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Kommentare zu:
Volker Beck erbost über ZDF-Busengrapscher


#41 schwuler JudeAnonym
  • 17.10.2012, 10:11h
  • Antwort auf #32 von JMAM
  • Antisemitische und islamophobe Züge dominieren die in Deutschland hysterisch geführte sog. Beschneidungsdebatte

    Vorab:
    Was hat erwachsene deutsche Männer (Nicht-Juden und Nicht-Moslems) der Penis von kleinen jüdischen oder moslemischen Jungen zu interessieren, sofern sie nicht pädo-kriminell sind?

    Zur Erinnerung:
    In Deutschland werden jüdische und moslemische Jungen beschnitten. Jungen, deren Eltern sich als Christen oder Nichtgläubige sehen, nur sehr selten. Warum also dieses Fremdinteresse von nichtjüdischen und nichtmoslemischen sog. "Kinderfreunden" an den jüdischen und moslemischen Jungen?

    Wenn es denen wirklich um das Wohlergehen der jüdischen und moslemischen Kinder ginge, würden sie sich u.a. vehement dafür einsetzen, dass diese Kinder und späteren Jugendlichen in Deutschland wirklich gleiche Chancen haben und ohne Anfeindungen und Diskriminerungen aufwachsen können.

    Davon lese ich aber nichts und deshalb halte ich diese hysterische Empörung für scheinheilig und widerlich!

    Zitat:
    (...) Es genügt ein Blick in die Foren des Internets, um die antisemitischen Züge zu erkennen, die die Debatte unverhohlen bestimmen.

    Das ist auch Beobachtern im Ausland nicht entgangen, beispielsweise dem berühmten US-amerikanischen Anwalt Alan Dershowitz: Niemand sollte eine Nation, die Millionen jüdische Babys und Kinder ermordet hat, dafür loben, dass sie Krokodilstränen über das Schicksal eines armen kleinen Buben vergießt, der in der Ausübung einer jahrtausendealten Tradition eine Woche nach der Geburt beschnitten wird.

    Jeder gute Mensch muss Deutschland dafür verdammen, denn das, was den tatsächlichen Kern der Bemühungen, die Beschneidung zu verbieten, ausmacht, ist nichts anderes als der gute alte Antisemitismus () Bei solchen Diskussionen fallen echt die Masken
    (Quelle: der Freitag Community)

    ----------

    Ein beschnittener jüdischer Mann schreibt in einem anderen Internet-Forum u.a.

    Zitat:
    () Ich habe noch nie einen anderen Juden kennen gelernt, für den seine Beschneidung ein Problem gewesen wäre. Noch nicht mal von säkularen Juden, die nicht viel mit Religion am Hut haben und so manches an der Religion kritisieren, habe ich jemals gehört, dass sie ihren Eltern die Beschneidung krumm nähmen.

    Also warum hier eine Opfergruppe aus dem Boden stampfen, wo bitteschön keine existiert. Damit die guten Deutschen uns vor uns selbst beschützen? Na danke aber auch () Bei so Manchem stinkt im Zusammenhang dieser Diskussion der Antisemit aus allen Poren

    ----------

    () Ich trau den Juden und Muslimen durchaus zu, ihre männliche Nachkommenschaft genau so gut oder genau so schlecht groß zu kriegen, wie ihre Nachbarschaft, der das Beschneidungsritual eher fremd ist. Was geht's uns an, da mit "hilfreichen" Tipps zu glänzen.

    Das können die unter sich viel besser ausmachen. Da braucht's solche Belehrungen nicht und diese Stimmungsmacherei erst recht nicht.
    Man könnte dieses Ritual, das vor dem Urteil des Landgerichts den wenigsten Probleme gemacht hat, einfach den Gemeinschaften überlassen.

    Die wissen am besten Bescheid, die haben Jahrtausende Erfahrungen damit und jahrtausendelange Diskussionen dazu geführt ..
    (Quelle: der Freitag Community)

    Diese falschen Kinderfreunde, die sich angeblich um das Wohl jüdischer und moslemischer Jungen sorgen, kotzen mich mit ihrer Scheinheiligkeit an.

    Es ist gut, dass Queer.de diese, über Monate in Deutschland tobende, unsägliche Debatte nicht auch noch hier weiterführen will.
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#42 finkAnonym
  • 17.10.2012, 11:07h
  • Antwort auf #41 von schwuler Jude
  • "Was hat erwachsene deutsche Männer (Nicht-Juden und Nicht-Moslems) der Penis von kleinen jüdischen oder moslemischen Jungen zu interessieren, sofern sie nicht pädo-kriminell sind?"

    du kritisierst, dass sich die beschneidungsdebatte mit themen mischt (antisemitismus / islamophobie), mit denen sie nichts zu tun haben sollte. meinst du, es ist hilfreich, sie mit einer pädophiliedebatte zu verquicken und andersdenkenden pauschal pädophilie zu unterstellen? ich finde das inkonsequent, um es mal sehr vorsichtig zu formulieren. versachlichung ist sicherlich was anderes.

