizierter, wo dass sich "angemacht fühlen" nur den teil einer kette von reaktionen auf konditioniertes darstellt.
    Das mit dem "versteckten homo " im schläger oder priester, ist ebenso mehr marieschens küchenpsychologische zurechtlegung in einer ihr ansonsten zunehmend entfremdeten, unverständlichen welt.

    Wie aber könnte man der filmausschnitt interpretieren:
    Einmal die latente gewaltbereitschaft im homoerotischen gruppenleben..
    einerseits die zur schaustellung des gruppenmitgliedes im anzüglichem wissen um begehrliche körperteile...
    Gleichzeitig den ausschluß, das wegstoßen des "fremden" , der womöglich die "andeutungen " weiter zu deuten bereit ist..?
    Kann also in einen "zwischenstadium der entzivilisierung", nur die gruppe erfüllung vorhandener homoerotischer wünsche versprechen...
    hooligans-sa und sonstig männerbündlerisches?

    Und der "fremde"-cruise; fühlt der sich im innersten ertappt, angesprochen ( auch im positiven sinne..) durch die homoerotischen zoten..., oder ist der nur geschmäht, weil seine "normale männlichkeit" hier in frage gestellt wird.
    Fühlt er sich in diesem moment gar ausgeschlossen von "gemeinschaft" in seiner inneren einsamkeit. Würde er also im zweifelsfalle lieber mit den zotenrüpeln gemeinsam den rest der nacht rumziehen, statt ALLEIN ziellos vor sich hinzulaufen...

    Es gibt da eine fallbeschreibung eines mordes, in der der spätere täter einvernehmlichkeit beim sexuellen verkehr zugibt, aber die spätere tat damit begründet, dass opfer habe ihn nach vollzug zu küssen versucht!
    Hier wäre es also ein offen seine sexuellen bedürfnisse lebender, der an zärtlichkeit scheitert. Da kann man dann nicht von verkappt sprechen, da muss ein anderer begriff her.
    Ist also wer homo, der zotend andeutungen vorbringt, aber das sexuelle als geschehen dann nur im suff ertragen kann...mann, war ich gestern besoffen.
    Was hat "zärtlichkeit" dann überhaupt für einen stellenwert in unserem begehren aufs eigene geschlecht. Ist sie der eigentliche unterscheidungspunkt in der ganzen geschichte..; der knackpunkt, der dann auch die homophobie auslöst?

    Beim nachdenken drüber, möcht ich immer weiter weg von der kategorisierung in homo-hetero, weil dieses schrill auf vorgegebene normen bestehende von den eigentlichen zwischentönen ablenkt. Zudem lässt es die suche nach dem eigentlich anderem in uns, immer in die selbe diskussions-sackgasse rennen.
    Da ist dann selbst der begriff heteronormativität nur noch ein hindernis!
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#54 antosProfil
  • 22.10.2012, 21:21hBonn
  • Antwort auf #53 von stromboli
  • Die Szene habe ich verlinkt, weil sie für mich brauchbar illustriert, dass es bei Übergriffen gegen Schwule bzw. wie in diesem Fall gegen als Schwule beschimpfte [aber vielleicht gilt in solchen Situationen für Angreifer sowieso: "wer schwul ist, bestimme ich!"] nicht um irgendwelche 'innerpsychischen Mechanismen' gehen muss, dass die Angreifer nicht aus irgendeiner sie beunruhigenden Furcht vor den versteckten homosexuellen Anteilen in sich selbst usw. usf. so reagieren müssen wie sie reagieren.

    In dieser Szene geht es ganz offensichtlich weder um irgendwelche 'inneren Kämpfe', noch überhaupt eigentlich um Heterosexualität-Homosexualität - es sei denn, wir unterstellen das als jahrzehntelang geübte Tiefenpsychojünger von vornherein - sondern um etwas ganz an der Oberfläche sich unverhüllt zeigendes: die Demonstration von Männlichkeit als körperlicher Dominanz, die soziale Dominanz anzeigen soll. Der ältere gepflegte und sichtlich teuer gekleidete Herr [Protagonist des Films: Bill], der Angegriffene, wird an den Rand des Bürgersteigs geschubst - auch metaphorisch an den Rand - , die jungen Männer drängen ihn ab, nehmen ihm Raum und beschimpfen ihn als 'faggot', was so viel bedeutet wie: kein Mann - ein Mann, der nur wie ein Mann aussieht, aber nicht mehr ist als eine verkleidete Frau [Misogynie gehört zu Schwulenhass wie Arsch auf Eimer, ebenso der neiderfüllte Hass auf alle Zeichen von Kultiviertheit. In der Vorlage zu dieser Szene in der 'Traumnovelle' vom - freudianisch inspirierten - Arthur Schnitzler wird der Protagonist Fridolin übrigens von einem Verbindungs-Studenten nicht als 'faggot', sondern als 'Jude' beschimpft].

    Als die aufgeputschten Studenten [einer trägt ein Yale-Emblem, er ist also offensichtlich schon auf dem Weg zu einer anderen Form sozialer Dominanz und kann sich vielleicht irgendwann den Mercedes leisten, gegen den Bill geschubst wird] den einsam wandelnden Protagonisten Bill bemerken, bietet sich ihnen die Möglichkeit, sich im Schauspiel der Homophobie als dominante Männer zu genießen. Homophobie ein Schauspiel? Auf alle Fälle schauspielartig: Übergriffe dieser Art leben davon, dass sich die Angreifer gegenseitig zuschauen, sich wechselseitig in ihren Dominanzgesten verstärken; was Du als das anzügliche Wissen um begehrliche Körperteile betrachtest, das Arschtrommeln, ist nichts weiter als eine Geste männlicher Affen, Alphatiere und solche, die es werden möchten.

    Alles nicht neu, ich weiß. Aber ich glaube wir kommen hier mit den tiefenpsychologischen Unterstellungen nicht weiter [siehe z. B. den Abschnitt dazu bei Wikipedia].

    [Aber letztlich sind das nur Punkteich muss diese feine Beobachtung einer Filmkritikerin einfach hier loswerden: "Kubrick hat fast alle Bilder des Films, man bemerkt dies erst auf der großen Kinoleinwand wirklich, absichtlich überbelichtet. Die Kombination aus Weitwinkelobjektiven und Überbelichtung schafft einen Licht- und Leucht-Raum, in dem die omnipräsenten Weihnachtsbäume mit ihren Farbkugeln uns daran erinnern sollen, dass unsere Wahrnehmung nicht 'Wahrheiten' erfasst, sondern Lichtpunkte. Pixel. Wir reisen - wie in '2001' - durch Lichtkorridore."]
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#55 jo skysAnonym
  • 23.10.2012, 00:29h
  • Antwort auf #52 von antos
  • "faggot"..aber mit lesbenszenen hat der komische film keine probleme.

    die angeblich "schutzlosen" frauen und die bösen homophoben und gynophoben männer...mir ist das alles zu platt und pauschal.
    in ansätzen übt der film gute gesellschaftskritik, in wirklichkeit aber ( auch) das ziel des autoren mit viel nackter (frauen)haut quote zu machen.
    so wendet er seine im film kritisierte gesellschaftsordung selber an und sich zu bereichern. hätte man besser inszenieren können.
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#56 stromboliProfil

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