    "Was geht's uns an, da mit "hilfreichen" Tipps zu glänzen. Das können die unter sich viel besser ausmachen."

    genau diese unterscheidung in "die" und "wir" ist es, was rassistische, antisemitische oder islamophobe debatten erst ermöglicht.

    ist es dir unvorstellbar, dass jemand sich tatsächlich einfach um das wohl der kinder sorgt, und zwar ohne auch nur darüber nachzudenken, ob es "unsere" oder "deren" kinder sind?

    die kinder meiner christlichen oder atheistischen deutschen nachbarn gehen mich genau so viel oder genauso wenig an wie die kinder meiner jüdischen oder muslimischen nachbarn. wenn meine christichen nachbarn ihre kinder schlagen, weil sie das für christliche erziehung halten, dann denke ich auch nicht "ach, das sollen die unter sich ausmachen", sondern ich überlege, wie ich den kindern helfen kann.

    was soll also deine unsinnige unterteilung in "dere" und "unsere" kinder? merkst du nicht, dass du selber hier die grundlage einer rassistischen diskussion bestätigst?
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#43 LorenProfil
#44 derlarsAnonym
  • 17.10.2012, 11:29h
  • Antwort auf #38 von stromboli
  • ich stimme deinem kommentar weitgehend zu. nur das:

    " Beim "slut-walk" in großstädten, wird dein problem mit der herausforderung durch die "freizügig sich gebende frau" thematisiert...darf sie sich geben wie es IHR gefällt, ohne dass der mann hieraus ansprüche auf sie ableitet?"

    ist ein schlechtes beispiel.

    denn weitgehend duürfen die es. ob die sich hose oder rock anziehen, ob knappe oder weitere klamotten, ob schminke oder nicht, die mode für frauen ist vielfältig.
    (ob die es immer wollen oder ob sie nicht auch gesellschaftlich gedrängt werden sich immer knappere klamotten azuziehen ( siehe zb minderjährige mädchen in kürzesten shorts diesen sommer weil es gerade "in" ist).

    im gegensatz dazu wird männern gesellschaftlich weniger zugestanden, ohne das sie in vermeintliche frauenrollen schlupfen müssen.

    wenn also einer eingeschränkt wird und nicht selber frei wählen darf was IHM gefällt, ohne spott auf sich zu ziehen, sind es in erster linie männer.

    dieser slut walk ist btw ein reinfall, kommt er in den medien doch lediglich als fleischbeschau vor. das es die journalisten nicht begreifen worum es den frauen geht, war von anfang an klar, denn sobald nackte haut zu sehen ist wird diese abgelichtet und plakate mit vorderungen geraten in den hintergrund. zur folge hat es das sich viele frauen von der slutwalk bewegnung ( sofern es eine gab) abwenden, denn die teilnehmerzahlen sinken erheblich und das nach erst einem jahr bewegung.
    es ist also sozusagen schon vorbei, bevor es richtig begonnen hat.

    ich kann auch nicht verstehen warum manche schwule diese bewegung gut heissen, denn in wirklchkeit fördert sie die geschlechterrollen mehr als sie zu hinterfragen.
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#45 stromboliProfil
  • 17.10.2012, 12:04hberlin
  • Antwort auf #44 von derlars
  • die intention geht in die falsche richtung..
    es geht darum, was bei der wahrnehmung des anderen als möglich-machbar-akzeptabel angenommen wird.
    Eine frau die sich zurechtfriemelt, muss nicht mein ding sein ( wo ich ohnehin auf männer sehe..!) , aber es muss bei anderen männer nicht die zügel schleifen lassen. Schon gar nicht als "einladung " zu eben männlichem anspruchdenken führen!

    Beim diskurs über das ausehen von männern und ihr reduziertes sexualego stimme ich mit dir überein: produkt einer einseitig ausgerichteten optik!
    Aber es ist auch optik, wenn männer glauben, eben der steinzeitmann, reduziert auf den macker der frauen abschleppt sein zu müssen, nur weils ihnen so indoktriniert wird...
    Eben der steinzeitmann reduziert auf den macker der frauen abschleppt. Das ist keine entschuldigung mehr heutzutage, es sei denn , wir drehen wirklich die uhr zurück!

    Durchdenken wir mal das ganze: nehmen wir an, wir machen den mann ebenso zum sexuellen objekt wie es die frau ist, dass würde bedeuten, dass männer ebenso auf der strasse angemacht werden, dass ihnen an arsch und eier gegriffen wird ( modern gymgestylt natürlich auch an die männlichen titten!), dann möchte ich das lemento hören! Oder finden wir die raps über frauen lustig?
    Und ist im homophoben "sich angemacht fühlen" des mannes durch einen anderen mann, nicht genau dieses phänomen sichtbar! Zum objekt gemacht, erzeugt es agression..
    Es sei denn, sie wird gesellschaftlich kanalisiert..: frau hat objekt zu sein..; nun hier das stockholmsyndrom der frau, indem sie sich nun freiwillig zum objekt macht.

    Ob mit slutwalk geschlechterrollen festgeklopft werden, müsste man genauer untersuchen.. Sicher aber ist, es ist kein freibrief an männer, deren "geschlechterrolle" gegenüber frauen voll auszuleben wie bisher.. incl. busengrabschen.
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#46 1 world 1 familyAnonym
  • 17.10.2012, 12:09h
  • Antwort auf #41 von schwuler Jude
  • "Warum also dieses Fremdinteresse von nichtjüdischen und nichtmoslemischen sog. "Kinderfreunden" an den jüdischen und moslemischen Jungen? "

    Wer den rassistischen und fremdenfeindlichen Missbrauch von Menschenrechtsdiskursen (zu Recht) kritisiert, sollte sich nicht selbst einer rassistischen Einteilung von Menschen bedienen!

    Kinder sind mir nicht "fremd", weil sie unter den herrschenden Verhältnissen und im Interesse der Herrschenden nach Religion, Rasse, Nation oder beispielsweise nach Geschlechtskonformität und insbesondere nach der sozialen Position ihrer biologischen Erzeuger in der Gesellschaft eingeteilt werden!

    Wer bestimmt denn, dass irgendein Junge jüdisch oder muslimisch oder christlich zu sein hat?

    Etwa er selbst?

    [Nebenbei: Wer bestimmt, dass "er" ein "Junge" zu sein hat und was das bedeutet? Transsexuelle und Transgender und nicht selten auch Schwule können ein Lied davon singen.]

    Hier geht es im Grunde nicht um einen Widerstreit von "Religion", "Rasse", "Nation" etc. - und jeder Versuch, ein Thema wie das obige zur Spaltung der breiten Masse nicht-ausbeutender, lohnabhängiger Menschen zu missbrauchen, muss immer und überall als solcher entlarvt und zurückgewiesen werden.

    Es geht um die grundlegenden Menschenrechte von Kindern. Darum, dass sie in dieser Gesellschaft mit ihrem Familienkonstrukt weitgehend der Verfügungsgewalt ihrer biologischen Erzeuger ausgeliefert sind. Von kleinauf ökonomisch, sozial, emotional und psychisch in eine extreme Abhängigkeit von diesen gebracht werden.

    Darum, dass dies einzig und allein einer herrschenden Klasse dient, deren Interesse darin besteht, maximal kostensparend immer wieder Nachschub an neuen, möglichst stark ausgebeuteten lohnabhängigen Arbeitskräften - denn allein das ist die Quelle jeden Profits - zu (re)produzieren und im Rahmen des herrschenden Familienkonstrukts Kinder vom ersten Atemzug an dieser Ordnung und ihrer dazugehörigen bürgerlichen Ideologie zu unterwerfen.

    Kein Kind gehört irgend jemandem!
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#47 stromboliProfil
  • 17.10.2012, 12:20hberlin
  • Antwort auf #44 von derlars
  • ich vergaß..
    Der mann so wie ich ihn mir wünsche, ist auch nicht der mann wie er momentan exstiert..
    zu grau, zu gehemmt in seiner einseitigkeit!

    Selbst die hoffnung einstmals auf uns und eine einflußnahme auf den heteromann, ist gescheitert am grau des neuen homosexuellen selbstbildes.

    Was also kann/soll die neue "rolle" sein, die mann der zukunft braucht?
    Mehr farbe aus dem konsum -katalog der modeindustrie allein kann es nicht sein.
    Da bleiben sie so farbenprächtig GRAU wie heute ja auch die frauen gRAU rüber kommen...
    Da waren die schwarz-weiß filmfrauen anno dazumal wesentlich farbiger in ihrer wirkung, als heute ein heidi klum verschnitt, oder madonna im strapps...
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#48 LorenProfil
#49 Schwuler JudeAnonym
#50 seb1983
  • 17.10.2012, 19:08h
  • Antwort auf #38 von stromboli
  • Das sollte auch nichts rechtfertigen, ich kann nur dieses dauernde Gelaber dass es so schlimm wie noch nie wäre nicht mehr hören.
    Grundsätzlich ist es nur anders geworden.

    Ein Standard oder Legitimation soll das nicht sein.
    Pubertär auch nicht mehr, daher eben Altherrenwitz.

    Wenn Frauen eben meinen Emanzipation wäre von gestern und für ihr Recht als Schlampen protestieren, und Schwule sollen dann ihren Arsch retten dann mache ich da nicht mit, habe selbst genug Probleme.
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